Abonnieren
Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Archiv für die Kategorie Treffen

Herbstausfahrt 2018 – special guest „Microlino“

Herbstausfahrt 2018 – special guest „Microlino“

Rollermobile im Zuger Land

Sie waren in den 50er und 60er Jahren Symbol für erschwingliche Mobilität.
Und klein ist auch heute wieder sexy, besonders wenn man in urbanem Ambiente einen Parkplatz
sucht.

Ein Dutzend historische Kleinstautos welche zusammen gerade mal das Gewicht von zwei
Mittelklassewagen auf die Waage bringen gaben sich im Zugerland und oberen Freiamt ein
Stelldichein.

Special Guest war dabei ein brandneuer Microlino Prototyp mit E-Antrieb der fahrbereit weniger
wiegt als die Batterie eines Elektro-SUV! Die Freunde kleiner Autos waren vom Urenkel des BMW
Isetta sehr angetan und nahmen ihn entsprechend gerne in seine Reihen auf und zu einer Ausfahrt
mit.

Nach Besuch der Schokoladen Manufaktur Aeschbach im luzernischen Root fuhren Mitglieder des
Schweizerischen Rollermobilklubs über fast unbekannte (Um)wege zur Limi-Hütte im zugerischen
Meisterswil.

 

Mit den Kabinenrollern durch Säuliamt…

Mit den Kabinenrollern durch Säuliamt…

Obwohl nur durch die Albiskette von Zürich getrennt, ist das Säuliamt für viele Zürcher doch „ziemlich“ weit weg und dementsprechend relativ unbekannt. Willi jedoch kennt sich im Säuliamt bestens aus und nutze all sein Wissen und Kontakte um ein tollen Treffen mit vielen Attraktionen zusammenzustellen.

Der „weite“ Weg über die Albiskette hat sich gelohnt !

Leider konnte ich erst am Sonntag teilnehmen, so fuhr ich früh los um pünktlich zum Start in Affoltern am Albis einzutreffen. Vor Ort, eine kurze Begrüssung, erstes Schauben – ein frisch revidierter Messerschmitt wollte nicht mehr Schalten – und schon ging’s los in Richtung Äugstertal.

img_0578

Letzte Vorbereitungen…

Alles bereits zum Start

Alles bereits zum Start

die Sonne brennte wie zu besten Zeiten im Hochsommer und herrsche beste Laune. Nach einem Zwischenstopp mit Weitsicht fuhren wir direkt zum ehemaligen Bergwerk Riedhof, dort wurde bereits 1786 mit dem Abbau von Kohle begonnen.

img_0585

Man beachte die Aussicht

img_0586

Fachsimpeln

Oberhalb Affoltern am Albis

Oberhalb Affoltern am Albis

Im Bergwerksmuseum wurden wir bestens über die Geschichte und Wiederherstellung der Eingangsstollen des Bergwerks informiert. Erst nach jahrelanger Suche konnte dank eines Fuchsbaus der Einstieg in die zugeschütten Gänge gefunden werden. Zuerst wurden die Gänge erforscht und nach und nach zugeschüttetes freigeschaufelt und schlussendlich der ehemalige Eingangstollen geöffnet und wie damals üblich mit Holzverbauungen gesichert.

Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, was von einigen wenigen mit viel Engagement und der nötigen Ausdauer erreicht werden kann!

Einführung in die Geschichte des Bergwerks

Einführung in die Geschichte des Bergwerks

Im Eingangsstollen

Im Eingangsstollen

Ganz schön beklemmend...

Ganz schön beklemmend…

Nach Mittagsrast inkl. Weinprobe fuhren weiter – noch immer strahlte die Sonne um die Wette – glücklicherweise sass ich im Cabrio. Eine kurze, hüglige Fahrt führte uns zu einem Ehepaar, die am Türlensee ihren eigenen Wein anbauen. Die Aussicht von Haus und Rebberg war wirklich beeindruckend. Ein weiterer Apero inkl. Weinprobe beschloss diesen wunderbaren Tag.

Danke Willi, dass Du dir so viel Mühe gegeben hast, ich habe es sehr genossen.

