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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Beiträge mit dem Schlagwort Messerschmitt

Teures Werkzeug

Teures Werkzeug

Im Zeitalter von Bauhaus, OBI oder Jumbo kommt Werkzeug in der Regel aus Fernost und kostet im Set weniger als früher für ein einzelnen Schlüssel oder Schraubenzieher zu bezahlen war, was natürlich auf die Qualität dieser Werkzeuge niederschlägt.

Deshalb macht es durchaus Sinn, altes Werkzeug auf Märkten einzukaufen und sich an der guten alten Qualität zu erfreuen. Oft vergisst man, dass unsere Oldtimer bereits ab Werk mit einem Werkzeugset ausgeliefert wurden.

Ein solches Werkzeugset für den Messerschmitt KR200 wird aktuell angeboten.

Sieht schon toll aus – so in Leder gebunden und mit den Hersteller-Prägungen auf den Schlüsseln. Der Ausrufpreis liegt bei € 750.- da muss der gemeine Karofahrer schon mal Schlucken…

Belcar – Motor eingebaut !

Belcar – Motor eingebaut !

Da die Belcar-Technik doch einige Überraschungen auf Lager hat, habe ich mich entschieden das Chassis komplett mit Motor und Verkablung aufzubauen und natürlich auch zu testen bevor die Karosserie montiert wird. Nachdem die Bremsen und Vorderradaufhängung an Ihrem Platz sind, habe ich mich mit dem Motor beschäftigt. Gemäss Aussage des Vorbesitzers ist der ca. 1970 noch bestens gelaufen und ein erster Blick auf Zündung, Kolben und Glockenanker lassen daran nicht Zweifeln. So ging es darum, alles zu Reinigen, eine neue Primärkette einzubauen, die Kupplungsbeläge zu wechseln und der Lichtmaschine neue Kohlen zu spendieren.

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Ich muss schon sagen, der Wechsel der Primärkette war eine echte Herausforderung. Zuerst musste ich einen Halter für die verzahnte Hülse herstellen um die Schraube zu lösen – dann habe ich versucht die Hülse abzuziehen – zuerst erfolglos. Später nach kurzer Rückfrage im Messerschmitt-Forum nahm ich den Glockenanker-Abzieher aus der Schublade, der bietet auf der einen Seite ein Gewinde dass sich in die Hülse eindrehen lässt. So konnte ich die Hülse abziehen, das nächste Hindernis war der Kupplungskorb – mit dem Universalabzieher und etwas „schmakes“ löste sich der Korb. Ist mal alles weg, wechselt sich die Kette fast von alleine. Beim Zusammenbau wurden gleich noch neue Kupplungsbeläge, Simmeringe und eine neue Dichtung eingebaut.

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Danach stand die andere Seite im Fokus des Geschehens. Die Platte mit dem Tachosaiten-Antieb wurde eingebaut.

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Die Hinterradachse provisorisch montiert, damit das Kettenspiel eingestellt werden kann. Ist alles eingestellt, können die Bremsankerplatte verschraubt und die Bremsbeläge und Trommel eingebaut werden. Der Kettenkasten ist ein ziemlich rudimentäres Stück Ingenieurskunst, ich kann mir nicht vorstellen, wie da früher das Oel drin bleiben sollte – ich werde auf jedenfall Fliessfett verwenden.

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So, nun ist die Einheit mit Motor und Schwinge im Fahrgestell.

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Das geübte Auge erkennt die typische Blackbox von Siba, wie sich auch im frühen KR200 verwendet wurde. Der Luftfilter unterscheidet sich bei der Befestigung vom Karo-Typ.

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Um dem Vergaser was gutes zu tun, habe ich die dicke Dichtung und das Abschirmblech verbaut. Interessanterweise hat der Motor kein Typenschild sondern eine eingestanzte Motornummer – die so auch im Fahrzeugausweis vermerkt ist.

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88DTO – Tiger mit Renngeschichte zu verkaufen…

88DTO – Tiger mit Renngeschichte zu verkaufen…

Soeben im Lotto gewonnen? Nein – dann besser nicht weiterlesen 🙂

Messerschmitt TG500 Tiger – competition car 88DTO For Sale (1958)

Der erst im August verkaufte Tiger – 88DTO soll nun einem neuen Besitzer Freude bereiten. Warum der Tiger nach 2 Monaten schon wieder auf dem Markt ist ? Geht wohl nur um die $$$, oder der aktuelle Besitzer muss die Hypothek bezahlen – egal nun ist er wieder zu haben.

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So sieht es der Verkäufer:

Available for sale is perhaps the greatest of all Messerschmitt TG500’s. Ken Piper of Testwood Motor’s unique 1958 racing Tiger – 88DTO

Just 18 Tiger’s were imported officially into the UK from an extremely low production run. The Messerschmitt Tiger needs no introduction as the ultimate microcar both then and now.

88DTO was successfully raced and rallied in period by Mr Piper but then then disappeared without a trace. Thought lost forever believed scrapped, ‚DTO was discovered in the early 70’s somewhat worse for wear after its life of competing. Happily it survived the 50’s/60’s complete and intact and is now available in A1 restored condition for the discerning collector who values provenance and a Tiger’s sensational styling and sheer road presence like no other.

