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Beiträge mit dem Schlagwort Sachs

Operation geglückt!

Operation geglückt!

Am Messerschmitt-Treffen in Bad Wörishofen zeigte sich der Belcar von seiner besten Seite. Alle Ausfahren konnten pannenfrei absolviert werden und der Wagen lief von Tag zu Tag besser, die neue Düsenabstimmung hatte gewirkt.

Als sich am Samstag am frühen Abend nochmals die Sonne zeigte, wollte ich mit Frank eine kurze Proberunde drehen. Schon auf den ersten Metern auf der Hauptstrasse hatte ich das Gefühl, dass die Kupplung schleift und rund hundert Meter später ging gar nichts mehr. Der Motor lief aber der Wagen bewegte sich nicht von der Stelle.

Freundlicherweise hielt gleich ein Wagen, der uns zurück ins Reitzentrum schleppte. Die letzten Meter schoben wir den Wagen zum Hänger und luden gleich auf – im Moment war da nichts zu machen.

Einige Tage später ging ich der Sache auf den Grund. Das Problem war schnell gefunden, das Antriebsritzel hatte sich gelöst und den Keil auf der Hauptwelle abgeschert.

Belcar - Antriebsritzel

Um beim Belcar den Motor rauszunehmen, braucht es viel Zeit und gute Laune – Reparaturfreundlichkeit hatte im Pflichtenheft von Grünhut damals wohl keinen Platz mehr gefunden…

Nach zwei Stunden lag der Motor auf dem Tisch. Ich konnte Ritzel und Kettenkasten demontieren um das Ausmass des Schadens einzuschätzen. Um die Hauptwelle zu wechseln muss der ganze Motor demontiert werden, dass wollte ich wenn möglich verhindern. Da die Keilbahn in Ritzel und Achse unbeschädigt war, entschied im mich, Welle und Ritzel mit Ventilschleifpaste einzuschleifen so das wieder ein tragfähiger Konus entstand.

Belcar Antriebswelle

Als nächstes nahm ich mir die Elektrik vor – teilweise leuchtete die Ladekontrollleuchte auch bei Halbgas. Ich demontierte den Glockenanker und reinigte die Kohlehalter, da war schon wieder sehr viel Kohlestaub was zu einer Überbrückung der Isolation führen kann. Nach Reinigung und Entfettung zeigte das Ohmmeter keinen Wert mehr an. In Bad Wörishofen kaufte ich einen elektromechanischen Regler den ich nun ins bestehende Siba-Gehäuse einbaute. Geht eigentlich ganz einfach, allerdings müssen dabei die fest vernieteten Spulen rausgebohrt und Kontakte abgeflext werden – ein Rückbau auf das Original ist leider nicht möglich.

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Der Zusammenbau ging problemlos aber sehr langsam voran. Eine erste Probefahrt hoch zum Dolder verlief bestens und ich bin guter Dinge dass die Achse hält.

Fahrbericht !

Fahrbericht !

Erstmals seit knapp 50 Jahren fuhr der Belcar wieder auf schweizer Strassen!

Nach den ersten Kilometern kann ich dem Wagen einen gewissen Fahrkomfort nicht absprechen.

Es sitzt sich gemütlich auf einer durchgehenden, wenn auch nicht exzessiv gepolsterten Sitzbank, die für drei Personen genügend Platz bietet.  Das Lenkrad liegt gut in der Hand, das Handling ist einwandfrei und sehr leichtgängig – steht einer heutigen Servolenkung um nichts nach! Die Bremsen verzögern den Wagen ausreichend. Die Handbremse funktioniert, ist allerdings etwas ungünstig angeordnet.

Das Komfort-Highlight ist allerdings die Federung – man schwingt wie in einem amerikanischen Strassenkreuzer über die Strassen. Wie sich die sehr weiche Federung bei Höchstgeschwindigkeit bewährt wird sich noch zeigen.

Geschaltet wird wie beim Messerschmitt – allerdings sitzt der Schalthebel links. Einzig die Bedieung des Benzinhahns ist etwas umständlich da nur bei geöffneter Motorhaube zugänglich. Da habe ich mir die Freiheit genommen, ein elektrisches Ventil in den Schlauch einzubauen das bei Betätigung der Zündung öffnet.

Die Übersetzung nicht optimal. Ich kann mir nicht vorstellen, das dies so ab Werk verbaut war, ausser der Wagen ist für den Einsatz in einer Bergregion modifiziert worden. Da muss ich wohl noch etwas Rechnen und ein passenderes Zahnrad anfertigen…

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Sieht doch schon wie ein richtiges Auto aus…

Sieht doch schon wie ein richtiges Auto aus…

Nach langen Monaten des Demontieren, Reinigen, Reparieren, Recherchieren, etc. nimmt der Zusammenbau des Fahrzeuges langsam Gestalt an. War aber auch Zeit, schliesslich muss das „Motivationskonto“ auch wieder aufgefüllt werden.

Ein Blick auf ein fast fertig zusammengebautes Fahrzeug macht einfach viel mehr Spass !

