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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Archiv für die Kategorie Technik

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

Seit ich meinen KR200 habe, hat mir die Schaltung wenig Freude bereitet. Runterschalten ging gut, aber beim Hochschalten hatte ich grosse Mühe die Gänge reinzubringen. Nach allerlei guten Tips wie man den Teleflex einstellt und Einbau eines Schaltgestänges, ohne irgendwelche Verbesserung habe ich nun den Motor ausgebaut um der Sache auf den Grund zu gehen.

Da für die Zerlegung des Sachs-Motors einige Spezialwerkzeuge notwendig sind, bin ich zu Clubkollege Heinz in die Ostschweiz gefahren. Heinz hat gut 40-Jahre Messerschmitt Erfahrung und fast noch wichtiger – er ist sehr nett und hilfsbereit…

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Kaum war der Glockenanker demontiert, zeigte sich schon die erste Problemstelle, zwei Kabel der Kohlen waren durchgescheuert, da hatte ich die Kabel beim Ersatz der Kohlen falsch verlegt. Noch schnell das Zahnrad mit Spezialabzieher vom Konus gelöst und wir konnten uns der Kupplungsseite zuwenden.

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Auch hier sind zwei Spezialwerkzeuge nötig um Kupplung und Korb zu demontieren. Ist man soweit, kann das Gehäuse geteilt werden – vorsichtig und mit leichtem Druck auf die Wellen, damit diese schön in Ihrer Gehäuseseite bleiben.

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Ein erster Blick auf die Zahnräder verriet, dass hier keine Probleme zu erwarten waren. Schliesslich hatte ich auch nie Schwierigkeiten mit dem klassischen „rausfallenden“ 4-Gang, ein beliebtes Karoproblem, dass durch die knappe Verfügbarkeit von guten Zahnrädern zu schlaflosen Nächten führen kann. Bei der Inspektion der Schaltungsteile zeigte sich schnell, dass beim letzten Zusammenbau des Motors, irgendwann in den 80-iger Jahren ein Fehler unterlaufen war. Die Schaltraste war nicht in der vorgesehenen Lasche eingehängt. Erstaunlich, dass ich so überhaupt schalten konnte.

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Solche Fehler machen mir Spass! Einfach zu finden, eindeutig in der Ausprägung und ohne Einsatz von Geld und langwierigen mechanischen Arbeiten lösbar. So haben wir alles korrekt montiert und die Einstellung wie vom Karotipp vorgegeben durchgeführt.

Beim Zusammenbau setzten wir eine neue Dichtung vom Club ein, die leider ca. 0,1mm dicker als die Originaldichtung ist – dadurch mussten die Distanzscheiben von Kurbel-, Neben- und Hauptwelle angepasst werden. Aktuell bietet der Club keine Distanzscheiben mehr an, glücklicherweise hatte Heinz noch einige auf Reserve.

Nun bleibt noch etwas Restarbeit, bis der Motor wieder zurück in den Wagen finden kann, aber ich bin sehr zuversichtlich, in Zukunft ohne Probleme Schalten zu können.

Nochmals ganz herzlichen Dank an Heinz und Conny für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe, sowas ist nicht selbstverständlich!

Solyto mit Kubota 4-takt Motor

Die Solyto’s wurden über die Bauzeit mit vier verschiedenen Motoren angeboten. Von Sotecma mit 4-Gang Getriebe bis zur Eigenentwicklung mit Variomatik war alles im Angebot. So richtig Spass macht aber keiner beim Fahren – zu gering war die jeweilige Leistung oder es mangelte an der Zuverlässigkeit.

Nun hat „Neu Solyto-Fahrer“ Winfrid das Leistungsproblem pragmatisch gelöst – beim Ihm surrt ein neuen 4-takter von Kubota unter der Haube. Diese Motoren werden auch für motorisierte Rasenmäher oder Quads eingesetzt. Zur Zeit kann man sich auf eBay frü € 299.- einen neuen Motor, komplett mit Anlasser, Vergaser und Auspuff kaufen!

Ist natürlich nicht mehr original, aber dafür funktioniert es nun…

Mir gefällt diese Lösung so gut, dass ich mir durchaus vorstellen kann wiedermal einen Solyto zuzulegen und entsprechend umzubauen.

