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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Beiträge mit dem Schlagwort KR200

Teures Werkzeug

Teures Werkzeug

Im Zeitalter von Bauhaus, OBI oder Jumbo kommt Werkzeug in der Regel aus Fernost und kostet im Set weniger als früher für ein einzelnen Schlüssel oder Schraubenzieher zu bezahlen war, was natürlich auf die Qualität dieser Werkzeuge niederschlägt.

Deshalb macht es durchaus Sinn, altes Werkzeug auf Märkten einzukaufen und sich an der guten alten Qualität zu erfreuen. Oft vergisst man, dass unsere Oldtimer bereits ab Werk mit einem Werkzeugset ausgeliefert wurden.

Ein solches Werkzeugset für den Messerschmitt KR200 wird aktuell angeboten.

Sieht schon toll aus – so in Leder gebunden und mit den Hersteller-Prägungen auf den Schlüsseln. Der Ausrufpreis liegt bei € 750.- da muss der gemeine Karofahrer schon mal Schlucken…

Messerschmitt-Motor wieder eingebaut

Messerschmitt-Motor wieder eingebaut

Es hat wirklich lange gedauert, bis der Motor an seinen Platz zurückgekehrt ist – aber andere Dinge waren einfach wichtiger. Egal, nun ist alles wieder am Platz und nun schaltet es sich auch wie erwartet. So macht Messerschmitt fahren noch mehr Spass. Ich hatte ganz vergessen, wie flink diese kleinen Wägelchen eigentlich sind.

Hier gehts zum Beitrag der „kleinen Zerlegung“…

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Messerschmitt Wrack…

Messerschmitt Wrack…

Schönes Bild ! Noch etwas Arbeit, aber ein 55-iger Karo muss einfach gerettet werden.

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Nun, fast 7 Jahre später sieht der Wagen so aus – Respekt!

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Kleinwagengeschichten: KR200, 1960

Kleinwagengeschichten: KR200, 1960

1986

„…und Du denkst, dass Du diesen Haufen Blech tatsächlich in der richtigen Reihenfolge wieder zusammen kriegst?“

So und ähnlich lauteten die Fragen kurz nach dem Erwerb meines Messerschmitt Kabinenrollers KR 200 unter vorangegangener Ausgabe von beinahe sämtlichen Ersparnissen. Insgeheim dachte wohl ohnehin jeder: „Der hat ja eine Meise soviel Geld für dieses Fahrzeug hinzublättern.“ Auf dem Weg zur Berufsschule stand zu jener Zeit ein rot-brauner Messerschmitt mit „Mening-Pinsellackierung“ und einer Menge Beulen beim Fahrrad-Unterstand und etwa 500 m später ein gelber Heinkel, eingeparkt in einer Bretterwand-Lücke. Es gab sie damals noch, wenn auch nur noch spärlich, die abgekämpften Kleinwagen im Alltagsbetrieb. Das war 1986.

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1988
Zwei Jahre später stand er wieder da, diesmal ohne Karies, frisch restauriert, weiss glänzend, allen Unkenrufen zum Trotz. Ich geb ja zu, ganz so wohl war mir zuvor auch nicht. So ganz sicher war ich mir nämlich damals nicht, ob ich mein Fahrzeug jemals wieder auf seine drei Räder bringen würde. Unter Mithilfe eines Lackierbetriebes für die Endlackierung und einer hervorragenden Spenglerei (Sigrist in Einsiedeln) für die Arbeiten an der Karosserie sowie technischem Interesse und einer Portion Hartnäckigkeit meinerseits wurde das Werk vollendet.

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Rückblickend
Heute nach beinahe 14 Jahren und einigen Kilometern mehr auf dem Tacho, blättere ich gerne in meinem Restaurationsbuch, nicht ohne ein gewisses Schmunzeln auf dem Gesicht. Mann war das eine Arbeit! Natürlich hatte ich als Büromensch sehr viel länger als ein geübter Schrauber oder gar ein Facharbeiter. Einige Arbeiten musste ich mehrmals aufs Neue in Angriff nehmen, wie z.B. das Abdeckblech des Relais und der Klemmen: Ganze sieben Mal wurde der kleine Kasten grundiert, lackiert und erneut wieder runter auf die Grundierung geschliffen, damit er meinem kritischen Auge genügte. Sogar der Backofen aus der Mietwohnung musste für meine Einbrennkünste herhalten.

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MFK !
Die MFK-Hürde wurde im zweiten Anlauf mit Bravour geschafft, nachdem der erste Termin ins Wasser fiel, da die eingepflanzte Stahlwatte im Auspuff zwecks Schalldämpfung die ausgestossenen Abgase dermassen blockierte, dass der Motor nicht mehr dazu überredet werden konnte dem MFK-Experten seine knapp 10 PS zu demonstrieren.