Belcar - Heckansicht

Die Elektronik machte bisher wenig Sorgen, bis auf die Hupe und den Reservegeber im Tank sind alle Komponenten noch heil – sogar die Glühbirnen leuchten noch. Wie bereits erwähnt, habe ich eine neue Verkablung durch die alten Bougierohre gezogen was natürlich nicht immer ganz einfach war, aber wer will es schon einfach haben. Jedenfalls ist alles Verkabelt und sieht so aus, wie es damals vom Werk kam.

Jetzt stehen noch die Abschlussarbeiten und eine sorgfältige Reinigung der Karosse und Zierleisten an. Ich freue mich schon auf die erste Proberunde und bin gespannt wie sich der Wagen fährt. Die Stossdämpfer vorne und hinten sind sehr weich, ob dies nur dem Alter geschuldet ist oder zur konfortablen Abstimmung des Fahrwerkes gehört werden wir sehen…

Belcar - Innen

Belcar - Motor & Tank

Belcar Motor

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Belcar – Motor eingebaut…

Belcar – Motor eingebaut…

Es war ein weiter Weg zurück…

Nachdem das rohe Chassis mit der Karossiere verschraubt war, ist die erste Euphorie schnell entschwunden. Kaum ein Teil der Vorder- und Hinterrad-Aufhängung liess sich ohne „Fluchen“ montieren. Wieder ein Indiz auf die fehlende Erfahrung einer Serienproduktion, die Firma Grünhaut hatte damals versucht möglichst einfach ein lauffähiges Fahrzeug auf die Strasse zu bringen – Dinge wie Reparaturfreundlichkeit standen definitiv nicht im Pflichtenheft.

Beim Motor spielte sich dasselbe Leid ab, zusätzlich kam noch das Gewicht des Motors mit montiertem Kettenkasten hinzu. Nun genug gejammert, das Ganze soll ja die nächsten Jahre am Stück bleiben und weitere Demontagen / Montagen sind nicht vorgesehen 🙂

Belcar - Motor

Belcar - Motor

Belcar - Motor

Als nächstes steht die ganze Verkablung an. Für den neuen Kabelbaum werde ich mich am Messerschmitt Schema orientieren und zusätzlich eine Masse-Leitung verlegen. Ein weiterer Unterschied zum Messerschmitt Schema ist der Tankgeber für die Reserve-Anzeige.

Es scheint so, als sei vor Jahren ein Schwimmer im Röhrchen beheimatet gewesen, ist aber in der Zwischenzeit alles weggerostet. Am einfachsten wäre natürlich ein neues Ersatzteil, bisher habe ich aber noch nicht herausgefunden, wo dieser Tankgeber sonst noch verwendet wurde. Bin da um jeden Tipp dankbar.

Belcar - Tankgeber, Reserveschalter

Belcar – erste Probefahrt

Belcar – erste Probefahrt

Mal schnell die Räder montiert, das Chassis aus der Garage gestossen und los gehts! Man glaubt es kaum, aber der Motor ist tatsächlich beim ersten Versuch angelaufen – etwas laut, da die Aufpuffdichtung noch nicht montiert ist aber der typische Sachs 2-Takt Sound…

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Nun, da der Motor läuft und die Bremsen funktionieren werde ich das Chassis wieder soweit demontieren damit die Karosserie aufgesetzt werden kann. Als nächstes steht dann die Verkablung an – ähnlich dem Motto „alter Wein in neuen Schläuchen“ werde ich neue Kabel in die alten PVC Hüllen verlegen. Obwohl der Kabelbaum eigentlich gut und unverbastelt aussieht ist mir das Risiko, die alte Verkablung zu verwenden zu gross.

Klappt alles wie geplant, sieht der Belcar schon bald wieder wie ein richtiges Auto aus…

 

Belcar – Motor eingebaut !

Belcar – Motor eingebaut !

Da die Belcar-Technik doch einige Überraschungen auf Lager hat, habe ich mich entschieden das Chassis komplett mit Motor und Verkablung aufzubauen und natürlich auch zu testen bevor die Karosserie montiert wird. Nachdem die Bremsen und Vorderradaufhängung an Ihrem Platz sind, habe ich mich mit dem Motor beschäftigt. Gemäss Aussage des Vorbesitzers ist der ca. 1970 noch bestens gelaufen und ein erster Blick auf Zündung, Kolben und Glockenanker lassen daran nicht Zweifeln. So ging es darum, alles zu Reinigen, eine neue Primärkette einzubauen, die Kupplungsbeläge zu wechseln und der Lichtmaschine neue Kohlen zu spendieren.

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Ich muss schon sagen, der Wechsel der Primärkette war eine echte Herausforderung. Zuerst musste ich einen Halter für die verzahnte Hülse herstellen um die Schraube zu lösen – dann habe ich versucht die Hülse abzuziehen – zuerst erfolglos. Später nach kurzer Rückfrage im Messerschmitt-Forum nahm ich den Glockenanker-Abzieher aus der Schublade, der bietet auf der einen Seite ein Gewinde dass sich in die Hülse eindrehen lässt. So konnte ich die Hülse abziehen, das nächste Hindernis war der Kupplungskorb – mit dem Universalabzieher und etwas „schmakes“ löste sich der Korb. Ist mal alles weg, wechselt sich die Kette fast von alleine. Beim Zusammenbau wurden gleich noch neue Kupplungsbeläge, Simmeringe und eine neue Dichtung eingebaut.