Messerschmitt, Mess- und Verbrauchswerte

Am Wochenende würde ich wiedermal gefragt, wie hoch der Verbrauch meines Messerschmitts ist. Ich weiss nicht wie es Euch geht, aber mir persönlich ist es ziemlich egal, wieviel Benzin mein Karo braucht – viel ist es ja nicht.

Ein Karo braucht so um die 4.5 Liter Benzin auf 100 Kilometer

Um in Zukunft aber etwas besser informiert zu sein, hilft folgende Tabelle aus dem Jahre 1955…

Farbtöne für Heinkel, Messerschmitt und Zündapp neu bestimmt!

Die neue Farbtabelle für Heinkelfahrzeuge wurde zusammen mit dem Farblackexperten der Firma Glasurit und dem Heinkel-Club Deutschland e.V. komplett neu entwickelt. In einer aufwendigen Spektralfarbanalyse wurde aus den vom Club bereitgestellten Mustern (lackierte Orginal Blechteile und/oder Original Nass-Lacke) ein exakter Farbort bestimmt und daraus eine Mischformel entwickelt. In einem mehrstufigen Prozess wurden die neu zusammengesetzten Farben sowohl farbmetrisch als auch visuell unter Beachtung der Metamerie bis zum Exzess optimiert. Vom Start des Projektes bis zum Abschluß hat es über ein Jahr gedauert, bis die Ergebnisse perfekt waren.

Es wurden auch die Farben für Messerschmitt und Zündapp neu entwickelt.

Für mehr Infos:

 

Heinkel-Farbcodes aus der Glasurit Datenbank:

Messerschmitt-Farbcodes aus der Glasurit Datenbank:

 

KR200 – Plexihaube zuschneiden und montieren…

Jeder, der schon mal in der Nähe eines Messerschmitt’s stand, weiss zu Berichten, dass zwei Horrorszenarien bei bei einer Restauration zu meistern sind:

  1. Montage des Haubenrahmen mit den Seitenscheibenrahmen
  2. Zuschneiden der Plexihaube

Teil eins hatte ich schon vor einigen Wochen erledigt und war (richtige Vorbereitungs zwingend) gar nicht so schlimm. Aus der ersten Euphorie heraus, sah ich dem zuscheiden der Plexihaube auch entsprechend gelassen entgegen. Nun, ganz so lustig und entspannend war es dann doch nicht…

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Vorlage. Ohne eine bereits zugeschnittene Musterhaube, die man in den Rahmen legen und entsprechend die Masse abnehmen kann, wird das Ganze Vorhaben doch etwas kompliziertern und ev. auch teurer.

1. Musterhaube in Rahmen einlegen und Passgenauigkeit überprüfen – wo nötig kann man mit Karton ergänzen so dass die Musterhaube rundherum am Innenrand ansteht.

2. Musterhaube in neue Haube legen und Rand übertragen

2a. Variante für Leute mit grösserer Risikobereitschaft oder dickerer Brieftasche (z.B. Hedge-Fund Manager)

Statt nur eine Line auf die neue Haube zu übertragen, kann man die neue Haube in die alte legen und ein zweites Mass übertragen – genau in der Mitte der beiden Linen liegt das Abschlussmass der Haube. Hier beispielhaft an der gestrichelten Linie zu sehen.

Da eine neue Haube mit € 920.- in den Büchern steht und mir ein direktes zuscheiden auf das Endmass doch etwas gar optimistisch vorkam,  habe ich Variante 2a nicht weiter betrachtet…

3. Mit einer dünnen (1mm) Trennscheibe der Linie nach die Plexihaube zuscheiden.

Funktioniert bestens, keine Gefahr, dass die Haube reisst. Schlimm ist allerdings der Lärm und vorallem die kleinen Plexi-Späne. Unbedingt im freien arbeiten und Schutzbrille tragen.

4. Haube in den Rahmen einlegen. Nach diesem ersten Schnitt sollte die Haube in den Rahmen passen. Falls nicht, kann man mit der Schruppscheibe noch etwas die unschönen Kanten begradigen. Liegt die Haube im Rahmen, kann mit einer Reissnadel die Haube an der oberen Kante des Alurahmen angerissen werden. So sieht man wo noch zuviel Material vorsteht und entsprechend korrigiert werden muss.

