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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Beiträge mit dem Schlagwort belcar

Belcar – alles bereit für den Frühling

Belcar – alles bereit für den Frühling

Im Moment scheint die Sonne, allerdings lassen die Temperaturen noch wenig Frühlingsgefühle zu. Egal, wenn die wärmeren Tage kommen, soll der Belcar bereit sein. Der Wagen hat die erste Saison tadellos gemeistert nur die vorderen Stossdämpfer und die Sitzpolsterung bereiteten mir etwas Sorge.

Vor einigen Tagen brachte ich Sitze und Rückenlehne zu Rene Wenger in Aeugstertal. Kaum zu glauben, weniger als 24h später waren die neu aufgepolsterten Sitze wieder abholbereit – das nenne ich Service…

Sieht noch genauso aus wie zuvor, aber der Sitzkomfort hat sich stark verbessert!

SitzeBelcar

Noch mehr Probleme bereiteten mir die vorderen Stossdämpfer. Irgendwann um 1960 hatte die Vorbesitzerin neue Stossdämpfer eingebaut, allerdings waren diese gut 3-4 cm zu lang, dadurch hatten die Vorderräder einen extrem grossen positiven Sturz – an sinnvolles Fahren war da nicht zu denken. Ich bestellte zwei klassische neue Stossdämpfer von Hagon, die lassen sich nach Mass fertigen und kosten nur etwa 280.- das Paar.  Bei der Bestellung gibt man die Lenkgeometrie und Radlast an, so wird die Federhärte ausgewählt.

Der neue Stossdämpfer sieht doch fast identisch aus – man beachte den Längenunterschied.

StossdaempferAltNeu

Nach Montage standen die Räder perfekt, allerdings war die Feder doch sehr weich gewählt. Im Laufe des letzten Jahres hat die Feder noch etwas nachgegeben und der Wagen, der ohnehin schon wenig Bodenfreiheit hatte, senke sich noch um ca. 2 cm. Leider gab es nun kaum mehr eine Schwelle oder Randsteinkante an der der Wagen nicht aufgeschlagen hat. So musste ich die Federn gegen härtere Exemplare austauschen.

StossdaempferOffen

Mit Hilfe eines alten Bohrständers konnte der Stossdämpfer vorgespannt werden, so dass sich die Befestigungsunterlegescheibe einfach montieren liess. Ich hoffe dass sich die härtern Stossdämpfer im Alltag bewähren.

FederEinpressen

Brütsch 500

Brütsch 500

Seit ich mit dem Belcar unterwegs bin, habe ich die eine oder andere Interessante Begegnung erlebt und viel neues Erfahren.

Es gab Pläne für einen Brütsch 500

Max Schär, ein Herr aus Oberengstringen bei Zürich hatte sich bereits im Dez. 1954 mit Herrn Brütsch in Verbindung gesetzt um den Brütsch 200 in der Schweiz als Lizenzfahrzeug zu vertreiben. Der Wagen sollte bis auf den Motor unverändert auf die Strasse kommen. Die hüglige Landschaft in der Schweiz verlangte nach einem stärkeren Motor – das kann ich nur bestätigen, ist mein Belcar mit dem etwas optimierten Sachs 200 doch nicht wirklich berggängig.

Der Schriftwechsel zwischen den Herrn Schär und Brütsch bringt viele Details ans Tageslicht und zeigt einmal mehr, wie schwierig es war mit Brütsch zu „Geschäften“.

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Schliesslich verliefen die Gespräche im Sand – aus dem Brütsch 500 wurde leider nichts.

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Heute ist nur noch folgender Prospekt bekannt der allerdings der Wagen unter dem Namen Sprint bewirbt. Ob dieser Prospekt vor oder nach dem Briefwechsel entstand ist leider nicht bekannt.