A comprehensive history file accompanies the Tiger with many in period photos/articles of 88DTO being campaigned in the late 50’s.

A Tiger auctioned in 2013 by RM achieved a rather modest £210,000 which serves to illustrate how desirable and revered these charming machines are. Needless to say this car should prove to be a sound investment for the next lucky custodian of 88DTO.

http://www.rmsothebys.com/bw13/the-bruce-weiner-microcar-museum/lots/1958-fmr-tg-500-tiger/1057258

Sensible offers are invited for this historically significant machine.

The car is available for inspection outside of office hours in London W11.

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besonders gut gefällt mir der Hinweis auf die Bruce Weiner Versteigerung wo ein anderer Tiger die eher bescheidene Summe von £ 210k erreicht hat. Keine Ahnung, in welchen Sphären der Verkäufer schwebt, aber so Bescheiden scheint mir diese Summe nicht.

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Für alle Lottogewinner, hier gehts zum Angebot…

Mivalino – auf Pump kaufen…

Mivalino – auf Pump kaufen…

Was heute ganz normal erscheint und auch von vielen Leuten gemacht wird, war damals wohl eher die Ausnahme.

Ratenkauf für den Mivalino

Wie auf dem Schriftstück zu sehen ist, kann man den Mivalio auch in Raten à 50’000 lira abzahlen. Kostet etwas mehr, aber wer sieht schon ob der Wagen im Besitz des Fahrers oder der Bank ist, wenn man mit einem lächeln im Gesicht durch die Strassen braust.

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Walenstadt 2015 – erste Rückschau

Walenstadt 2015 – erste Rückschau

Perfektes Wetter, tolles Programm, viele Fahrzeuge!

Berichte aus der Zeitung Sarganserländer:

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Messerschmitt Wrack…

Messerschmitt Wrack…

Schönes Bild ! Noch etwas Arbeit, aber ein 55-iger Karo muss einfach gerettet werden.

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Nun, fast 7 Jahre später sieht der Wagen so aus – Respekt!

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Kleinwagengeschichten: KR200, 1957

Kleinwagengeschichten: KR200, 1957

Geschichte
Damals sah man die Karos noch auf der Strasse umherfahren. Die Produktion wurde erst sieben Jahre zuvor eingestellt. Wir sind im Jahr 1971. Heinz, dem der Karo schon immer gefallen hat, schiebt soeben sein erstes Exemplar heim. Für 20 Franken mit Ersatzmotor. Für den damaligen Stift viel Geld. Aber das Glück währt nicht lange, denn die Plexiglashaube geht an der Teppichstange im Hof in Stücke. Doch Ersatz ist schnell gefunden. Der Messserschmitt wird Grün angestrichen, zusätzlich ziert eine ‚Stones‘ Zunge die Front. Ab 18 wird die Fahrerei mit dem Führerschein legalisiert. Ab da war der Karo nicht mehr zu halten. Jedes Jahr Skiferien, Sommerferien im Tessin und ein Besuch des GP von Monza mit drei Karo’s. Bis zu Heinzens 24 Geburtsjahr sein einziges Fahrzeug.

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80-iger Jahre
Heinz’s Freundin Conny geht für 1 Jahr ins Tessin. Schnell ist ein zweiter Karo gefunden. Einer ist bei Conny im Tessin, der zweite pendelt zwischen Zürich und Tessin. 1979-81 bereisen Heinz und Conny Nord und Südamerika. Zur Finanzierung wird der zweite Karo wieder verkauft. Kaum zurück wird der Karo 1982 vollständig renoviert. Wieder grün, diesmal allerdings aus der Spritzpistole. Es kommen noch einige Karo’s dazu. Auch das eine oder andere Ersatzteil, original Werkzeug und Literatur finden sich bei Heinz ein. Der Höhepunkt ist ein selbstgebauter Motorenprüfstand.

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Aktuell
Doch Heinz bleibt seinem ersten Karo treu. Zur Finanzierung einer Restauration werden alle anderen Karo’s verkauft. Nach so vielen Jahren Erfahrung wird der Karo perfekt, diesmal in Pastellblau. Aus einem zweiten Einstieg wird ein Sportaufbau angefertigt, der schnell und problemlos dem Plexidach weichen kann. Einfach den Draht aus dem Scharnier ziehen!!
Ein Probefahrt von Autor und Fotograph bestätigen einhellig: muss ich auch haben !!!

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Heinz Kronauer, Degersheim

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

Seit ich meinen KR200 habe, hat mir die Schaltung wenig Freude bereitet. Runterschalten ging gut, aber beim Hochschalten hatte ich grosse Mühe die Gänge reinzubringen. Nach allerlei guten Tips wie man den Teleflex einstellt und Einbau eines Schaltgestänges, ohne irgendwelche Verbesserung habe ich nun den Motor ausgebaut um der Sache auf den Grund zu gehen.

