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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Beiträge mit dem Schlagwort KR200

fertig geputzt !

fertig geputzt !

Seit Dezember letzten Jahres steht ein 63-iger Karo in meiner Garage. Wie immer versuche ich die Oberflächen des Wagens so original wie möglich zu lassen, was doch viel Handarbeit mit Reinigungsmittel und verschiedenen Pollierpasten mit sich bringt. Manch einer wird sich beim Anblick des Kotflügel fragen – was es denn da zu polieren gibt – nach Strahlen und Lackieren glänzt dass doch eh – aber mir gefällt die originale Farbe und neu lackierte Karo’s gibts ja nun wirklich genug.

Wobei man sagen muss, dass die beiden Kotflügel verglichen mit dem Rest des Wagen schon sehr mitgenommen aussehen. Mal schauen, wie das wirkt wenn der Wagen wieder fertig montiert ist, vielleicht muss da und dort noch etwas mit Airbrush korrigiert werden.

Einige Probleme bereiten mir die Haubengummis – einer fehlt komplett und andere sind durch die Lage der letzten 40-iger Jahre gefaltet. Nun habe ich die Gummis erwärmt und beschwert, ich hoffe sie auf diese Art wieder hinzukriegen oder irgendwoher bessere originale zu bekommen.

 

Als nächstes stehen die Seitenverkleidungen an, Sitze und die restlichen Interieur Teile sind schon gereinigt und montiert. Dann steht einer richtigen Probefahrt nichts mehr im Weg – der Motor läuft und das Getriebe schaltet – habe ich schon ausprobiert.

KR200, es geht voran…

KR200, es geht voran…

Wer den Blog etwas verfolgt hat, weiss dass seit Ende letzten Jahres ein KR200 in meiner Garage steht.

War ich über die letzten Wochen vorallem mit der Demontage und Reinigung der Einzelteile beschäftigt, kommt nun langsam der „schöne“ Teil ins Rollen. Erste Einzelteile sind schon wieder montiert und die Schachtel vom Messerschmitt Club Deutschland (Danke Roland, dass Du den Ersatzteilhandel mit so viel Engagement betreibst – Respekt!) wird auch immer leichter.

Erstmal musste der Motor wieder gängig gemacht werden – hatte doch jemand vor 41-Jahren oder noch länger die Kerze rausgedreht. Ärgerlich da in der Zwischenzeit der Rost so richtig viel Zeit hatte sich in allen Ritzen festzusetzten. Gemäss Theorie braucht nur etwas Rostlöser und zwei, drei gezielte Schläge mit dem Schonhammer auf den Kolben. Hat man zuvor noch den Zylinder erhitzt und den Kolben mit Kältespray behandelt gehts schon fast von selbst…

In der Praxis waren ca. 2 Monate Rostlöser-Einsatz gefragt, danach habe ich wiederholt ein Holzstück gepresst und als sich endlich etwas bewegte waren nochmals zwei Stunden pressen nötig. Genug gejammert, jetzt ist der Kolben frei, alles konnte gereinigt werden und sieht schon wieder ganz passabel aus.

Parallel dazu habe ich Bug und Wanne bearbeitet. Leider hatte der Wagen vorne mal eine kleinen Rempler, die Spuren wollte ich beseitigen.

Der grösste Schaden war vorne rechts, genau an der Stelle wo Bodenblech und Bug zusammenfinden. Mit einem langen Holzstück konnte ich die Beule von innen herausdrücken. Es braucht schon etwas Mut, mit harten Schlägen das Blech zu bearbeiten – aber es klappte besser als erwartet und nun ist unter der Zierleiste kaum mehr was zu sehen.

Freude machte der Unterboden. Nach einer Reinigung und Owatrol-Konservierung sieht das Ganze wie „Neu“ aus. Erstaunlich, wie wenig Rost und überhaupt keine Löcher zu finden waren.

Schön, ein Problem weniger!

Nachdem unten wieder alles in Ordnung war, konnte ich mich mit dem Rest beschäftigen – was soviel heisst wie Reinigen, Polieren und Zierteile montieren. Das ging alles relativ leicht von der Hand, einige Gewinde mussten nachgeschnitten werden, sonst passte alles. Nur die vordere Stossstange brauchte mehr Zuneigung, war sie vom Rempler doch stark verformt worden. Als nächstes stehen die Kotflügel an, aber dazu muss ich noch etwas Motivation aufbauen.