 

Jahresteffen – 2015 in Walenstadt

Jahresteffen – 2015 in Walenstadt

Zweites Internationales Microcar und Kabinenrollertreffen in Walenstadt 2015

Anfang März bekomme ich von Daniel Thüring eine persönliche Einladung zum 3ten Internationalen Kabinenrollertreffen per Post zugesendet. Gute Erinnerungen an das schöne Treffen in 2007 kommen hoch, und so entscheiden wir uns am Treffen teilzunehmen sowie ein Hotelzimmer in Walenstadt zu buchen. Leider ist der BMW 600 nicht durch die letzte MfK gekommen und zur Zeit auch nicht angemeldet. Der Tiger ist angemeldet, aber nach der letzten Reparatur am Differential (Abriss einer Schweissnaht am rechten Kreuzgelenk) ist die Hinterachse noch neu einzustellen und ein Reifen platt  – was ja wohl in 3 Monaten zu erledigen sein sollte- so weit so gut.

Böse Zungen behaupten: „Dein Tiger kommt nicht pannenfrei zum 3ten Internationalen Kabinenroller und Kleinwagentreffen nach Walenstadt“

Nun gilt es dies zu wiederlegen, möchten wir doch auf eigener Achse pannenfrei zum Treffen und wieder heile zurück nach Hause – insgesamt 356 km. Trotz allen guten Vorsätzen am Fahrzeug zu arbeiten wird in den letzten 2 Wochen vor dem Treffen die Zeit plötzlich knapp, und es geht auch  nicht so recht vorwärts.

Messerschmitt Tiger

Ist die Katze gesund freut sich der Besitzer – wenn nicht hat er noch ein bisschen Arbeit

Die Reifen müssen noch abgezogen werden und neue Schläuche eingezogen werden. Die Firma, welche die Reifen nach der Restaurierung 2011 aufgezogen hatte, hatte die Ventillöcher zwar vergrössert, aber nicht entgratet. – Konsequenz: Ein platter Hinterradreifen und das Vertrauen in die restlichen Räder und zum regionalen Reifenhändler gleich Null. Neue Schläuche hatte ich, und die Felgen samt Reifen lagen seit 2 Wochen bei einem Kollegen. – Dort blieben sie auch erst einmal liegen, da er sehr viel zu tun hatte – also betteln und hoffen, dass es doch noch rechzeitig klappt.    

Es sieht nicht gut aus – und die Wettervorhersage verspricht nichts Gutes!

So verging die vorletzte Woche vor dem Treffen und ich war noch nicht wirklich vorwärts gekommen. Also alle Schrauben nachziehen, Öl und Bremsflüssigkeit kontrollieren. Das Aufziehen der Faltenbälge bringt mich fast zum Wahnsinn, da die Spurstangenöffnungen viel länger als beim Karo sind, und zudem die Faltenbälge über die umgebördelte Kannte des Spurstangenausschnitts gezogen werden müssen.

Unmöglich, ich bekomme das Gummi nicht über die obere Kante ohne das es unten wieder runterrutscht. Also Plan B: ohne aufgezogene Faltenbälge fahren! Nicht die beste Idee bei einer  Wettervorhersage, die am Samstag und Sonntag starke Gewitter und Regenfälle vorhersagt. Alternativ das Treffen für den Tiger absagen und mit dem Alltagsauto nach Walenstadt fahren-  Franziska motiviert mich weiterzumachen und sagt, dass ihr Wetterbericht für Samstag und Sonntag gutes Wetter prognostiziert- ich bin noch nicht ganz überzeugt, da meine Webseite etwas anderes vorhersagt. Franziska sollte Recht behalten: Das Wetter war der Hammer – von Freitag bis Sonntag Abend super bis wir wieder zu Hause waren.

Gekochte Faltenbälge 🙂

Endlich kommt mir die rettende Idee…, wie war das noch mit dem Aufziehen der Radreifen am  Kindertraktor??? Richtig, die Radreifengummis mussten in kochendes Wasser gelegt werden! Schnell den Wasserkocher von zu Hause geholt, Wasser zu Kochen gebracht und ab mit den Faltenbalg ins kochende Wasser- Jetzt geht er prima über die Kante- der Regen kann kommen, unser Tiger ist dicht!!!