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Belcar am Concours d’Elegance

Belcar am Concours d’Elegance

Diese Woche fand der alljährliche Concours d’Elegance auf dem Zürcher Bürkliplatz statt. Wie jedes Jahr stellten sich Fahrzeuge aus allen Epochen (1899 – heute) der Jury. Mit dem Belcar war ich in vielerlei Hinsicht ein Exot, wohl gab es weitere unrestaurierte Fahrzeuge, allerdings waren diese teilweise in solch gutem Zustand dies kaum ersichtlich war. So ging ich bei der Prämierung zum besten unrestaurierten Fahrzeug leer aus.

Das Interesse am Belcar war erstaunlich gross, kaum jemand kannte den Wagen und alle staunten über die „abenteuerliche“ Konstruktion. Am Rande des Treffens wurden mir noch einige historische Dokumente zu Brütsch’s Absichten in der Schweiz zugesteckt – aber dazu ein andermal mehr.

Ich denke an diesem einen Tag wurden mehr Belcar-Fotos geschossen als in letzten 60-Jahren !

ZCCA Zurich Classic Car Award 2016

ZCCA Zurich Classic Car Award 2016

Jury Befragung

Jury Befragung

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Elegante Erscheinung…

Mehr Infos:

Operation geglückt!

Operation geglückt!

Am Messerschmitt-Treffen in Bad Wörishofen zeigte sich der Belcar von seiner besten Seite. Alle Ausfahren konnten pannenfrei absolviert werden und der Wagen lief von Tag zu Tag besser, die neue Düsenabstimmung hatte gewirkt.

Als sich am Samstag am frühen Abend nochmals die Sonne zeigte, wollte ich mit Frank eine kurze Proberunde drehen. Schon auf den ersten Metern auf der Hauptstrasse hatte ich das Gefühl, dass die Kupplung schleift und rund hundert Meter später ging gar nichts mehr. Der Motor lief aber der Wagen bewegte sich nicht von der Stelle.

Freundlicherweise hielt gleich ein Wagen, der uns zurück ins Reitzentrum schleppte. Die letzten Meter schoben wir den Wagen zum Hänger und luden gleich auf – im Moment war da nichts zu machen.

Einige Tage später ging ich der Sache auf den Grund. Das Problem war schnell gefunden, das Antriebsritzel hatte sich gelöst und den Keil auf der Hauptwelle abgeschert.

Belcar - Antriebsritzel

Um beim Belcar den Motor rauszunehmen, braucht es viel Zeit und gute Laune – Reparaturfreundlichkeit hatte im Pflichtenheft von Grünhut damals wohl keinen Platz mehr gefunden…

Nach zwei Stunden lag der Motor auf dem Tisch. Ich konnte Ritzel und Kettenkasten demontieren um das Ausmass des Schadens einzuschätzen. Um die Hauptwelle zu wechseln muss der ganze Motor demontiert werden, dass wollte ich wenn möglich verhindern. Da die Keilbahn in Ritzel und Achse unbeschädigt war, entschied im mich, Welle und Ritzel mit Ventilschleifpaste einzuschleifen so das wieder ein tragfähiger Konus entstand.

Belcar Antriebswelle

Als nächstes nahm ich mir die Elektrik vor – teilweise leuchtete die Ladekontrollleuchte auch bei Halbgas. Ich demontierte den Glockenanker und reinigte die Kohlehalter, da war schon wieder sehr viel Kohlestaub was zu einer Überbrückung der Isolation führen kann. Nach Reinigung und Entfettung zeigte das Ohmmeter keinen Wert mehr an. In Bad Wörishofen kaufte ich einen elektromechanischen Regler den ich nun ins bestehende Siba-Gehäuse einbaute. Geht eigentlich ganz einfach, allerdings müssen dabei die fest vernieteten Spulen rausgebohrt und Kontakte abgeflext werden – ein Rückbau auf das Original ist leider nicht möglich.

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Der Zusammenbau ging problemlos aber sehr langsam voran. Eine erste Probefahrt hoch zum Dolder verlief bestens und ich bin guter Dinge dass die Achse hält.