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Danach stand die andere Seite im Fokus des Geschehens. Die Platte mit dem Tachosaiten-Antieb wurde eingebaut.

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Die Hinterradachse provisorisch montiert, damit das Kettenspiel eingestellt werden kann. Ist alles eingestellt, können die Bremsankerplatte verschraubt und die Bremsbeläge und Trommel eingebaut werden. Der Kettenkasten ist ein ziemlich rudimentäres Stück Ingenieurskunst, ich kann mir nicht vorstellen, wie da früher das Oel drin bleiben sollte – ich werde auf jedenfall Fliessfett verwenden.

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So, nun ist die Einheit mit Motor und Schwinge im Fahrgestell.

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Das geübte Auge erkennt die typische Blackbox von Siba, wie sich auch im frühen KR200 verwendet wurde. Der Luftfilter unterscheidet sich bei der Befestigung vom Karo-Typ.

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Um dem Vergaser was gutes zu tun, habe ich die dicke Dichtung und das Abschirmblech verbaut. Interessanterweise hat der Motor kein Typenschild sondern eine eingestanzte Motornummer – die so auch im Fahrzeugausweis vermerkt ist.

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Messerschmitt-Motor wieder eingebaut

Messerschmitt-Motor wieder eingebaut

Es hat wirklich lange gedauert, bis der Motor an seinen Platz zurückgekehrt ist – aber andere Dinge waren einfach wichtiger. Egal, nun ist alles wieder am Platz und nun schaltet es sich auch wie erwartet. So macht Messerschmitt fahren noch mehr Spass. Ich hatte ganz vergessen, wie flink diese kleinen Wägelchen eigentlich sind.

Hier gehts zum Beitrag der „kleinen Zerlegung“…

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KR200 Motor – kleine Zerlegung!

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

Seit ich meinen KR200 habe, hat mir die Schaltung wenig Freude bereitet. Runterschalten ging gut, aber beim Hochschalten hatte ich grosse Mühe die Gänge reinzubringen. Nach allerlei guten Tips wie man den Teleflex einstellt und Einbau eines Schaltgestänges, ohne irgendwelche Verbesserung habe ich nun den Motor ausgebaut um der Sache auf den Grund zu gehen.

Da für die Zerlegung des Sachs-Motors einige Spezialwerkzeuge notwendig sind, bin ich zu Clubkollege Heinz in die Ostschweiz gefahren. Heinz hat gut 40-Jahre Messerschmitt Erfahrung und fast noch wichtiger – er ist sehr nett und hilfsbereit…

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Kaum war der Glockenanker demontiert, zeigte sich schon die erste Problemstelle, zwei Kabel der Kohlen waren durchgescheuert, da hatte ich die Kabel beim Ersatz der Kohlen falsch verlegt. Noch schnell das Zahnrad mit Spezialabzieher vom Konus gelöst und wir konnten uns der Kupplungsseite zuwenden.

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Auch hier sind zwei Spezialwerkzeuge nötig um Kupplung und Korb zu demontieren. Ist man soweit, kann das Gehäuse geteilt werden – vorsichtig und mit leichtem Druck auf die Wellen, damit diese schön in Ihrer Gehäuseseite bleiben.

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Ein erster Blick auf die Zahnräder verriet, dass hier keine Probleme zu erwarten waren. Schliesslich hatte ich auch nie Schwierigkeiten mit dem klassischen „rausfallenden“ 4-Gang, ein beliebtes Karoproblem, dass durch die knappe Verfügbarkeit von guten Zahnrädern zu schlaflosen Nächten führen kann. Bei der Inspektion der Schaltungsteile zeigte sich schnell, dass beim letzten Zusammenbau des Motors, irgendwann in den 80-iger Jahren ein Fehler unterlaufen war. Die Schaltraste war nicht in der vorgesehenen Lasche eingehängt. Erstaunlich, dass ich so überhaupt schalten konnte.

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Solche Fehler machen mir Spass! Einfach zu finden, eindeutig in der Ausprägung und ohne Einsatz von Geld und langwierigen mechanischen Arbeiten lösbar. So haben wir alles korrekt montiert und die Einstellung wie vom Karotipp vorgegeben durchgeführt.

Beim Zusammenbau setzten wir eine neue Dichtung vom Club ein, die leider ca. 0,1mm dicker als die Originaldichtung ist – dadurch mussten die Distanzscheiben von Kurbel-, Neben- und Hauptwelle angepasst werden. Aktuell bietet der Club keine Distanzscheiben mehr an, glücklicherweise hatte Heinz noch einige auf Reserve.

Nun bleibt noch etwas Restarbeit, bis der Motor wieder zurück in den Wagen finden kann, aber ich bin sehr zuversichtlich, in Zukunft ohne Probleme Schalten zu können.

Nochmals ganz herzlichen Dank an Heinz und Conny für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe, sowas ist nicht selbstverständlich!

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