1. Februar 2024 in Allgemein, Messerschmitt

Ein kurzer Weg vom Wunsch zum eigenen Wagen!

Gegen Ende der letzten Oldtimer-Saison kam Enea, begleitet von seinen Eltern nach Zürich um gemeinsam an einem Oldtimertreffen teilzunehmen. Nach der ersten Fahrt hinter dem Steuer war allen beteiligten klar, dass dies unbedingt wiederholt werden muss, idealerweise im eigenen Messerschmitt!

In der Regel dauert es eine Weile, bis ein geeignetes Fahrzeug zu Verkauf steht, aber dieses mal gings ganz schnell. Im Dezember war ein roter 59-iger Karo im Oldtimer-Praxis Kleinanzeigenteil ausgeschrieben, der genau in Enea’s Beuteschema passte. Der Verkaufer war noch im Ausland, so musste die Besichtigung in den Januar geschoben werden. Der Wagen hielt bei der Besichtigung was das Verkaufsgespräch versprach und so kam eins zum anderen und der Wagen ist nun in «Bündner-Hand».

Ich unterstütze Vater und Sohn etwas bei den anstehenden Arbeiten, bin aber guten Mutes, dass es nur wenig braucht um den Wagen zurück auf die Strasse zu bringen. Nach einer ersten etwas genaueren Inspektion hatte ich den beiden vollmundig erklärt, dass wir den ohne Probleme zum laufen kriegen und natürlich auch gleich eine Probefahrt versprochen.

So haben wir uns in der selben Woche am Sonntag getroffen und uns in die Arbeit gestürzt. Erst wurden vier neue Reifen aufgezogen, die neue Batterie angehängt und der Vergaser gereinigt. Benzin kam aus einem kleinen Tank und so waren wir eigentlich bereit loszulegen. Leider wollte der Anlasser nicht so recht mitspielen, wir reinigten alle Kontakte, aber es half nichts, so blieb nur anstossen als Variante übrig. Glücklicherweise sprang der Wagen aber gleich bei ersten Versuch an – wer hätte das Gedacht.

Natürlich sind nach so langer Standzeit die Simmerringe ganz hart und müssen gewechselt werden, aber die kurze Fahrt zeigte, dass alle Gänge sich gut schalten lassen, die Bremsen ziehen und bis auf den linken Blinker und die Hupe auch elektrisch alles seinen Dienst versieht. Schon toll, dass man einen solchen Wagen nach 35 Jahren Dornröschenschlaf innerhalb wenigen Stunden zum Leben erwecken kann.

In der Zwischenzeit ist der Motor ausgebaut und die Lager und Dichtungen werden gewechselt. Ich hoffe die Demontage bringt keine Überraschungen mit sich, aber bisher macht der Wagen in jeder Hinsicht einen gesunden Eindruck, also wird das schon klappen…




Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wir nutzen Cookies zu unterschiedlichen Zwecken, unter anderem zur Analyse und für personalisierte Marketing-Mitteilungen. Durch die weitere Nutzung unseres Diensts stimmst du der Nutzung von Cookies gemäß unserer Cookie-Richtlinie zu.
Akzeptieren