Messerschmitt Treffen in Bad Wörishofen 2016

Messerschmitt Treffen in Bad Wörishofen 2016

Nicht zuletzt dank der Unterstützung einiger Personen aus dem Messerschmitt-Club gelang es mir den Belcar – Sachs Motor zu revidieren. Das ist doch Grund genug, dachte ich mir um dem diesjährigen Messerschmitt Treffen in Bad Wörishofen einen Besuch abzustatten. Zudem liegt Bad Wörishofen in ca. 230KM Distanz auch geografisch ganz gut.

Nach einigen logistischen Problemen wurden Anhänger und VW Bus geliehen – die Reise konnte beginnen.

Donnerstags um 13:00 fuhr ich auf’s Gelände, gleich wurde mir beim Abladen geholfen, sogar mein Spannset wurde aufgewickelt. Na wenn das kein vielversprechender Beginn war!  Kaum vor Ort, ging’s gleich los zur ersten kleinen Ausfahrt ins nahe gelegene Stadtzentrum. Leute säumten die Strassen, winkten, lachten und hatten sichtlich Freude an der Meute kleiner Kabinenroller.

MCD 2016, Bad Wörishofen

MCD 2016, Bad Wörishofen

Das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite und mit den Temperaturen stieg auch die Lust nach einem Eis und einem kühlen Bier. In Bayern gilt Bier ja bekanntlich nicht als Alkohol und so hatten wir auch keine Hemmungen ein erstes Weizen zu geniessen. Gegen 16:00 kehrten alle auf das Geländes des Reitvereins zurück. Neuankömmlinge wurden freudig begrüsst und erste Reparaturen erledigt. Das warme Wetter hielt und brachte schönste Ferienstimmung über das Festgelände.

Freitags standen zwei Ausfahrten zu Museen in der Umgebung auf dem Programm. Statt zum Fendt-Museum fuhr ich morgens mit Kollege Schorsch und Uwe in die Innenstadt zur Eisdiele. Kaum angekommen, waren wir schon mit allen im Gespräch. Es macht immer wieder Spass, zu sehen wie schnell man nette Leute kennen lernt wenn mit den Kabinenrollern unterwegs ist.

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Am Freitag Nachmittag führte uns Seff über kleine Strassen zu einem privaten Oldtimer-Museum. Unterwegs gabs einen ungeplanten Zwischenstopp vor einem Restaurant mit Aero-Isetta Ausstellungsstück. Eigentlich wollte nur jemand auf die Isetta Hinweisen und zeigte auf den Parkplatz – dies wurde gründlich missverstanden und alle versuchten Ihre Karos einzuparken. Da es dem „gemeinen“ Messerschmitt-Fahrer ja davor graut, den Motor rückwärts laufen zu lassen, kann so ein Zwischenstopp viel Zeit beanspruchen…

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Kurze Zeit später erreichten wir das Museum. Der Belcar lief bestens und ich konnte den ca. 90Kg leichteren Messerschmitt’s gut folgen. Die etwas grössere Hauptdüse die ich noch eingebaut hatte, schien genau richtig zu sein. Auf dem Rückweg wollte Franz Messerschmitt nicht starten, schliesslich wurde ein defekter elektrischer Benzinhahn als Ursache gefunden. Dies sollte nicht die einzige Benzinpanne des Wochenendes bleiben.

Abends gegen 22:00 fielen die ersten Tropfen und der Regen wurde immer stärker, teilweise Hagelte es sogar. Ich hatte es im VW Bus ganz gemütlich, musste aber an Heinz und Andreas denken, die in Ihren Zelten dem Wetter völlig ausgeliefert waren.

