Jahrestreffen 2019 Berneroberland

Jahrestreffen 2019 Berneroberland

Das Jahrestreffen vom 24. – 25. August 2019 führte uns Rings um den Thunersee.

Neben einer Ausfahrt um den Thunersee haben wir  das Schloss Oberhofen besichtigt, der krönende Abschluss des ersten Tages war die Besichtigung der Glas Automobil Sammlung in Gsteigwiler.

 

Treffpunkt Schloss Oberhofen

Zwischenstopp mit Fototermin in Unterseen

Vor dem Hotel in Wilderswil

Beim Gasthof Weyersbühl in Uebeschi

Rollis – Nostalgie mit einem Augenzwinkern…

Rollis – Nostalgie mit einem Augenzwinkern…

Seit dem Kickstarter-Projekt ist gut ein Jahr vergangen – Rollis hat sich etabliert. Madam K, Pio, Scoot oder Berline.Q stehen in Vitrinen rund um die Welt. Neue Charaktere oder Interpretationen zu bereits bekannten Modellen haben die Rollis-Welt erweitert  – aber so vermute ich noch lange nicht abgeschlossen.  

Rollis der Projektname, steht für „Fahrzeug“ zusammen mit etwas das „rollt“ und interpretiert klassische Fahrzeuge der 50-iger in der heutigen Zeit.

Da ich selber keine Modelle sammle, habe ich die Arbeiten von Rollis mit Interesse und Vergnügen beobachtet aber bisher nie ein Fahrzeug in den Händen gehalten. Pünktlich zum Jahresende traf nun mein Paket aus Korea mit dem Tiger und dem Inter ein, gespannt öffnete ich die Box und war erstaunt, wie professionell Verpackung und Inhalt daherkamen – da könnte sich manch alteingesessener Modell-Hersteller eine Scheibe abschneiden.

Solide Box mit Beschriftung

gut gepolstert…

Pro Fahrzeug eine Box

Kaum hat man die Box in der Hand, fällt der Glanz der Lackierung auf. Beim näheren hinsehen stechen viele Details der Originalfahrzeuge ins Auge und dies obwohl die Kleinwagen auf Ihre ganz eigene Art und Weise neu interpretiert wurden. Wirkt alles sehr stimmig.

Berline.Q (Inter) und Spinner (TG500)

Wie eingangs erwähnt sammle ich keine Modelle, aber die beiden haben mir es schon angetan. Man sieht, dass da Leute mit viel Herzblut ihren Ideen gefolgt sind – gefällt mir !

Detailfotos folgen…

 

Katastrophales Messerschmitt Wochenende…

Katastrophales Messerschmitt Wochenende…

Endlich Sommer!

Nach all den kühlen und regnerischen Tagen, zeigte sich die Sonne rechtzeitig für das lange Wochenende. Was eigentlich ganz toll klingt, ist für den gemeinen Messerschmitt-Fahrer ein echtes Problem. Klar gibts Lufteinweiser oder Sonnenschutztücher die den sofortigen Kollaps des Fahrers verhindern, aber sein wir mal ehrlich – als Messerschmitt Pilot fühlt man sich an einem sonnigen Tag wie eine ausgetrocknete Aubergine im Gewächshaus.

Ich weiss, jahrelang hatte ich jedem der es hören wollte erklärt dass ein Karo nur mit Plexihaube ein richtiger Karo sei – alles andere doch noch eine Beleidigung für Auge. Leute, ich lag komplett daneben. Mea Culpa!

Freitags bei knapp 25 Grad und strahlend blauem Himmel bin gut 15 Kilometer mit offenem Verdeck gefahren und habe jede Minute genossen, es war einfach nur toll. In diesem Sinne freue ich mich auf weitere sonnige Tage im Messerschmitt.   

Saisonstart im Dolder

Saisonstart im Dolder

Frühlingszeit – Oldtimerzeit.

So oder ähnlich hatte ich mir dies vorgestellt, allerdings meinte es Petrus in den letzten Wochen nicht allzu gut mit uns Carbriofahrern. Hatte es am Samstag noch aus Kübeln gegossen, zeigte sich das Wetter sonntags von der etwas besseren Seite. Für die kurze Fahrt auf den Zürcher-Hausberg, öffnete ich das Verdeck und kam gegen 11:00 auf dem erstaunlich gut besuchten Dolder an. Kaum eingeparkt kamen die ersten Interessieren mit Fragen rund um den Messerschmitt.

  • Wie geht das mit dem Rückwärtsfahren ?
  • Ist es ein 2-Takter ?
  • Wieviel Oel muss hinzugemischt werden ?
  • Was verbraucht der Wagen ?