Ohne Reifen lassen sich Sturz und Spur der Hinterachse nicht kontrollieren und einstellen…

Am Dienstag bekomme ich dann auch endlich die Reifen zurück- aber es kommt wie es kommen muss. Die letzten Arbeiten finden am letzten Tag vor der Abfahrt statt, und die geplanten Probefahrten fallen aus. Am Donnerstag Nachmittag um 17:30h ist dann endlich alles fertig: Reifendruck, Sturz und Spur vorne kontrolliert und die Hinterachse komplett neu eingestellt, Sonnensegel für die Plexiglashaube ausgeliehen und montiert. Es ist der erste Hochsommertag und unter der Plexiglashaube schön warm.

Erste Fahrt nach Hause- alles super- bis auf die Ladekontrollleuchte! Eine rot brennende Lampe verheisst nichts Gutes, wollen wir doch nicht mit leerer Batterie auf der Strecke liegenbleiben!!! Die Lichtmaschine hatte ich doch vor einem Jahr überholt- sie war auch beim Boschhändler auf dem Prüfstand gewesen – und hatte dort einwandfrei funktioniert, aber?!?!

Franziska ist auch schon zu Hause angekommen und so fahren wir gemeinsam mit den Tiger zu Phippu und Claudia- vielleicht hat Phippu ja eine Idee.

Erste Frage: Hast du die Lichtmaschine umpolarisiert? – Nein, habe ich nicht. Also schnell das Heckteil abgenommen und die Lichtmaschine umpolarisiert- keine Änderung! Da die Lichtmaschine ja beim Bosch Händler geladen hatte- tippe ich auf einen kaputten Regler. Kein Problem, einen neuen Regler hatte ich noch- also schnell in die Garage gefahren,  Regler geholt und eingebaut.

w2

Der Regler wird getauscht

Freitag Morgen wollen wir mit Claudia, Phippu, Res, Grische, Pesche und Sigi nach Walenstadt fahren- also noch eine Nachtschicht einlegen? Der neue Regler verspricht Besserung, die Ladekontrollleuchte geht zeitweise aus. Zufrieden parken wir den Tiger in Phippus Garage und geniessen mit Claudia und Phippu einen schönen Abend.

Werkzeug packe ich trotzdem ein!

Um Gewicht einzusparen hat Phippu kein Werkzeug dabei- schliesslich muss sein BMW 600 einen Wohnwagen über den Kerenzerberg ziehen. Dies ist mir dann doch etwas zu gewagt und so packen wir zwei Werkzeugwickel mit Schraubenschlüssel, Schraubendreher, Zangen usw. ein, man weiss ja nie.  Das wir das falsche Werkzeug eingepackt hatten, wussten wir ja nicht … doch dazu später mehr.

w3

Übernachtung in guter Gesellschaft

Die grosse Fahrt nach Walenstadt

Vor uns lagen 170km Landstrasse durch das schweizer Mittelland über Oftringen, Safenwil an Lenzburg vorbei nach Cham, Zug, und von dort über Schindeleggi und den Kerenzerberg nach Walenstadt. Mit von der Partie waren zwei BMW 600 mit Wohnwagen, eine Bianchina Transformabile ein KR 200 Kabriolet und wir mit dem Tiger. Wir starten rechtzeitig um 9:30h vom vereinbarten Treffpunkt in Oberönz und ich war erstaunt wie gut die beiden BMW 600 mit 2 Personen und einer Anhängelast von 250kg im Verkehr eine Geschwindigkeit von 70-80km/h erreichen. Gegen Mittag erreichten wir problemlos Zug, wo wir eine  Mittagspause einlegten.

w4

Mittagspause in Zug

Ab jetzt wird es etwas bergiger  – es geht trotzdem gut voran. Trotz Sonnensegels wird es im Tiger etwas wärmer, aber es ist auszuhalten, da vorne und hinten die Schiebefenster offen sind. An den roten Ampeln wird schnell ein bisschen gelüftet. Das Wetter am Freitag ist wie prognostiziert sehr schön mit hochsommerlichen Temperaturen und es regnet nicht.