Der Samstag begann trüb. Dunkle Wolken und mässiger Regen liessen auf keine Wiederholung des schönen Sommertages von Gestern hoffen. So fuhren wir erst ins Städtchen um im besten Hotel am Platz ein reichhaltiges Frühstücksbuffet zu geniessen. Nach einer solchen Nacht war dies genau das Richtige. Kaum verliessen wir das Hotel stand schon wieder die Sonne am Himmel – die Ausfahrt konnte kommen.

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Durchs Allgäu, keinen Strassen entlang, Hügel hoch und runter erreichten wir nach gut 60 Minuten Fahrt das Kloster Irsee.

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Der grosse Platz füllte sich in Kürze mit Karo’s in allen Farben. Neben der Brauerrei galt es der Klosterkirche einen Besuch abzustatten. Eine tolle, grosse Kirche die ich an solch einem Ort nicht erwartet hätte.

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Für die Rückfahrt liessen wir Heinz mit dem Navi den Lead übernehmen und fuhren direkt zurück aufs Gelände. So konnten wir trockenen Hauptes die Wagen abstellen und die Ersatzteile für den Teilemarkt aufstellen. Wohl mehr aus Zufall stellte Heinz einen Tisch mit seinen Ersatzteilen unters Vordach, was sich schon bald als goldrichtig herausstellte. Die folgenden zwei Stunden regnete es ohne Unterbruch. Ich hatte meine Espadrilles schon lange im Bus gelassen und watete barfuss durch den an einigen Stellen Knöchelhohen Schlamm.

Pünklich zum Start des gemeinsamen Abendessens hatte Petrus ein einsehen und liess die Sonne wieder scheinen. Eine Ansprache des Vorstands und allerlei Ehrungen wurden vom Karolied-Kinderchor abgeschlossen. Begleitet von teilweise etwas lauter Blasmusik assen wir lokale Spezialitäten und genossen noch ein Glas Wein, dass unsere Berner-Kollegen mitgebracht hatten. Auf dem Gelände gabs keinen Wein zu kaufen, nur Bier.

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Am Sonntag früh fuhren die ersten bereits um 05:00 los. Teilweise waren die Teilnehmer über 800Km auf eigener Achse angereist!

Fazit:

  • Über 160 Fahrzeuge und 300 Teilnehmer. Ca. 15 Personen aus der Schweiz.
  • Eine schöne Gegend mit abwechslungsreichen Landschaften und verhältnismässig wenig Verkehr.
  • Kaum Pannen, die Fahrzeuge waren gut vorbereitet.
  • Viele junge Teilnehmer mit den eigenen Wagen, darunter einige Frauen !

 

 

Reise in die Vergangenheit…

Reise in die Vergangenheit…

Bei strahlendem Sonnenschein führte mich die Seestrasse in Richtung Wollerau. Schon toll, diese Strecke – der Blick auf den See und die verschneiten Berge ist immer allgegenwärtig – in der Regel fährt man in dieser Richtung etwas weiter hangwärts auf der Autobahn. Klar lässt sich auch da der eine oder andere Blick auf See und Berge erhaschen, aber bei 130Km/h fehlt die Zeit, dies richtig zu geniessen. Mit dem Belcar hat man die Ruhe selbst, eine Hand am Steuerrad die andere „lässig“ über die Karrosse hängend fährt es sich locker und beschwingt mit gut 65Km/h.

SeestrasseImBelcar

Bei Richterswil zweige ich rechts ab, nun steigt die Strasse stark an und die Geschwindigkeit nimmt entsprechend ab. Ein richtiger Bergfloh ist der Belcar wahrlich nicht, zu gross und schwer ist der Wagen damit der Sachs 200cm Motor leichtes Spiel hätte. In Wollerau führt die Hauptstrasse direkt zum Restaurant Verenahof. Heute deutet nur noch eine Erinnerungstafel an die einstigen Ereignisse in den Kellerräumen hin.