Dieser Vorgang: Schleifen – Einpassen – (Ärgern) – Anreissen wiederholt man nun bis die Haube überall auf der Innenseite des Rahmens anliegt.

Vorsicht – vorne nicht zuviel abschleifen da gibt es weniger Spielraum zum Tricksen, sollte die Haube zu klein werden.

5. Haube mit Gummischlauch fixieren (ev. zuvor ein Bier trinken und etwas entspannen). Dabei ist es wichtig vorne zu beginnen und den Gummischlauch mit Seife oder sonstwas „rutschigem“ einzuschmieren damit das Eindrücken einfacher geht.

Da diese Arbeit nicht ganz einfach ist und bei defekter Haube schnell aus finanziellen Gründen die nächsten Familienferien abgesagt werden müssen (verständnisvolle Ehefrau von Vorteil) gibt es allerlei Hilfestellungen in den einschlägigen Foren.

Hier eine ausfühliche Beschreibung von Ralf aus Deutschland:

Rohe Hauben sind immer in Überlänge und müssen immer beschnitten werden. Sind die Hauben gut 30 Jahre alt, ist das Material sicherlich spröde geworden. Dann gilt einmal mehr, dass man die Hauben mit einer ganz dünnen Scheibe flext. Niemals mit einer Stichsäge bearbeiten!

Beim Flexen verschmilzt der Rand, Rissbildung wird so vermieden. Normaler Weise geht man so vor, dass man eine alte Haube zunächst in die neue rein legt und dann von außen anlegt und jeweils mit wasserlöslichem Overheadmarker den Rand markiert. Die „Wahrheit“ – sprich die abzuschneidende Kante – liegt dann in der Mitte. So habe ich mal kurz vor einem Treffen eine Haube innerhalb von 30 Minuten zugeschnitten und montiert (Abholkaro).

Da Du ja keine Haube hast, musst Du schrittweise vorgehen. Zunächst mal die Haube grob mit einer 1-3 mm dünnen Flexscheibe vorschneiden (dünne Flexscheiben benutzt man z.B. im Sanitärbereich zum Schneiden von Gussrohren). Dremel und Minibohrmaschine taugen hier nicht viel, das ist Spielzeug und man schneidet in Wellenform etliche Schleifscheibchen kaputt. Dann die Haube außen gerade über den Alurahmen ziehen und mit rundherum 2 cm Überlänge anzeichnen. Achtung! Die Nut endet natürlich ca. 10 mm unter dem oberen Rand des Alurahmens! Lieber mehr dran lassen als zu viel abschneiden. Nach dem Schneiden die Haube versuchen in die Nut des Alurahmens zu legen. Dann nach und nach immer mehr abschneiden, bis die Haube gleichmäßig an der Innenkante der Nut anliegt. Liegt sie nicht gleichmäßig an, bekommst Du nachher den Haubenschlauch nicht rein!

Die Haube ist konisch geformt. Je mehr Du ringsherum abschneidest, desto mehr legt sie sich an die Innenkante des Alurahmens an.

Besonders im vorderen Bereich darauf achten, dass die Haube da nicht zu viel abgeschnitten wird! Hinten am Heck ist mehr Masse, da kann man noch tricksen aber vorne wird es schnell sehr eng, die Haube wird da sehr schnell zu flach und auf Grund der starken Wölbung lässt sich hier nichts mehr drücken und tricksen. Oft sieht man, dass Leute mit dem Heißluftfön vorne die Hauben ziehen mussten, damit sie vorne noch passen. Das sieht übel aus! Das Beischneiden geht mit der Flex sehr schnell und es riecht wie beim Zahnarzt oder im Dentallabor.

Die Haube wird wenn sie dann passt, vorne, an den Rundungen nach unten und hinten punktuell mit etwas klarem Sanitärsilikon (früher braunes Mastix) befestigt. Alte Tipps sagen dann, man solle den Haubenschlauch mit Rizinusöl einsetzen. Abgesehen davon, dass man sich bei der Arbeit nicht die Finger lecken darf, ist das grober Unfug. Das Öl gibt es nur in der Apotheke, es ist teuer und verklebt beim Einsetzen. Das Öl blüht dann in den kommenden Monaten weiß schmierig aus. Keine gute Idee.

