Bericht und Bilder aus dem Wohlener Anzeiger vom 7. Mai 2002

Das internationale Microcar-Treffen in Wohlen hat Bewunderung ausgelöst und war ein riesiger Erfolg.
Die Exkusivität der kleinen Autos, die eingespielte Organisationstruppe, die Qualität und die Vielfalt. Dies sind die Komponenten, warum das Micro-Car-Treffen in Wohlen viel Bewunderung, Begeisterung und Interesse ausgelöst hat. Ein besonderer Event voller Anziehungspunkte. Auch wenn sie sehr winzig sind, kann man hierzulande einen Micro-Car ab und zu erhaschen. Denn Liebhaber dieser nostalgischen Kleinstautos gibt es in der Region einige. Wenn jedoch eine kleine Invasion dieser Nachkriegsmodelle die Strassen bevölkert, dann ist Micro-Car-Treffen. Nun zum siebten Mal innert 26 Jahren, stets mit der gleichen Organisationstruppe, mit demselben Austragungsort und stets mit internationalem Touch. Wohlen, das Mekka der Micro-Cars.

Geschichtsstunde, Kultur, Spass und „Gwunder“
Die verschiedensten Modelle der Marken Messerschmitt, Heinkel, Goggomobil, Kroboth, BMW Isetta oder Fiat 500 erzählen alle eine eigene Geschichte. Sie dokumentieren jedoch alle das Gleiche. Die Ära des Wirtschaftswunders in Nachkriegseuropa, als die billigen Fortbewegungsmittel entstanden sind. Heute sind fast alle Modelle unverkäuflich. Darum ist es absolut nachvollziehbar, wenn OK-Präsident Bernhard Täschler davon spricht, dass ein Micro-Car-Treffen gleichzeitig Geschichtsstunde und ein Stück Kultur ist, und Spass und gestillter „Gwunder“ dazu. Dank der beider Ausfahrten – am Samstag Richtung Lenzburg und am Sonntag über Waltenschwil, Bünzen, Boswil, Kallern und Sarmenstorf bis ins Seetal – hat ein grosser Teil der hiesigen Bevölkerung praktisch vor der Haustür einen interessanten Blick von den „Mini-Autos“ erhaschen können. Fast aus ganz Europa kamen die Micro-Car-Piloten angetuckert, vernehmlich aus Deutschland und der Schweiz. Fünf Besucher reisten sogar extra aus Amerika an, um das Spektakel ja nicht zu verpassen. „Die waren hell begeistert, das hat mich auch persönlich sehr gefreut“, so der OK-Präsident.

Gemeinde hat ausgeholfen
Nur ganz wenige der 150 angemeldeten Teilnehmer haben sich vom schlechten Wetter abhalten lassen, 140 sind trotz Dauerregen am Freitag und Samstag nach Wohlen gekommen. Und dank der spontanen und perfekten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wohlen fand man trotzdem ein trockenes Plätzchen für alle. Dank dieser Unterstützung konnte kurzfristig das Programm leicht umgestellt und dem Regen ein wenig ausgewichen werden. Die Gemeinde stellte den Organisatoren die Tiefgarage der Hofmattenanlage zur Verfügng, und so konnten alle Schmuckstücke ohne störendes Nass von oben bestaunt werden. „Das war sehr grosszügig“ schwärmte OK-Präsident Bernhard Täschler. Eine zweite Gelegenheit zur grossen Show der kleinen Fahrzeuge hat sich dann noch am Sonntag auf dem Schüwo-Areal nach der abschliessenden Rally geboten. Bernahard Täschler hätte übrigens noch weit mehr Autos zulassen können. Den Fiat 500 hätte er mit Leichtigkeit bis zu 300 Mal auf die Liste nehmen können. Aber beim Wohler Micro-Car-Treffen soll nicht die Quantität im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Qualität. Die Vielfalt und die technischen Finessen an den Autos seine so gross gewesen wie noch nie, so Täschler. „Das ist einmalig für ganz Europa“.

Markenzeichen, Erfolgsrezept und viel Lust
Dass es im gesamten europäischen Raum keinen vergleichbaren Anlass gibt, kann der OK-Chef bestätigen. Er ist selbst Besitzer eines Messerschmitts und hat schon manches Treffen besucht. Die Einzigartigkeit der Veranstaltung von Wohlen hat jedoch seine Gründe. „Wir machen uns rar, sind generös und verlangen kein Startgeld und legen Wert auf schöne, gepflegte Autos – das sind unsere Markenzeichen“. Gerade deshalb, weil das Micro-Car-Treffen nur alle vier Jahre durchgeführt wird, steigen in der Zwischenzeit jeweils das Interesse der Bevölkerung und die Lust auf einen nicht alltäglichen und besonderen Event stetig. So gesehen kann man nur hoffen, dass sich die Veranstalter durchringen können, auch im Jahr 2006 die achte Auflage des beliebten Anlasses steigen zu lassen. Denn sicher sei in der Zwischenjahren jeweils nichts, sagt Täschler, und wenns ans Planen gehe, sei die Organisationstruppe prompt einstimmig dafür. Auch das ist eben ein Markenzeichen: die eingespielte, tatkräftige Truppe. Es habe während der drei Tage nicht ein einziges Schimpfwort gegeben, freute sich Bernahrd Täschler, „Bei uns ist jede Person am richtigen Ort. Auch das ist eine Erfogsrezept“.

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