Da für die Zerlegung des Sachs-Motors einige Spezialwerkzeuge notwendig sind, bin ich zu Clubkollege Heinz in die Ostschweiz gefahren. Heinz hat gut 40-Jahre Messerschmitt Erfahrung und fast noch wichtiger – er ist sehr nett und hilfsbereit…

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Kaum war der Glockenanker demontiert, zeigte sich schon die erste Problemstelle, zwei Kabel der Kohlen waren durchgescheuert, da hatte ich die Kabel beim Ersatz der Kohlen falsch verlegt. Noch schnell das Zahnrad mit Spezialabzieher vom Konus gelöst und wir konnten uns der Kupplungsseite zuwenden.

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Auch hier sind zwei Spezialwerkzeuge nötig um Kupplung und Korb zu demontieren. Ist man soweit, kann das Gehäuse geteilt werden – vorsichtig und mit leichtem Druck auf die Wellen, damit diese schön in Ihrer Gehäuseseite bleiben.

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Ein erster Blick auf die Zahnräder verriet, dass hier keine Probleme zu erwarten waren. Schliesslich hatte ich auch nie Schwierigkeiten mit dem klassischen „rausfallenden“ 4-Gang, ein beliebtes Karoproblem, dass durch die knappe Verfügbarkeit von guten Zahnrädern zu schlaflosen Nächten führen kann. Bei der Inspektion der Schaltungsteile zeigte sich schnell, dass beim letzten Zusammenbau des Motors, irgendwann in den 80-iger Jahren ein Fehler unterlaufen war. Die Schaltraste war nicht in der vorgesehenen Lasche eingehängt. Erstaunlich, dass ich so überhaupt schalten konnte.

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Solche Fehler machen mir Spass! Einfach zu finden, eindeutig in der Ausprägung und ohne Einsatz von Geld und langwierigen mechanischen Arbeiten lösbar. So haben wir alles korrekt montiert und die Einstellung wie vom Karotipp vorgegeben durchgeführt.

Beim Zusammenbau setzten wir eine neue Dichtung vom Club ein, die leider ca. 0,1mm dicker als die Originaldichtung ist – dadurch mussten die Distanzscheiben von Kurbel-, Neben- und Hauptwelle angepasst werden. Aktuell bietet der Club keine Distanzscheiben mehr an, glücklicherweise hatte Heinz noch einige auf Reserve.

Nun bleibt noch etwas Restarbeit, bis der Motor wieder zurück in den Wagen finden kann, aber ich bin sehr zuversichtlich, in Zukunft ohne Probleme Schalten zu können.

Nochmals ganz herzlichen Dank an Heinz und Conny für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe, sowas ist nicht selbstverständlich!

KR200, mal etwas anders…

Die Fantasie treibt doch manchmal seltsames Spiel – vor allem wenn man die Dinge im Nachhinein betrachtet. Anders ist kaum zu erklären, wie jemand einen Messerschmitt opfert um daraus einen Seitenwagen-Eigenbau zu realisieren. Da steckt wirklich viel Arbeit drin – vermutlich hatte man in der Zeit auch den Messerschmitt wieder fahrtauglich machen können.

Hier gehts zur eBay Auktion

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Das wäre Ihr Preis gewesen…

Ja, diesmal war etwas zu langsam…

Vor ca. zwei Wochen traf ich an einem Bergrennen Clubkollege Bernhard. Zwischen allerlei Fachsimpeln sprach er von einen KR200 der die letzten 35 Jahre gestanden war und er nun kaufen konnte. Der Karo sollte am Markt in Roggwil einen neuen Besitzer finden. Da ich bereits letzten Oktober einen KR200 aus 40-ig jährigem Dornröschenschlaf wecken konnte, freute ich mich über den Fund von Bernhard fragte aber nicht mal nach, was der Wagen denn kosten sollte.

Einige Tage später frage ich nach und bekam auch einige Fotos des Wagens. Sah ganz gut aus und günstig war auch, vor allem wenn man bedenkt dass für diesen Betrag auch schon KR200 mit völlig durchgerosteten Karrossen auf eBay verkauft wurden. Also sendete ich die Fotos an einige Kollegen die schon lange einen KR200 suchten.

Wie üblich, wenn es dann soweit ist – will natürlich niemand mehr einen Karo!
Ich freue mich schon auf Ihr Gejammer, dass sie diese Gelegenheit verpasst haben…

Dann packte mich doch das Interesse und ich vereinbarte mit Bernhard einen Termin – im Wissen, dass am selben Tag noch weitere Leute den Karo besichtigen werden. Als ich vor die Halle kam, sah ich schon einige bekannte Gesichter alle mit einem Bier in der Hand, da war mir schon klar, dass ich zu spät kam…

Nun hat ein langjähriges Mitglied des Microcar-Treffens in Wohlen den Wagen – da ist er in den richtigen Händen und ich bin mir sicher Er wird seine Freude daran haben.

Es handelt sich um einen sehr frühen 55-iger mit Schlitzen auf dem Heck und dem dreiteiligen Hinterrad-Kotflügel. Klar, einige Details stimmen nicht, dafür stimmte das wichtigste Detail – der Preis.

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