Den Haubenschlauch in warmes Wasser einlegen, Enden aus dem Gefäß heraus, damit er nicht voll Wasser läuft. Dann den Schlauch mit Spülmittel dünn einschmieren, ruhig etwas wässrig halten. Die Mitte des Schlauches suchen, vorne ansetzen und den Schlauch rundherum eindrücken. Die beiden Enden des Schlauches gehören nach hinten in die Mitte und werden gerade abgeschnitten. Den Schlauch beim Einsetzen nicht ziehen, er zieht sich im Laufe der Zeit zurück! Einfach gerade eindrücken.

 

KR200 – Zündschlüssel

Als ich meinen KR200 gekauft habe, wurde mir versichert dass, irgendwo im Nachlass neben den anderen 100 bis 200 Schlüssel sicher auch der Messerschmitt-Schlüssel zu finden ist. Nun, drei Monate später liegt der original Schlüssel wohl immer noch dort.

Glücklicherweise liefert Heiko Zimmermann passende Schlüssel – sogar die richtigen Rohlinge werden verwendet.

€ 20.- für zwei Schlüssel, da kann man wirklich nicht meckern!

Hier kann man die Schlüssel bestellen: http://www.messerschmitt-club-deutschland.de/dateien/data/ersatzteillistekr200-08-2012.pdf

KR200 – Haubenrahmen montieren, ein Erlebnisbericht

KR200 – Haubenrahmen montieren, ein Erlebnisbericht

Heute habe ich mich in die tiefen der Messerschmitt-Restauration begeben – die Montage des Haubenrahmens mit Seitenscheiben und Frontscheibe stand an. Will man all den Berichten auf den einschlägigen Foren glauben, gibt es kaum was schlimmeres, die Montage muss der allergrösste Horror sein. Einige Leute verbrachten bis zu einer Woche in der Garage bis die verflixte Haube endlich an Ort und Stelle war.

Also habe ich alle Infos die im englischen Messerschmitt Forum verfügbar waren genau gelesen und mich entsprechend vorbereitet. Zuerst, das wichtigste!

Die Montageanleitung im KaroTip bezieht sich auf neue Seitenscheibenrahmen – nicht auf gebrauchte!

Somit ist auch klar, das die Anleitung für den normalen Restaurateur nicht der richtige Weg ist. Folgende Punkte sind wichtig damit es klappt.

  • Seitenscheibenrahmen aufbördeln (sollte mindestens parallel sein)
  • Haubengummi schneiden, so dass ein L-Profil entsteht
  • Zusammengepresste Stellen mit Kabelbinder sichern

So gelang es mir ohne fremde Hilfe beide Seitenscheibenrahmen und die Haube in 3 Stunden zu montieren. Aber beginnen wir ganz von Vorne…

1.) Seitenscheibenrahmen aufbördeln

Bei gebrauchten Rahmen muss die Aufnahme aufgebördelt werden. Idealerweise bis der Ausschnitt parallel ist. Es gibt Leute, die machen das ganz professionell mit Maschine aber für Alle die nicht täglich Seitenscheibenrahmen montieren tut es auch die Hand-Variante mit selbergemachtem Werkzeug.

Das Werkzeug wird in die Aufnahme eingeführt und der Rahmen aufgebördelt. Die Aufnahme sollte soweit aufgebördelt werden damit die Seiten parallel sind. An den Stellen wo mehrere Dinge zusammenkommen z.B. vorne beim Steg kann der Rahmen etwas weiter geöffnet werden.

 2.) Haubengummi zuschneiden

Der Haubengummi hat ein U-Profil, in das der Rahmen eingeführt werden soll. Es mag Leute geben, die das auch hingekriegt haben, aber in der Regel faltet sich das U-Profil beim Einführen das Rahmen und Seitenscheibenrahmen und Haubenrahmen können nicht genügend weit zusammengestossen werden. Desshalb kann der Gummi so zugeschnitten werden dass ein L-Profil entsteht – nun stört nichts mehr beim Zusammenbau!