Erste Ausfahrt

Die erste Ausfahrt nach dem MFK? Grossartig! Ein unbeschreibliches Gefühl, im frisch restaurierten und zugelassenen Gefährt in Richtung Weggis über die Landstrasse zu brettern. Die Strasse wischte ungewohnt nahe am Gesäss weg und die Geschwindigkeit erschien atemberaubend hoch bei einer unvergleichlich direkten Lenkung. Ganz so schlecht scheint die Restauration nicht gelungen zu sein, da der „Dog-Killer“ (mit zwei Rädern vorn und einem Rad hinten erwischt man jeden streunenden Hund, meinen die Engländer) auch heute noch recht ansehnlich ist.

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Was der kostet?
Der Kaufpreis von damals inklusive Restaurationskosten liegt im Gegensatz zu 1988 unter dem zum heutigen Zeitpunkt eingeschätzten Wert. Der Kaufpreis für meinen Messerschmitt mit erstmaliger Inverkehrsetzung im Jahr 1960 wird wohl kaum von jemandem bezahlt werden können……….

Karl Birchler, Willerzell

Kleinwagengeschichten: KR200, 1957

Kleinwagengeschichten: KR200, 1957

Geschichte
Damals sah man die Karos noch auf der Strasse umherfahren. Die Produktion wurde erst sieben Jahre zuvor eingestellt. Wir sind im Jahr 1971. Heinz, dem der Karo schon immer gefallen hat, schiebt soeben sein erstes Exemplar heim. Für 20 Franken mit Ersatzmotor. Für den damaligen Stift viel Geld. Aber das Glück währt nicht lange, denn die Plexiglashaube geht an der Teppichstange im Hof in Stücke. Doch Ersatz ist schnell gefunden. Der Messserschmitt wird Grün angestrichen, zusätzlich ziert eine ‚Stones‘ Zunge die Front. Ab 18 wird die Fahrerei mit dem Führerschein legalisiert. Ab da war der Karo nicht mehr zu halten. Jedes Jahr Skiferien, Sommerferien im Tessin und ein Besuch des GP von Monza mit drei Karo’s. Bis zu Heinzens 24 Geburtsjahr sein einziges Fahrzeug.

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80-iger Jahre
Heinz’s Freundin Conny geht für 1 Jahr ins Tessin. Schnell ist ein zweiter Karo gefunden. Einer ist bei Conny im Tessin, der zweite pendelt zwischen Zürich und Tessin. 1979-81 bereisen Heinz und Conny Nord und Südamerika. Zur Finanzierung wird der zweite Karo wieder verkauft. Kaum zurück wird der Karo 1982 vollständig renoviert. Wieder grün, diesmal allerdings aus der Spritzpistole. Es kommen noch einige Karo’s dazu. Auch das eine oder andere Ersatzteil, original Werkzeug und Literatur finden sich bei Heinz ein. Der Höhepunkt ist ein selbstgebauter Motorenprüfstand.

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Aktuell
Doch Heinz bleibt seinem ersten Karo treu. Zur Finanzierung einer Restauration werden alle anderen Karo’s verkauft. Nach so vielen Jahren Erfahrung wird der Karo perfekt, diesmal in Pastellblau. Aus einem zweiten Einstieg wird ein Sportaufbau angefertigt, der schnell und problemlos dem Plexidach weichen kann. Einfach den Draht aus dem Scharnier ziehen!!
Ein Probefahrt von Autor und Fotograph bestätigen einhellig: muss ich auch haben !!!

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Heinz Kronauer, Degersheim

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

KR200 Motor – kleine Zerlegung!

Seit ich meinen KR200 habe, hat mir die Schaltung wenig Freude bereitet. Runterschalten ging gut, aber beim Hochschalten hatte ich grosse Mühe die Gänge reinzubringen. Nach allerlei guten Tips wie man den Teleflex einstellt und Einbau eines Schaltgestänges, ohne irgendwelche Verbesserung habe ich nun den Motor ausgebaut um der Sache auf den Grund zu gehen.

Da für die Zerlegung des Sachs-Motors einige Spezialwerkzeuge notwendig sind, bin ich zu Clubkollege Heinz in die Ostschweiz gefahren. Heinz hat gut 40-Jahre Messerschmitt Erfahrung und fast noch wichtiger – er ist sehr nett und hilfsbereit…

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Kaum war der Glockenanker demontiert, zeigte sich schon die erste Problemstelle, zwei Kabel der Kohlen waren durchgescheuert, da hatte ich die Kabel beim Ersatz der Kohlen falsch verlegt. Noch schnell das Zahnrad mit Spezialabzieher vom Konus gelöst und wir konnten uns der Kupplungsseite zuwenden.

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Auch hier sind zwei Spezialwerkzeuge nötig um Kupplung und Korb zu demontieren. Ist man soweit, kann das Gehäuse geteilt werden – vorsichtig und mit leichtem Druck auf die Wellen, damit diese schön in Ihrer Gehäuseseite bleiben.

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Ein erster Blick auf die Zahnräder verriet, dass hier keine Probleme zu erwarten waren. Schliesslich hatte ich auch nie Schwierigkeiten mit dem klassischen „rausfallenden“ 4-Gang, ein beliebtes Karoproblem, dass durch die knappe Verfügbarkeit von guten Zahnrädern zu schlaflosen Nächten führen kann. Bei der Inspektion der Schaltungsteile zeigte sich schnell, dass beim letzten Zusammenbau des Motors, irgendwann in den 80-iger Jahren ein Fehler unterlaufen war. Die Schaltraste war nicht in der vorgesehenen Lasche eingehängt. Erstaunlich, dass ich so überhaupt schalten konnte.