Ausserdem konnte ich die Pedalerie, alle Kabel und die Lenkung wieder einbauen. Nun mit neuen Buchsen und frischem Fett bewegt sich alles wie gewünscht.

Jetzt stehen arbeiten am Heck an. Der Motorträger ist schon wieder montiert, auch die Schwinge ist am Platz. Sieht doch schon bald wieder wie ein richtiger Messerschmitt aus.

Mehr dazu…

Nach 41-Jahren – wieder Tageslicht…

KR200 – die Reinigung beginnt…

KR200 – die Reinigung beginnt…

KR200 – die Reinigung beginnt…

Anfangs Dezember konnte ich meine Neuerwerbung nach Hause bringen. Seither habe ich einige Stunden mit dem Fahrzeug verbracht und mit der Demontage und Reinigung begonnen.

Sieht so aus, als muss man den Karo fast komplett zerlegen um die Reinigung richtig gut durchführen zu können…

Begonnen habe ich mit dem Heck, da es sich einfach demontieren lässt und rasch Erfolgserlebnisse versprach. Diese konnten übrigens auch gehalten werden, aber dazu später. Mein Plan mit dem Fahrzeug sieht folgendermassen aus:

  • Demontieren
  • Mit Wasser und Seife putzen, was sich nicht lösen lässt bekommt einen Spritzer Kaltreiniger (Bremsenspray oder Motor-Reiniger)
  • Danach reinige ich die Oberfläche mit Lackreiniger (habe ein Produkt von Rot-Weiss)
  • Anschliessend wird aufpoliert (3M Produkte; Fast-Cut (ist hierfür zu agressiv), Fein, und Maschine Polish)
  • Chrom und Alu behandle ich auch mit den 3M Produkten.
  • Dann wird wieder montiert

Eigentlich gehört Owatrol auch noch auf die Liste – aber da am Heck kein Rost vorhanden war, kommt das erst später zum Einsatz.

Beim Heck muss demnach der Tank raus (sah innen perfekt aus – keine Ahnung wie der sich so gut gehalten hat), dann die Lampen und schlussendlich noch die Zierleisten. Ist schon viel Arbeit, aber sobald die ersten glänzenden Stellen sichtbar sind, macht es sogar Spass !

 

So sieht das nackte Heck nach der Reinigungs- und Politurarbeit aus. Ich bin mir noch nicht im Klaren, ob ich die Stellen an denen die Farbe abgeplatzt ist ausbessern soll oder so belasse. Werde ich wohl am Schluss wenn das Ganze Fahrzeug sauber ist entscheiden.

Bei einem originalen unverbastelten Fahrzeug sieht man schön, wie früher gearbeitet wurde. Schweissnähte, Farbverlauf, etc. alles ist klar ersichtlich.

Innen wurde das Heck Schwarz-Seidenglanz lackiert.

Die Spuren der Zeit sind ersichtlich – aber das passt so, schliesslich ist der Wagen in Würde gealtert.

Nach 41-Jahren – wieder Tageslicht…

Nach 41-Jahren – wieder Tageslicht…

Vor einigen Wochen erreichte mich eine eMail – ein KR200 sollte weg…

Damals – 1976, Beat war im Militärdienst und mit einem 2-DM Lastwagen im Kanton Fribourg unterwegs. Irgendwo am Strassenrand stand einer grauer KR200. Offenbar war man sich schnell handelseinig und packte die Gelegenheit beim Schopf. Gemeinsam mit ein paar Kollegen wurde der Karo auf die Ladefläche des Lastwagens gehievt und abtransportiert. 

Dann passierte eine Ganze Weile nichts.  Geplant war, den Wagen nach erreichen des Pensionsalters zu restaurieren, aber wie so oft ändern sich Pläne im Laufe der Jahre und so kam es, dass der Wagen zum Verkauf stand.

Der Preis war verlockend und der Weg nach Toffen nicht allzu weit. Bei der Besichtigung zeigte sich das Beat ein freundlicher Zeitgenosse ist und das der Wagen original und unverbastelt war. Es gab einige kleine Beulen und teilweise etwas oberflächlichen Rost, aber die Substanz stimmte und alles bis auf die Letzte Schraube war vorhanden.