Die Panne am Kerenzerberg

Die beiden BMW 600 mit den Wohnwagen fahren voraus, gefolgt vom Karo und der Bianchina, wir machen den Schluss. Alles geht gut bis zur Abfahrt vom Kerenzerberg. Schon bei der Auffahrt in den Spitzkehren hatte ich das Gefühl, dass der Karo vor mir ein blechernes Geräusch macht, aber der Karo fährt gut den Berg hinauf. Bei der Abfahrt vom Berg wurde dann das Geräusch noch lauter und an einem Parkplatz fährt Res rechts raus und hält an. Grische mit der Bianchina und wir halten auch. Nach dem Öffenen des Karo Heckteils ist alles klar. Die Auspuffmutter hatte sich vom Zylinder gelöst und der Auspuffkrümmer hängt in der Luft.

Obwohl ich viel Werkzeug eingepackt hatte, einen Hakenschlüssel für den Karo habe ich natürlich nicht dabei. Ein Anruf bei Daniel Thüring hilft, er hat zwei Schlüssel und bringt sie vorbei. Nach behobener Panne konnte Res auf eigener Achse die letzten Kilometer nach Walenstadt fahren. Wir sind zufrieden- 170 km ohne Panne sind zurückgelegt.

w5

Phippu bei der Arbeit am Karo

 

Das Treffen

Wie schon in 2007 fand das Treffen in der Nähe der Mehrzweckhalle sehr schön gelegen direkt am Walensee statt. Da das Treffen erst am Samstag begann, waren noch nicht viele Teilnehmer eingetroffen und so konnten die Wohnwagen im abgesperrten Bereich für das Treffen plaziert werden.

w6

Chillen nach getaner Arbeit...

Chillen nach getaner Arbeit…

w8

Das Wasserflugzeugtreffen

w9

Neben dem Kleinwagen und Kabinenroller Treffen fand auch das Wasserflugzeug Treffen statt.

w10

Die Rallye

Nachdem wir gut im Gasthof Löwen in Walenstadt geschlafen und Frühstück gegessen hatten, machten wir uns am Samstag Morgen auf den Weg zu Daniel Thürings Haus um den Tiger abzuholen. Der Tiger durfte in Daniels Garage übernachten, da es beim Hotel keine Garage gab und ich ihn nicht unbeaufsichtigt am See stehen lassen wollte. Pünktlich zum Start der Rallye waren wir wieder am See.

Start Rallye Rollermobile durchs Sarganserland-Werdenberg mit publikumsattraktivem Abschlussposten am See. 3 Schlaufen unterschiedlicher Länge werden abgefahren- so stand es im Programm.

Dies war eine spannende Programmänderung gegenüber dem 2.ten Treffen. Fuhren wir dieses Mal doch nicht im Konvoi, sondern einzeln verschiedene Ziele auf der Route an, wobei unterschiedliche Aufgaben gelöst werden. Am ersten Kontrollpunkt mussten 10 Flumser Masken den richtigen Namen zugeordnet werden- mit Raten erreichten wir 8 von 10 möglichen Punkten- ein sehr guter Wert.

w11

Weiter gings zum nächsten Kontrollpunkt, der Garage Hartmann in Sargans. Neben der Besichtigung einer tollen Oldtimersammlung stand hier Armbrustschiessen auf dem Programm. Nach dem zweiten Schuss hatte ich den Bogen raus und traf den inneren Kreis, gezählt wurden die zwei besten Ergebnisse von drei Schüssen.

Weiter gehts in Richtung Mels und dann auf den Berg zur Bergkäserei Mädris. In der Spitzkehre muss ich in den ersten Gang schalten- ganz schön steil – ich möchte nicht wissen wie die Isetta mit dem Wohnwagen hier hinaufgekommen ist. Bei der Bergkäserei angekommen erwartet die Ralleyteilnehmer ein Stand mit Produkten der Käserei und wieder 10 Fragen in Bezug auf die Käse und die Käserei. Mit raten und einem guten Allgemeinwissen konnte man diese gut beantworten. Klar liegt die Stadt in der der Tilsiter erfunden wurde nicht in der Schweiz, sondern an der Ostsee in Russland.

