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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Nach 41-Jahren – wieder Tageslicht…

Vor einigen Wochen erreichte mich eine eMail – ein KR200 sollte weg…

Damals – 1976, Beat war im Militärdienst und mit einem 2-DM Lastwagen im Kanton Fribourg unterwegs. Irgendwo am Strassenrand stand einer grauer KR200. Offenbar war man sich schnell handelseinig und packte die Gelegenheit beim Schopf. Gemeinsam mit ein paar Kollegen wurde der Karo auf die Ladefläche des Lastwagens gehievt und abtransportiert. 

Dann passierte eine Ganze Weile nichts.  Geplant war, den Wagen nach erreichen des Pensionsalters zu restaurieren, aber wie so oft ändern sich Pläne im Laufe der Jahre und so kam es, dass der Wagen zum Verkauf stand.

Der Preis war verlockend und der Weg nach Toffen nicht allzu weit. Bei der Besichtigung zeigte sich das Beat ein freundlicher Zeitgenosse ist und das der Wagen original und unverbastelt war. Es gab einige kleine Beulen und teilweise etwas oberflächlichen Rost, aber die Substanz stimmte und alles bis auf die Letzte Schraube war vorhanden.

Schade, hat die Plexihaube nicht überlebt, aber im Sommer ist es unter der Haube ja eh zu heiss…

 

Wie schon 1976 waren wir uns auch im Jahr 2017 schnell handelseinig und ich konnte mich gedanklich schon mal auf den Transport vorbereiten. 

Eine Woche später viel der erste Schnee bis in die Niederungen. Entsprechendes Chaos herrschte auf den Strasse aber ich hatte mit dem Anhänger keine nennenswerten Probleme und kam gut gelaunt und frohen Mutes in Toffen an.

Um den Wagen einfacher zu laden wurde kurzerhand alles wieder provisorisch montiert – so sieht’s doch gleich wieder wie ein Messerschmitt aus.

Also – ab nach Hause und schnell in die warme Garage.

Dann war’s aber schon vorbei mit meiner Geduld und ich wollte wissen, ob sich die originale Lackierung gut aufpolieren lässt – ich denke das Ergebnis von 30 Sekunden Polieren kann sich sehen lassen.

In einer Kiste lagen noch einige der demontierten Teile sowie weitere Karo Ersatzteile die wohl nicht zu diesem Fahrzeug gehört haben.

Als nächstes steht eine Bestandesaufnahme an und ich werde beginnen den Wagen soweit zu demontieren, damit ich die Blechteile gut reinigen und polieren kann. Klar müssen alle Kabel und viele Lager ersetzt werden, aber mit einer konservativen Restauration sollte der Wagen in vernünftiger Zeit wieder fahrbereit werden.

oliver

fährt, sammelt und restauriert Kleinwagen seit 1998. Spezialgebiet: Brütsch Mopetta / Messerschmitt KR175 / Valmobile / Amilcar / Austin 7
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3 Kommentare
  1. Sehr cool! Glückwunsch!! Meine Idee dazu:
    Wie wäre es, den Wagen technisch fitzumachen, äußerlich aber (abgesehen vom Polieren) so zu lassen, wie er ist? Totrestaurierte Karos gibt’s viele; ein Messerschmitt, der die originale Lackierung und Patina von 20 Jahren Kleinwagen-Alltagsbetrieb stolz trägt, ist was viel Selteneres.

  2. Das finde ich auch am schönsten. Nur der Prüfungsexperte fand,der zustand sei zuschlecht um als veteran zugelassen zuwerden

  3. Mit etwas Zeit und einigen Reinigungsprodukten bin ich zuversichtlich den Wagen gut hinzukriegen. Ob der Prüfungsexperte das dann auch so sehen wird…

    Generell sehe ich in den letzten Jahren im Umdenken seitens Strassenverkehrsamt, der allgemeine Trend zu unrestaurierten, originalen Oberflächen wird mehr und mehr akzeptiert.

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