Links das originale Gummi – Rechts das auf L-Profil zugeschnittene Gummi

3.) Gummi vormontieren

Um das Gummi etwas geschmeidiger und rutschiger zu machen kann man Seife nehmen oder Fett. Ich habe den Gummi auf der innenseite des L-Profils eingefettet und dann ich den Seitenscheibenrahmen eingelegt. Damit der Gummi nicht gleich rausfällt habe ich alles mit etwas Klebstreifen fixiert.

4.) Scheibenrahmen einführen

Ich habe jeweils hinten die untere Leiste zuerst eingeführt, danach habe ich oben den Rahmen eingeführt und mit Kabelbinder fixiert, das alles zusammenbleibt. Ist der Rahmen mal so eingepasst, kann der Rahmen mit viel Schmackes ganz nach hinten bis zum Anschlag eingeführt werden. Ein Gummihammer hilft, falls man in der Jugend nicht genügend Spinat gegessen hat 🙂

Dann gehts weiter, in Richtung Alusteg. Da müssen nun Haubenrahmen, Scheibenrahmen, Gummi und Steg zusammenkommen. Ist mit etwas fummlerei Verbunden, aber wenn man zuvor den Scheibenrahmen an dieser Stelle etwas weiter öffnet klappt es ganz gut.

Nun, 90 Minuten später ist der erste Scheibenrahmen montiert!

Ich war sehr erstaunt, wie „einfach“ die Montage des Seitenrahmens war – ohne die Tips und Erfahrungen aus dem englischen Messerschmitt-Forum hätte das kaum so gut geklappt. An dieser Stelle danke ich allen die Ihr Wissen bereitwillig zur Verfügung gestellt haben.

5.) Frontscheibe montieren

Zuerst wird der Gummi auf Rahmen und Karrossererie aufgesteckt, dann wir die Scheibe oben in den Gummi eingeführt und nach oben gedrückt. Jetzt kommt Spezialwerkzeug zum Einsatz.

Oben: Füller-Einziehwerkzeug, Unten: Gummihacken

Mit dem Scheibengummihacken wird der Gummi aufgezogen und die Scheibe rutscht in die Gumminut ein. Nun muss der Füller eingezogen und zugeschnitten werden. Man beginnt oben, mit Hilfe des Füller-Werkzeugs kann der Füller einfach eingezogen werden – wichtig, auf beiden Seiten etwas überstehen lassen und danach in Gehrung schneiden. Nun wird noch der restliche Füller eingezogen und angepasst.

Fertig!

Mit dem montierten Haubenrahmen sieht mein Messerschmitt erstmals wie ein „richtiger“ Messerschmitt aus. Ich bin glücklich , dass ich dieses wichtige Restaurationskapitel nun abgeschlossen habe. Es gibt natürlich immer noch einiges zu tun, aber ein Meilenstein ist nun erreicht.

Als nächstes muss ich die Plexihaube einpassen. Die ist nicht zuletzt wergen der hohen Materialkosten (aktuell kostet eine Haube € 920.-) eine weitere Horrorarbeit. Nachdem mit nun alle geraten haben anhand einer alten zugeschnittenen Haube die Masse auf die neue zu übertragen schaue ich jetzt erstmal wo ich eine Musterhaube bekomme.

 

 

Isetta – schlechte Kompression!

Gestern habe ich von unserem Club-Präsi ein schönes Föteli bekommen. In der Regel wünscht man sich etwas weniger dreckiges zu Weihnachten…

O-ton Wädi“
Winterzeit – Werkstattzeit. Anbei ein Bild des Grauens aus meinem Isetta-Motor. Da wundert es einen ja nicht, wenn die Kompression wegbleibt. Ach ja, das Ding rechts neben dem Hubzapfen ist der Ventilteller….

In diesem Sinne Wädi – hoffe ich, dass Dir das Christkind einen Satz Ventile, einen neuen Kolben und eine gute Flasche Wein für die Erhohlung nach getaner Arbeit mitbringt.

Isetta Motor des Grauens...