Schade, hat die Plexihaube nicht überlebt, aber im Sommer ist es unter der Haube ja eh zu heiss…

 

Wie schon 1976 waren wir uns auch im Jahr 2017 schnell handelseinig und ich konnte mich gedanklich schon mal auf den Transport vorbereiten. 

Eine Woche später viel der erste Schnee bis in die Niederungen. Entsprechendes Chaos herrschte auf den Strasse aber ich hatte mit dem Anhänger keine nennenswerten Probleme und kam gut gelaunt und frohen Mutes in Toffen an.

Um den Wagen einfacher zu laden wurde kurzerhand alles wieder provisorisch montiert – so sieht’s doch gleich wieder wie ein Messerschmitt aus.

Also – ab nach Hause und schnell in die warme Garage.

Dann war’s aber schon vorbei mit meiner Geduld und ich wollte wissen, ob sich die originale Lackierung gut aufpolieren lässt – ich denke das Ergebnis von 30 Sekunden Polieren kann sich sehen lassen.

In einer Kiste lagen noch einige der demontierten Teile sowie weitere Karo Ersatzteile die wohl nicht zu diesem Fahrzeug gehört haben.

Als nächstes steht eine Bestandesaufnahme an und ich werde beginnen den Wagen soweit zu demontieren, damit ich die Blechteile gut reinigen und polieren kann. Klar müssen alle Kabel und viele Lager ersetzt werden, aber mit einer konservativen Restauration sollte der Wagen in vernünftiger Zeit wieder fahrbereit werden.

Teures Werkzeug

Teures Werkzeug

Im Zeitalter von Bauhaus, OBI oder Jumbo kommt Werkzeug in der Regel aus Fernost und kostet im Set weniger als früher für ein einzelnen Schlüssel oder Schraubenzieher zu bezahlen war, was natürlich auf die Qualität dieser Werkzeuge niederschlägt.

Deshalb macht es durchaus Sinn, altes Werkzeug auf Märkten einzukaufen und sich an der guten alten Qualität zu erfreuen. Oft vergisst man, dass unsere Oldtimer bereits ab Werk mit einem Werkzeugset ausgeliefert wurden.

Ein solches Werkzeugset für den Messerschmitt KR200 wird aktuell angeboten.

Sieht schon toll aus – so in Leder gebunden und mit den Hersteller-Prägungen auf den Schlüsseln. Der Ausrufpreis liegt bei € 750.- da muss der gemeine Karofahrer schon mal Schlucken…

Messerschmitt-Motor wieder eingebaut

Messerschmitt-Motor wieder eingebaut

Es hat wirklich lange gedauert, bis der Motor an seinen Platz zurückgekehrt ist – aber andere Dinge waren einfach wichtiger. Egal, nun ist alles wieder am Platz und nun schaltet es sich auch wie erwartet. So macht Messerschmitt fahren noch mehr Spass. Ich hatte ganz vergessen, wie flink diese kleinen Wägelchen eigentlich sind.

Hier gehts zum Beitrag der „kleinen Zerlegung“…

Foto 1 (4)

Messerschmitt Wrack…

Messerschmitt Wrack…

Schönes Bild ! Noch etwas Arbeit, aber ein 55-iger Karo muss einfach gerettet werden.

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KR200_Wrack1

Nun, fast 7 Jahre später sieht der Wagen so aus – Respekt!

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Kleinwagengeschichten: KR200, 1960

Kleinwagengeschichten: KR200, 1960

1986

„…und Du denkst, dass Du diesen Haufen Blech tatsächlich in der richtigen Reihenfolge wieder zusammen kriegst?“

So und ähnlich lauteten die Fragen kurz nach dem Erwerb meines Messerschmitt Kabinenrollers KR 200 unter vorangegangener Ausgabe von beinahe sämtlichen Ersparnissen. Insgeheim dachte wohl ohnehin jeder: „Der hat ja eine Meise soviel Geld für dieses Fahrzeug hinzublättern.“ Auf dem Weg zur Berufsschule stand zu jener Zeit ein rot-brauner Messerschmitt mit „Mening-Pinsellackierung“ und einer Menge Beulen beim Fahrrad-Unterstand und etwa 500 m später ein gelber Heinkel, eingeparkt in einer Bretterwand-Lücke. Es gab sie damals noch, wenn auch nur noch spärlich, die abgekämpften Kleinwagen im Alltagsbetrieb. Das war 1986.

