In den 1950er Jahren gehörten sie zu Hamburg wie Michel und Hafen – die Spielplatzautos in Hagenbecks Tierpark. Wer mit der Straßenbahn zu Hagenbeck fuhr, konnte gleich beim Aussteigen das dünne Zweitakt-Knattern hinter der hohen Hecke vernehmen. Dort zogen die kleinen Renner des Hamburger Konstrukteurs Cuno Bistram auf einer ovalen Bahn ihre Runden. In der kargen Nachkriegszeit waren sie die Attraktion.

Seit 2012 beherbergt das Museum der Arbeit vier so genannten „Cuno Bistram Autos“ von 1949. Seit Schließung der Bahn in der 1960er Jahren galten die „Kinderennwagen“, die den legendären „Silberpfeilen“ nachempfunden sind, als verschollen. Nach über 50 Jahren konnten vier von ihnen von Arno Becker aufgestöbert und vor der endgültigen Verschrottung gerettet werden, eine Sensation für die Hamburgensien-Freunde und Oldtimerfans, ein Glück für das Museum der Arbeit. Unter Regie des Museums wird dieser einmalige Schatz nun schonend restauriert.

Bei der Erhaltung der Spuren an den Fahrzeugen sollen verschiedene Endzustände angestrebt werden- je nach Erhaltungszustand der im Betrieb arg genutzten Fahrzeuge. Nikolas Aichele, Projektleiter von yourmove: “Wir haben uns darauf verständigt, die einmalige historische Chance zu ergreifen, an den fünf gleichartigen Fahrzeugen verschiedene Erhaltungsziele zu erproben und miteinander zu vergleichen.”

  • Fahrzeug A verbleibt im “Scheunenfundzustand”
  • Fahrzeug B wird restauratorisch konserviert
  • Fahrzeug C wird teilrestauriert
  • Fahrzeug D vollrestauriert nach handwerklichen Herstellungsmöglichkeiten von 1948
  • Fahrzeug E wird einer Vollrestaurierung nach heutigen Möglichkeiten unterzogen

Mehr Infos dazu gibts beim Museum der Arbeit in Hambug.

Ein weiterer Cuno Bistram wurde im Rahmen der RM Auktion der Bruce Weiner Sammlung letztes Jahr für $ 19’900.-versteigert. Ein Auszug aus dem Aktionstext:

This highly original Cuno Bistram was a very well-constructed one-off from Hamburg. The name is the designer/constructor’s, about whom little is known, apart from the fact that the Bistram family was influential and well-known in Hamburg. He must have been a capable engineer, as the quality of workmanship is very high, both in the level of design and the superb metalworking skills in evidence.

The car takes the form of a monoposto racing car, but it was, apparently, simply intended as a personal runabout, built simply for the joy of building it rather than to some specific purpose.

The complex sliding pillar suspension and beautifully-shaped custom fuel tank fitting into the compound-curved tail are examples of the fine craftsmanship seen throughout. Bistram followed the principle of weglassen, meaning “leave it off if it’s not necessary.” This extends to the leaving-off of a starter motor. Starting means turning the ignition on, lifting the tail cover to tickle the carb, and giving the kick lever on the outside left rear a dab. The motor lights up easily, and one is soon enjoying the passing scenery accompanied by the pleasant burble of a period two-stroke.

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