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Solche Fehler machen mir Spass! Einfach zu finden, eindeutig in der Ausprägung und ohne Einsatz von Geld und langwierigen mechanischen Arbeiten lösbar. So haben wir alles korrekt montiert und die Einstellung wie vom Karotipp vorgegeben durchgeführt.

Beim Zusammenbau setzten wir eine neue Dichtung vom Club ein, die leider ca. 0,1mm dicker als die Originaldichtung ist – dadurch mussten die Distanzscheiben von Kurbel-, Neben- und Hauptwelle angepasst werden. Aktuell bietet der Club keine Distanzscheiben mehr an, glücklicherweise hatte Heinz noch einige auf Reserve.

Nun bleibt noch etwas Restarbeit, bis der Motor wieder zurück in den Wagen finden kann, aber ich bin sehr zuversichtlich, in Zukunft ohne Probleme Schalten zu können.

Nochmals ganz herzlichen Dank an Heinz und Conny für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe, sowas ist nicht selbstverständlich!

Patina oder einfach nur Rost ?

Patina oder einfach nur Rost ?

Schöene Patina ist zweifellos der erstrebenswerteste Erhaltungszustand eines Fahrzeuges. Was nun schön bzw. noch Patina ist, da scheiden sich die Geister.

Dieser KR200 ist für mich fast schon ein Grenzfall – für viele ist er wohl ein klassisches Restaurationsobjekt.

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KR200, mal etwas anders…

Die Fantasie treibt doch manchmal seltsames Spiel – vor allem wenn man die Dinge im Nachhinein betrachtet. Anders ist kaum zu erklären, wie jemand einen Messerschmitt opfert um daraus einen Seitenwagen-Eigenbau zu realisieren. Da steckt wirklich viel Arbeit drin – vermutlich hatte man in der Zeit auch den Messerschmitt wieder fahrtauglich machen können.

Hier gehts zur eBay Auktion

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Das wäre Ihr Preis gewesen…

Ja, diesmal war etwas zu langsam…

Vor ca. zwei Wochen traf ich an einem Bergrennen Clubkollege Bernhard. Zwischen allerlei Fachsimpeln sprach er von einen KR200 der die letzten 35 Jahre gestanden war und er nun kaufen konnte. Der Karo sollte am Markt in Roggwil einen neuen Besitzer finden. Da ich bereits letzten Oktober einen KR200 aus 40-ig jährigem Dornröschenschlaf wecken konnte, freute ich mich über den Fund von Bernhard fragte aber nicht mal nach, was der Wagen denn kosten sollte.

Einige Tage später frage ich nach und bekam auch einige Fotos des Wagens. Sah ganz gut aus und günstig war auch, vor allem wenn man bedenkt dass für diesen Betrag auch schon KR200 mit völlig durchgerosteten Karrossen auf eBay verkauft wurden. Also sendete ich die Fotos an einige Kollegen die schon lange einen KR200 suchten.

Wie üblich, wenn es dann soweit ist – will natürlich niemand mehr einen Karo!
Ich freue mich schon auf Ihr Gejammer, dass sie diese Gelegenheit verpasst haben…

Dann packte mich doch das Interesse und ich vereinbarte mit Bernhard einen Termin – im Wissen, dass am selben Tag noch weitere Leute den Karo besichtigen werden. Als ich vor die Halle kam, sah ich schon einige bekannte Gesichter alle mit einem Bier in der Hand, da war mir schon klar, dass ich zu spät kam…

Nun hat ein langjähriges Mitglied des Microcar-Treffens in Wohlen den Wagen – da ist er in den richtigen Händen und ich bin mir sicher Er wird seine Freude daran haben.

Es handelt sich um einen sehr frühen 55-iger mit Schlitzen auf dem Heck und dem dreiteiligen Hinterrad-Kotflügel. Klar, einige Details stimmen nicht, dafür stimmte das wichtigste Detail – der Preis.

Nun steht der KR200 von Tapio zum Verkauf!

Einige mögen sich noch erinnern – vor gut einem Jahr hat Tapio aus Finnland die „fast“ unmögliche Restauration dieses KR200 abgeschlossen.

Mehr Bilder dazu findet Ihr hier: http://www.rollermobilclub.ch/die-ultimative-kr200-restauration

Nach zwei, so stelle ich mir vor sehr harter und intensiver Jahre Arbeit entstand aus einem Haufen Schrott ein schöner, roter Messerschmitt. Gäbe es keine Fotos der Restauration, würde kaum jemand glauben, dass es sich bei diesem Fahrzeug um den selben KR200 handelt.

Nur schon wegen den „Vorher-Fotos“ würde es sich lohnen, die € 20’000.- für diesen KR200 hinzulegen…

Hier gehts zum Inserat:  http://www.nettimoto.com/messerschmitt/kr/1694024

 

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