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1988
Zwei Jahre später stand er wieder da, diesmal ohne Karies, frisch restauriert, weiss glänzend, allen Unkenrufen zum Trotz. Ich geb ja zu, ganz so wohl war mir zuvor auch nicht. So ganz sicher war ich mir nämlich damals nicht, ob ich mein Fahrzeug jemals wieder auf seine drei Räder bringen würde. Unter Mithilfe eines Lackierbetriebes für die Endlackierung und einer hervorragenden Spenglerei (Sigrist in Einsiedeln) für die Arbeiten an der Karosserie sowie technischem Interesse und einer Portion Hartnäckigkeit meinerseits wurde das Werk vollendet.

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Rückblickend
Heute nach beinahe 14 Jahren und einigen Kilometern mehr auf dem Tacho, blättere ich gerne in meinem Restaurationsbuch, nicht ohne ein gewisses Schmunzeln auf dem Gesicht. Mann war das eine Arbeit! Natürlich hatte ich als Büromensch sehr viel länger als ein geübter Schrauber oder gar ein Facharbeiter. Einige Arbeiten musste ich mehrmals aufs Neue in Angriff nehmen, wie z.B. das Abdeckblech des Relais und der Klemmen: Ganze sieben Mal wurde der kleine Kasten grundiert, lackiert und erneut wieder runter auf die Grundierung geschliffen, damit er meinem kritischen Auge genügte. Sogar der Backofen aus der Mietwohnung musste für meine Einbrennkünste herhalten.

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MFK !
Die MFK-Hürde wurde im zweiten Anlauf mit Bravour geschafft, nachdem der erste Termin ins Wasser fiel, da die eingepflanzte Stahlwatte im Auspuff zwecks Schalldämpfung die ausgestossenen Abgase dermassen blockierte, dass der Motor nicht mehr dazu überredet werden konnte dem MFK-Experten seine knapp 10 PS zu demonstrieren.

Erste Ausfahrt

Die erste Ausfahrt nach dem MFK? Grossartig! Ein unbeschreibliches Gefühl, im frisch restaurierten und zugelassenen Gefährt in Richtung Weggis über die Landstrasse zu brettern. Die Strasse wischte ungewohnt nahe am Gesäss weg und die Geschwindigkeit erschien atemberaubend hoch bei einer unvergleichlich direkten Lenkung. Ganz so schlecht scheint die Restauration nicht gelungen zu sein, da der „Dog-Killer“ (mit zwei Rädern vorn und einem Rad hinten erwischt man jeden streunenden Hund, meinen die Engländer) auch heute noch recht ansehnlich ist.

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Was der kostet?
Der Kaufpreis von damals inklusive Restaurationskosten liegt im Gegensatz zu 1988 unter dem zum heutigen Zeitpunkt eingeschätzten Wert. Der Kaufpreis für meinen Messerschmitt mit erstmaliger Inverkehrsetzung im Jahr 1960 wird wohl kaum von jemandem bezahlt werden können……….

Karl Birchler, Willerzell

Kleinwagengeschichten: KR200, 1957

Kleinwagengeschichten: KR200, 1957

Geschichte
Damals sah man die Karos noch auf der Strasse umherfahren. Die Produktion wurde erst sieben Jahre zuvor eingestellt. Wir sind im Jahr 1971. Heinz, dem der Karo schon immer gefallen hat, schiebt soeben sein erstes Exemplar heim. Für 20 Franken mit Ersatzmotor. Für den damaligen Stift viel Geld. Aber das Glück währt nicht lange, denn die Plexiglashaube geht an der Teppichstange im Hof in Stücke. Doch Ersatz ist schnell gefunden. Der Messserschmitt wird Grün angestrichen, zusätzlich ziert eine ‚Stones‘ Zunge die Front. Ab 18 wird die Fahrerei mit dem Führerschein legalisiert. Ab da war der Karo nicht mehr zu halten. Jedes Jahr Skiferien, Sommerferien im Tessin und ein Besuch des GP von Monza mit drei Karo’s. Bis zu Heinzens 24 Geburtsjahr sein einziges Fahrzeug.