InfoTafelBelcar

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Vor Ort traf ich auf einige Zeitzeugen, die als Kinder die Produktion miterlebt haben und seither stehts ein Interesse am Belcar hatten. Von Fredy erhielt ich einige Fotos der Produktion sowie einen originalen Prospekt. Wie so oft, spielte auch hier der Zufall eine grosse Rolle. Als Fredy an seinem Haus in der Nähe der ehemaligen Produktionstätte Renovationsarbeiten unternahm, fand man unter einer Türschwelle einen Stapel Belcar Prospekte, diese sorgten dafür dass die Schwelle nicht wackelte !

Zwischen 1956 und 1958 stelle die Firma A. Grünhut gegen 10 Belcar her. Die Karosserien wurden in Holzformen gegossen und auf einer Zwischenebene gelagert. Im selben Raum fand die Fabrikation weiterer Teile sowie der Zusammenbau statt. Im Bild, Ida Mäder beim setzten der Scheibe. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um eine Variante mit Türausschnitten, dies wurde später verworfen um die Stabilität der Karosserie zu verbessern.

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Im Untergeschoss ist heute u.a. ein Sportcenter untergebracht. Hier war in den 60-iger Jahren der Haupteingang zur Produktionhalle.

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Der Rückweg führte mich über hüglige Berg- und Talfahrten via Schindelegi, Menzikon, Sihlbrugg nach Zürich. So endete ein ereignisreicher Tag mit vielen Impressionen und einigen neuen Bekanntschaften. Nächstes Jahr feiert Wollerau ihr 800-jähriges Bestehen – da wird der Belcar wohl auch wieder zu sehen sein.

BelcarOberhalbWollerau

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Back to the road…

Back to the road…

Am Mittwoch war es soweit – Vorführtermin…

Bestanden, der Belcar ist zugelassen!

Technisch gab’s ja wenig zu diskutieren, aber die Veteranenfrage spaltet die Lager und neben Goodwill ist auch viel Verständnis von Experten gefragt. Ich will es kurz machen, der Belcar hat den Veteranenstempel bekommen was aus meiner Sicht auch völlig in Ordnung ist.

BelcarAusweis

Heute Sonntag, fuhr ich 2 Kilometer den Berg hoch zum nahen Dolder Classics, der Oldtimerveranstaltung in Zürich. Der Belcar machte sich sehr gut. Wie man sehen kann, haben andere Fahrzeuge bewusst die Nähe gesucht um etwas vom Glanz des Belcars zu profitieren 🙂

Dolder Classics - Mai 2016

Ein Stück Schweizer-Automobilgeschichte – 1956 Belcar, Wollerau SZ

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Erste Fahrt mit revidiertem Motor

Erste Fahrt mit revidiertem Motor

Um es gleich vorwegzunehmen, die Fahrt verlief gut. Der Motor läuft und macht keine „unnötigen“ Geräusche. Die Übersetzung ist auch viel besser, obwohl da vielleicht sogar noch ein- oder zwei Zähne mehr gepasst hätten.

Belcar

Tags darauf sind endlich die neuen Stossdämpfer angekommen. Die originalen waren einerseits sehr weich und auch etwas zu lang, so dass die Räder einen sehr starken Sturz hatten. Optisch sind die alten und neuen sehr ähnlich. Kaufen kann man die Dinger hier…

Belcar - Stossdämpfer

Gleich eingebaut – passt! Allerdings sind auch die neuen eher weich. Mal sehen wie sich das beim Fahren auswirkt.

Nun steht noch der „Finish“ vor dem Prüfungstermin an: Raddeckel montiert, Karosserie poliert, alle elektrischen Funktionen überprüft, Rückstrahler montiert, Scheinwerferhöhe eingestellt, etc.

So, nun ist der Motor wieder draussen…

So, nun ist der Motor wieder draussen…

Die erste Probefahrt mit dem Belcar hat Spass gemacht. Allerdings war bald klar, dass gewisse Dinge noch etwas Zuneigung benötigen.