Isetta Motor des Grauens...

alle sechs jahre ist es soweit und mein veteranengeprüftes fuldamobilchen muss sich den herren im blauen kittel zeigen. soweit sogut, nur diesmal wars ein bisschen steiniger.

das kleine fuldamobil litt ja schon länger an einer porösen auspuffanlage. da half alles schweissen nichts, es musste eine neue her. von joseph krotil, dem fulda kenner schlechthin, habe ich erfahren, dass eine nachfertigungsaktion läufft. als los und eine neue anlage bestellt. die kam auch promt an, doch oh schreck, sie passte nicht;-( eine kurze rückfrage beim produzent ergab, es wurde halt lauffend was geändert an den mobilchen. der nette herr bot an, die anlage zurückzunehmen und die meinige gleich als muster für eine nachfertigungsaktion entgegen zu nehmen.

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ich mache so sachen ja gar nicht gern, doch der herr war wirklich sehr korrekt und vertrauenswürdig. kaum war der auspuff auf der post, war auch schon ein mfk aufgebot im briefkasten. uiuiui, das wird knapp. ein nettes briefchen ans stva, man möchte doch bitte noch etwas geduld haben, wurde promt mit einem termin einen monat später quitiert. ein weiters telephonat und der prüftermin wurde nach winterthur verlegt. irgendwann habe ich auch dem lieben franz ein mail geschickt, er habe die ehre das fulda zur mfk zu geleiten. aber oho, es herscht funkstille. weitere abklärungen ergaben, der herr weilt für längere zeit im sonnig warmen thailand.

so habe ich frohen mutes den weg zur mfk selbst unter die räder genommen. irgendwann unterwegs kommt mir in den sinn: wo ist die chassis nummer? ich weiss es nicht! zu allem übel fängt 100m vor dem prüfzentrum auch noch die kupplung an zu rutschen. au weia, wenn das nur gut kommt. jetzt ist charmeatake angesagt. der herr im blauen kittel war sehr freundlich. die fehlende rahmennummer soll ich doch wie im typenschein angegeben selbst einschlagen, es sind ja nur 6 zahlen. entstörter kerzenstecker war auch keiner montiert. die frage nach der entstörten kerze habe ich mit ja beantwortet. es sei noch gesagt, die alten grossen kerzen sind schon so recht schwierig zu bekommen, entstörte gibts sicher nicht. das licht war auch krumm eingestellt und ich musste richtig gas geben mit quatschen. der herr blieb weiterhin sehr freundlich und war sichtlich an der alten technik interessiert. mein mfk ordner mit allerlei interessanten dokumenten trug das seine zur guten atmosphäre bei.

irgendwann war es zeit, das mobil wieder vor die halle zu schieben um eine kleine runde ums haus zu drehen. ich solle doch bitteschön gleich selbst fahren und mit ca. 40 kmh das berglein runter brausen, damit er den tacho prüfen könne. nun, flink den motor gestartet und mit, ach ja da war doch was mit der kupplung, mühe 10 meter weit gefahren, da wars dann aus mit der maus. die kupplung rutschte komplett durch, da half alles gut zureden nichts mehr. der herr im kittel noch immer die ruhe selbst. tja, da müsse er wohl den tacho beanstanden, da wir den jetzt nicht prüfen könnten. ich soll doch bitte hier unterschreiben, dann sei die angelegenheit für ihn erledigt… ich war total baff, mfk für sechs jahre und eine defekte kupplung;-/
fuldamfk

Mopetta Tuning – Teil 2

…nun bin ich einige Arbeitsgänge weiter, also noch vor einigen Tagen (http://www.rollermobilclub.ch/mopetta-tuning/). Da die Überströmkanäle beim ILO Motor etwas gross geraten sind, wurde der Zylinderfuss um 1.5mm abgedreht, dadurch ergeben sich folgende Vorteile:

– Kürzere Überströmzeit
– Höhere Verdichtung
– Längere Einlasszeit

Ausserdem habe ich den Einlass entsprechend der Werkzeichnung vergrössert. So sollte dies mit dem 15-er Bing Vergaser passen..

ILO G50 - Zylinderfuss abgedreht

ILO G50 - Zylinderfuss abgedreht

ILO G50 - Einlass Original

ILO G50 - Einlass Original

ILO G50 - Einlass angepasst

ILO G50 - Einlass angepasst

Jetzt müssen neue Lager und Simmeringe her und der Motor wird wieder zusammengebaut. Eine erste seriöse Probefahrt ist wohl erst in der wärmeren Frühlingstagen angesagt – also kein Grund zur Hektik…

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