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80-iger Jahre
Heinz’s Freundin Conny geht für 1 Jahr ins Tessin. Schnell ist ein zweiter Karo gefunden. Einer ist bei Conny im Tessin, der zweite pendelt zwischen Zürich und Tessin. 1979-81 bereisen Heinz und Conny Nord und Südamerika. Zur Finanzierung wird der zweite Karo wieder verkauft. Kaum zurück wird der Karo 1982 vollständig renoviert. Wieder grün, diesmal allerdings aus der Spritzpistole. Es kommen noch einige Karo’s dazu. Auch das eine oder andere Ersatzteil, original Werkzeug und Literatur finden sich bei Heinz ein. Der Höhepunkt ist ein selbstgebauter Motorenprüfstand.

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Aktuell
Doch Heinz bleibt seinem ersten Karo treu. Zur Finanzierung einer Restauration werden alle anderen Karo’s verkauft. Nach so vielen Jahren Erfahrung wird der Karo perfekt, diesmal in Pastellblau. Aus einem zweiten Einstieg wird ein Sportaufbau angefertigt, der schnell und problemlos dem Plexidach weichen kann. Einfach den Draht aus dem Scharnier ziehen!!
Ein Probefahrt von Autor und Fotograph bestätigen einhellig: muss ich auch haben !!!

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Heinz Kronauer, Degersheim

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

Seit ich meinen KR200 habe, hat mir die Schaltung wenig Freude bereitet. Runterschalten ging gut, aber beim Hochschalten hatte ich grosse Mühe die Gänge reinzubringen. Nach allerlei guten Tips wie man den Teleflex einstellt und Einbau eines Schaltgestänges, ohne irgendwelche Verbesserung habe ich nun den Motor ausgebaut um der Sache auf den Grund zu gehen.

Da für die Zerlegung des Sachs-Motors einige Spezialwerkzeuge notwendig sind, bin ich zu Clubkollege Heinz in die Ostschweiz gefahren. Heinz hat gut 40-Jahre Messerschmitt Erfahrung und fast noch wichtiger – er ist sehr nett und hilfsbereit…

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Kaum war der Glockenanker demontiert, zeigte sich schon die erste Problemstelle, zwei Kabel der Kohlen waren durchgescheuert, da hatte ich die Kabel beim Ersatz der Kohlen falsch verlegt. Noch schnell das Zahnrad mit Spezialabzieher vom Konus gelöst und wir konnten uns der Kupplungsseite zuwenden.

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Auch hier sind zwei Spezialwerkzeuge nötig um Kupplung und Korb zu demontieren. Ist man soweit, kann das Gehäuse geteilt werden – vorsichtig und mit leichtem Druck auf die Wellen, damit diese schön in Ihrer Gehäuseseite bleiben.

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Ein erster Blick auf die Zahnräder verriet, dass hier keine Probleme zu erwarten waren. Schliesslich hatte ich auch nie Schwierigkeiten mit dem klassischen „rausfallenden“ 4-Gang, ein beliebtes Karoproblem, dass durch die knappe Verfügbarkeit von guten Zahnrädern zu schlaflosen Nächten führen kann. Bei der Inspektion der Schaltungsteile zeigte sich schnell, dass beim letzten Zusammenbau des Motors, irgendwann in den 80-iger Jahren ein Fehler unterlaufen war. Die Schaltraste war nicht in der vorgesehenen Lasche eingehängt. Erstaunlich, dass ich so überhaupt schalten konnte.

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Solche Fehler machen mir Spass! Einfach zu finden, eindeutig in der Ausprägung und ohne Einsatz von Geld und langwierigen mechanischen Arbeiten lösbar. So haben wir alles korrekt montiert und die Einstellung wie vom Karotipp vorgegeben durchgeführt.

Beim Zusammenbau setzten wir eine neue Dichtung vom Club ein, die leider ca. 0,1mm dicker als die Originaldichtung ist – dadurch mussten die Distanzscheiben von Kurbel-, Neben- und Hauptwelle angepasst werden. Aktuell bietet der Club keine Distanzscheiben mehr an, glücklicherweise hatte Heinz noch einige auf Reserve.

Nun bleibt noch etwas Restarbeit, bis der Motor wieder zurück in den Wagen finden kann, aber ich bin sehr zuversichtlich, in Zukunft ohne Probleme Schalten zu können.

Nochmals ganz herzlichen Dank an Heinz und Conny für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe, sowas ist nicht selbstverständlich!

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