Die Organisatoren
Daniel Thüring und Markus Good haben sich an der GV verdankenswerterweise für die Organisation des Jahrestreffens zur Verfügung gestellt.
Wie schon beim letzten Treffen in Walenstadt wurde das Treffen in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Walenstadt und grösser als im üblichen
Rahmen organisiert, mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland.
Anfahrt
Am Samstagmorgen mussten wir schon früh aus den Federn, um Walenstadt rechtzeitig zu erreichen. Ich hatte mich für die Anfahrt mit Karl „Ka“ Birchler verabredet,
der seine beiden Kinder mitnahm, die wir ihn unseren Fahrzeugen bestens unterbringen konnten. Mit Isetta und Messerschmitt fuhren wir via Kerenzerberg zum
Treffpunkt, wo schon eine ansehnliche Anzahl Kleinwagen für die gemeinsame Ausfahrt bereits stand.
Walenseefähre !
Das OK hatte diesmal eine Ausfahrt von rund 95 km organisiert, die uns bis ins Fürstentum Lichtenstein führen sollte. Über Sargans und Buchs fuhren wir nach Werdenberg,
wo es einen Verpflegungshalt gab. Anschliessend führte die Fahrt nach Schaanwald im Fürstentum Lichtenstein, wo wir das grösste Holzvergasermuseum der Welt
besichtigen konnten. Unglaublich, was hier im Laufe vieler Jahre für Raritäten zusammengetragen wurden, Lastwagen, Personenwagen, Gespanne…. es hatte für alle
etwas. Die meisten Exponate stammen aus der Zeit um den zweiten Weltkrieg, doch waren auch neuere Fahrzeuge zu bestaunen, die erst in den vergangenen Jahren
in Finnland auf Holzvergaser umgebaut wurden. Auf dem Rückweg haben wir das ganze Fürstentum Lichtensein durchquert, was selbst mit einem Rollermobil keine
allzu schwierige Aufgabe ist. Schliesslich ist der ganze Konvoi wieder zurück nach Walenstadt gefahren, von wo aus nun einige erlesene Fahrzeuge nach
Unterterzen starten konnten. Dort wurden die Fahrzeuge, bei denen auf eine möglichst grosse Modellvielfalt geachtet wurde, auf ein Ledischiff verladen.
Dieses Ledischiff sollte damit in die Geschichte eingehen, die erste Fähre auf dem Walensee zu sein. Ein schier unglaublicher, historischer Moment,
der auf einen Aprilscherz des Schweizer Fernsehens aus den 80er Jahren basiert. Ja, damals hatte das Fernsehen halt noch originelleres zu bieten als
unwichtige News über unsere Schweizer Cervelat-Prominenz. Wer nicht nach Unterterzen mitfahren konnte, wurde inzwischen auf einem Passgierschiff nach
Unterterzen gefahren, wo auch die Rollermobilfahrer wieder zustiegen. Selbstverständlich liessen es sich Daniel Thüring und Thomas Good nicht nehmen,
als blinde Passagiere an Bord dieser ersten Wahlenseefähre zu bleiben. Sie müssen den Coup schon von langer Hand geplant haben, wurde doch schnell allen klar,
dass sie auf der Überfahrt weder an Hunger, noch an Durst zu leiden hatten. Im Gegenteil.
Der Empfang in Walenstadt
Die grosse Überraschung folgte im Hafen von Walenstadt. Hunderte von Schaulustigen hatten sich zur Ankunft der Fähre eingefunden. Unter grossen Applaus wurden
die verschiedenen Fahrzeuge über eine Rampe von der Fähre gefahren. Ein tolles Erlebnis für all jene, die dabei sein dürften und für mich selbst der Höhepunkt
des Treffens.
Abendunterhaltung
Anschliessend wurden alle Fahrzeuge in die Mehrzweckhalle zur Ausstellung gefahren. Der Kulturkreis Walenstatt hatte wiederum eine grosszügig dimensionierte
Festbeiz eingerichtet, so dass Fahrer, Gäste und interessierte Besucher sich bald zu einer einzigen Festgesellschaft zusammenfanden. Für Unterhaltung sorgte
die Dixieband FFLA ,“Fresh from the liver away“, die frisch von der Leber weg spielte. Mit einer interessanten Dokumentation wurde uns auch noch der neue
Peraves Monotracer, der Nachfolger des bekannten Ecomobils, vorgestellt. So dauerte der Abend noch einige Zeit und für einige noch einige Zeit länger,
bis es schliesslich Zeit wurde, etwas Schlaf zu suchen.
Grosser Dank
Netterweise stellte mit Daniel Thürig das Familiensofa als Ruhestätte zur Verfügung und am nächsten Morgen ging es nach einem zünftigen Morgenessen an
die Sonntagsfahrt zum…Z’morge-Brunch in die Sagibeiz in Murg. Tja, als ich dort wieder raus kam, hatte ich mich definitiv vollgefressen. Es folgte eine
Fahrt über den Kerenzerberg nach Weesen, wo wir in einem lauschigen Badibeizli direkt am See noch einmal zusammensitzen konnten. Bald löste sich die
Gesellschaft auf, einer nach dem andern fuhr in Richtung Heimat. Es war ein tolles Wochenende, sehr gut organisiert und mit einigen Highlights,
um das mal neudeutsch zu formulieren. Besten Dank an Daniel Thüring, Markus Good, den Kulturkreis Walenstadt und die zahlreichen Helferinnen und
Helfern für die tadellose Organisation. Wer weiss, vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja eine dritte Auflage. Wir sind gespannt…
Wädi Kälin, Einsiedeln
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