Noch interessanter war, dass mich niemand gefragt warum der Wagen nicht neu lackiert wurde. Ganz im Gegenteil, bekam ich doch viele Komplimente für den im original belassenen Zustand. Der Wind dreht sich…

Dolder Classics Zürich, 12. Mai 2019 / Bild: dream-cars.ch

Dolder Classics Zürich, 12. Mai 2019 / Bild: dream-cars.ch

Dolder Classics Zürich, 12. Mai 2019 / Bild: zwischengas.com

Mehr Bilder vom Dolder-Classics

https://www.zwischengas.com/de/VC/veranstaltungsberichte/Dolder-Classics-Mai-2019.html

https://www.dreamcar.ch/?page_id=383357

 

   

In Richtung MFK…

In Richtung MFK…

Demontiert, gereinigt, repariert, ersetzt, zusammengefügt, geklebt, gebohrt, etc. Seit ich den KR200 kurz vor Weihnachten 2017 in die heimische Garage überführt habe, sind unzählige Stunden in die konservative Restauration geflossen. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen – nur noch der Prüfungstermin am Montag beim Strassenverkehrsamt trennt den KR200 von der Strasse…

Heute erreichte mich ein Anruf, der Messerschmitt soll nächste Woche als Prüfobjekt für einen spezifischen Oldtimer Kurs für die Experten im Stassenverkehrsamt Winterthur dienen.

Technik-Referenten der FIVA unterstützen den Kurs und ich hoffe alle Experten lesen sich übers Wochenende noch etwas in die Charta von Turin ein – wäre toll wenn dieser originale, unverbastelte KR200 den Veteranen-Stempel erhalten würde.

Daumen drücken erlaubt!

Mehr zum Thema:

 

fertig geputzt !

fertig geputzt !

Seit Dezember letzten Jahres steht ein 63-iger Karo in meiner Garage. Wie immer versuche ich die Oberflächen des Wagens so original wie möglich zu lassen, was doch viel Handarbeit mit Reinigungsmittel und verschiedenen Pollierpasten mit sich bringt. Manch einer wird sich beim Anblick des Kotflügel fragen – was es denn da zu polieren gibt – nach Strahlen und Lackieren glänzt dass doch eh – aber mir gefällt die originale Farbe und neu lackierte Karo’s gibts ja nun wirklich genug.

Wobei man sagen muss, dass die beiden Kotflügel verglichen mit dem Rest des Wagen schon sehr mitgenommen aussehen. Mal schauen, wie das wirkt wenn der Wagen wieder fertig montiert ist, vielleicht muss da und dort noch etwas mit Airbrush korrigiert werden.

Einige Probleme bereiten mir die Haubengummis – einer fehlt komplett und andere sind durch die Lage der letzten 40-iger Jahre gefaltet. Nun habe ich die Gummis erwärmt und beschwert, ich hoffe sie auf diese Art wieder hinzukriegen oder irgendwoher bessere originale zu bekommen.

 

Als nächstes stehen die Seitenverkleidungen an, Sitze und die restlichen Interieur Teile sind schon gereinigt und montiert. Dann steht einer richtigen Probefahrt nichts mehr im Weg – der Motor läuft und das Getriebe schaltet – habe ich schon ausprobiert.

4-Räder und doch kein Tiger…

4-Räder und doch kein Tiger…

Die Geschichte soll sich folgendermassen zugetragen haben. Drei Motorrad-Enthusiasten aus Ost-Deutschland besuchten 1956 eine Motorradausstellung in Nürnberg. Im Dauerregen suchten die Drei Schutz unter einer Brücke. Während sie auf besseres Wetter warteten, fuhr von Zeit zu Zeit ein Messerschmitt vorbei – die Fahrer sassem im Trockenen !

Zurück im Osten versuchten sie einen Messerschmitt zu kaufen, leider vergeblich.

Was tut man in solcher Lage, klar man baut einen eigenen Karo…

So entstanden 1957 drei Fahrzeuge, die sich alle in Details unterschieden schliesslich mussten als Bauteile alles herhalten was zu finden war. Das abgebildete Fahrzeug hat 4-Räder (eine echte Weiterentwicklung des relativ primitiven orginals) und wird von einem Java 250ccm Motor angetrieben. Gestart wird via Handstarter am Fahrersitz. Das einzige original Messerschmitt-Teil scheint der Scheibenrahmen zu sein.

Der Wagen soll dieses Jahr den Weg zurück auf die Strasse finden – bin gespannt das Teil mal zu sehen.

KR200, es geht voran…

KR200, es geht voran…

Wer den Blog etwas verfolgt hat, weiss dass seit Ende letzten Jahres ein KR200 in meiner Garage steht.

War ich über die letzten Wochen vorallem mit der Demontage und Reinigung der Einzelteile beschäftigt, kommt nun langsam der „schöne“ Teil ins Rollen. Erste Einzelteile sind schon wieder montiert und die Schachtel vom Messerschmitt Club Deutschland (Danke Roland, dass Du den Ersatzteilhandel mit so viel Engagement betreibst – Respekt!) wird auch immer leichter.