Konkret: Motor und Hinterradachse

Der Motor lief gleich beim ersten Start und dies nach 50-Jahren Dornröschenschlaf! Aber die Freude währte nicht lange – weisse Wolken begleiteten mich beim Anfahren und bei zügiger Fahrt. War eigentlich klar, dass die Simmeringe die lange Trockenzeit nicht ohne Risse überstehen, aber nun weiss ich dass die Schaltung einwandfrei ist und der Motor keine unnötigen Geräusche von sich gibt.

Bei der Hinterachse hatte ich auch gewisse Bedenken, schliesslich war sie stark eingelaufen. Beim Bremsen zeigte sich nun, dass die Achse nicht rund läuft, dementsprechend pulsierte das Bremspedal beim Ausgleichen des unrunden Laufes der Bremstrommel.

Belcar Hinterachse

Die Demontage des Motors war schwieriger als dies normalerweise der Fall ist. Das Kettenritzel, das auf einem konischen Flansch der Hauptwelle sitzt liess sich einfach nicht abziehen. Der erste Abzieher kapitulierte schon bald und brach – mit einem professionellen gings auch nicht. Erst die „Holzhacker“ Lösung mit Trennscheibe, Ausglühen und anschliessendem Abzieher-Murks liess das Zahnrad zum Einsehen bewegen…

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War das Ritzel mal ab, ging die restliche Demontage ohne Probleme, nun ist die Kurbelwelle in Revision und kriegt ein neues Pleuel mit Nadellager, dabei setze ich auch gleich die speziellen Kurbelwellensimmeringe von Frank ein, die sich von aussen montieren lassen. Sollte also irgendwann in der Zukunft wieder ein Simmering das zeitliche segnen, kann der Ersatz ohne Demontage des Motors erfolgen. Ein neues Ritzel muss dann natürlich auch her, ich hoffe das vom Sachs 175 passt. Mit den 16 Zähnen wäre gleich auch das Übersetzungsproblem gelöst und der Wagen sollte gemäss Getrieberechner ca. 80 Km/h laufen. Erstaunlicherweise hat der Motor genau dieselbe Übersetzung wie der KR200, bei anderen Fahrzeugen die mit dem Sachs 200 ausgerüstet wurden, wie bsp. das Fuldamobil trug man dem höheren Fahrzeuggewicht Rechnung und passte den 3-Gang an.

Getriebe

 

Fahrbericht !

Fahrbericht !

Erstmals seit knapp 50 Jahren fuhr der Belcar wieder auf schweizer Strassen!

Nach den ersten Kilometern kann ich dem Wagen einen gewissen Fahrkomfort nicht absprechen.

Es sitzt sich gemütlich auf einer durchgehenden, wenn auch nicht exzessiv gepolsterten Sitzbank, die für drei Personen genügend Platz bietet.  Das Lenkrad liegt gut in der Hand, das Handling ist einwandfrei und sehr leichtgängig – steht einer heutigen Servolenkung um nichts nach! Die Bremsen verzögern den Wagen ausreichend. Die Handbremse funktioniert, ist allerdings etwas ungünstig angeordnet.

Das Komfort-Highlight ist allerdings die Federung – man schwingt wie in einem amerikanischen Strassenkreuzer über die Strassen. Wie sich die sehr weiche Federung bei Höchstgeschwindigkeit bewährt wird sich noch zeigen.

Geschaltet wird wie beim Messerschmitt – allerdings sitzt der Schalthebel links. Einzig die Bedieung des Benzinhahns ist etwas umständlich da nur bei geöffneter Motorhaube zugänglich. Da habe ich mir die Freiheit genommen, ein elektrisches Ventil in den Schlauch einzubauen das bei Betätigung der Zündung öffnet.

Die Übersetzung nicht optimal. Ich kann mir nicht vorstellen, das dies so ab Werk verbaut war, ausser der Wagen ist für den Einsatz in einer Bergregion modifiziert worden. Da muss ich wohl noch etwas Rechnen und ein passenderes Zahnrad anfertigen…

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