Erstmal musste der Motor wieder gängig gemacht werden – hatte doch jemand vor 41-Jahren oder noch länger die Kerze rausgedreht. Ärgerlich da in der Zwischenzeit der Rost so richtig viel Zeit hatte sich in allen Ritzen festzusetzten. Gemäss Theorie braucht nur etwas Rostlöser und zwei, drei gezielte Schläge mit dem Schonhammer auf den Kolben. Hat man zuvor noch den Zylinder erhitzt und den Kolben mit Kältespray behandelt gehts schon fast von selbst…

In der Praxis waren ca. 2 Monate Rostlöser-Einsatz gefragt, danach habe ich wiederholt ein Holzstück gepresst und als sich endlich etwas bewegte waren nochmals zwei Stunden pressen nötig. Genug gejammert, jetzt ist der Kolben frei, alles konnte gereinigt werden und sieht schon wieder ganz passabel aus.

Parallel dazu habe ich Bug und Wanne bearbeitet. Leider hatte der Wagen vorne mal eine kleinen Rempler, die Spuren wollte ich beseitigen.

Der grösste Schaden war vorne rechts, genau an der Stelle wo Bodenblech und Bug zusammenfinden. Mit einem langen Holzstück konnte ich die Beule von innen herausdrücken. Es braucht schon etwas Mut, mit harten Schlägen das Blech zu bearbeiten – aber es klappte besser als erwartet und nun ist unter der Zierleiste kaum mehr was zu sehen.

Freude machte der Unterboden. Nach einer Reinigung und Owatrol-Konservierung sieht das Ganze wie „Neu“ aus. Erstaunlich, wie wenig Rost und überhaupt keine Löcher zu finden waren.

Schön, ein Problem weniger!

Nachdem unten wieder alles in Ordnung war, konnte ich mich mit dem Rest beschäftigen – was soviel heisst wie Reinigen, Polieren und Zierteile montieren. Das ging alles relativ leicht von der Hand, einige Gewinde mussten nachgeschnitten werden, sonst passte alles. Nur die vordere Stossstange brauchte mehr Zuneigung, war sie vom Rempler doch stark verformt worden. Als nächstes stehen die Kotflügel an, aber dazu muss ich noch etwas Motivation aufbauen.

Ausserdem konnte ich die Pedalerie, alle Kabel und die Lenkung wieder einbauen. Nun mit neuen Buchsen und frischem Fett bewegt sich alles wie gewünscht.

Jetzt stehen arbeiten am Heck an. Der Motorträger ist schon wieder montiert, auch die Schwinge ist am Platz. Sieht doch schon bald wieder wie ein richtiger Messerschmitt aus.

Mehr dazu…

Nach 41-Jahren – wieder Tageslicht…

KR200 – die Reinigung beginnt…

Mopetta und Peel Alternativen…

Mopetta und Peel Alternativen…

Am Wochenende fällt der Hammer für die Mopetta und den P50 an der Auktion in Brooksland. Wem diese beiden Fahrzeuge zu langsam, zu klein, zu unpraktisch oder einfach zu sehr „Kult“ sind, dem kann hier geholfen werden.

Goggo Transporter, quadratisch – praktisch – gut.

Ok, 90 Mille sind nicht wenig, aber billiger werden sie wohl nicht mehr…

Tiger, der Sportwagen unter den Kleinen.

Wem es nichts ausmacht sein Fahrzeug bei jedem halbwegs grösseren Treffen in die Reihe der 5-6 anderen Tiger zu stellen, kann die 100k oder eher mehr schon mal bereitlegen. 

Tip für den sportlichen Fahrer, der die Beifahrerin gerne neben sich hat: ein E-Type gibts fürs gleiche Geld und ist auch an jedem Treffen in verschiedenen Farben zu sehen :-). Der Ersatzteildienst von Limora soll auch nicht so übel sein.

Teures Werkzeug

Teures Werkzeug

Im Zeitalter von Bauhaus, OBI oder Jumbo kommt Werkzeug in der Regel aus Fernost und kostet im Set weniger als früher für ein einzelnen Schlüssel oder Schraubenzieher zu bezahlen war, was natürlich auf die Qualität dieser Werkzeuge niederschlägt.

Deshalb macht es durchaus Sinn, altes Werkzeug auf Märkten einzukaufen und sich an der guten alten Qualität zu erfreuen. Oft vergisst man, dass unsere Oldtimer bereits ab Werk mit einem Werkzeugset ausgeliefert wurden.

Ein solches Werkzeugset für den Messerschmitt KR200 wird aktuell angeboten.

Sieht schon toll aus – so in Leder gebunden und mit den Hersteller-Prägungen auf den Schlüsseln. Der Ausrufpreis liegt bei € 750.- da muss der gemeine Karofahrer schon mal Schlucken…