w12

Weiter gehts auf einer schmalen Strasse den Berg hinauf in Richtung 4ter Kontrollstation, immer wieder mit einem grandiosen Ausblick auf die Kurfirsten und das Tal. Aber so einfach geht es dann doch nicht- nach einem kleinen Patzer beim Kartenlesen fahren wir nicht mehr weiter den Berg hinauf, wie es geplant war, sondern bergab und landen auf einem Bauernhof, wo auch die Strasse endet. Sehr zur Freude des Hofhundes, der uns freundlich bellend begrüsst und an der Kette zerrt. Gott sei Dank ist er angebunden und kann uns nicht näher inspezieren. Durch das Bellen sind auch die Bäuerin und ihre Tochter erschienen. So ein Auto haben sie noch nie gesehen, freundich erklären sie uns, wie wir zum nächsten Kontrollpunkt kommen. Nicht so schlimm, nach 10 Minuten sind wir wieder auf der richtigen Strasse unterwegs in Richtung 4ter Kontrollstation.

Jetzt wird es schwierig! Wie heissen die Kurfirsten und die angrenzenden Berge? Ehrlich gesagt keine Ahnung – aber dank modernster Goggo Technik, nein: Google Suchmaschine auf dem Smartphone, schaffen wir auch diese Klippe …und machen, da wir alleine am Kontrollpunkt sind, noch eine nette Fotosession mit dem Team.

Nun geht es wirklich bergab – über Flums zurück nach Walenstadt treffen wir am 5ten und letzten Kontrollpunkt am Walensee ein, wo wir freundlich von Marcello mit den Worten begrüsst werden: Ihr habt wohl beschissen, ihr seid die Ersten. Tja -superschnell fahren konnte man auf den schmalen Bergstrassen eigentlich nicht, was den Vorteil des Tigers gegenüber den anderen Kleinwagen zu nichte macht. Da wir aber am Sonntag noch 170 km Rückfahrt vor uns hatten, hatten wir nur die fakultative Rundfahrt gewählt und die beiden Ergänzungsstrecken ausfallen lassen- das war die Erklärung.

Am letzten Kontrollpunkt geht es darum 10m mit verbundenen Augen zu fahren- natürlich ohne Beifahrer-  der vorsagen könnte. Ich schaffe 7m und damit beenden wir die Ralley. Da noch nichts auf dem Parkplatz los ist, und wir auch ein bisschen hungrig sind, beschliessen wir nach Sargans zum Essen zu fahren. Nach Besichtigung des Schlosses machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Walenstadt.

w13

Der „giegsende“ Tiger

Nach 16 Jahren in der Schweiz dachte ich eigentlich, dass mein Wortschatz komplett ist und ich keine neuen Worte mehr lernen würde – weit gefehlt! Auf der Rückfahrt von Sargans nach Walenstadt läuft der Tiger einwandfrei. Der Parkplatz am Walensee ist mittlerweile gut mit Kleinwagen gefüllt und so suchen wir uns auch einen Stellplatz bei den anderen Kleinwagen. Nachdem wir nochmals den 5ten Kontrollpunkt durchfahren haben, dieses Mal ohne verbundene Augen, müssen wir kurz hinter einer Schaar von Besuchern anhalten bevor wir einparken können. Nun will der Tiger kein Gas annehmen und macht ein saugendes Geräusch – Ein kleiner Junge kommt zu mir und fragt warum der Tiger denn  „giegst“.  Ich bin etwas ratlos- kenne ich doch das Wort „Giegsen“ nicht, und das Geräusch auch noch nicht. Bis zum Parkplatz lief er ja einwandfrei…. nun  schiebe ich den letzten Meter. Meine Vermutung: wahrscheinlich ist er etwas warm geworden….aber es war etwas Anderes.

Nach der Präsentation dürfen alle Fahrzeuge in die Festhalle, der Tiger absolviert die paar Meter zur Halle ohne Probleme.

 

Festwirtschaft in der Mehrzweckhalle mit Ausstellung der Rollermobile

w14

w15

Am Abend geniessen wir Dixielandmusik, eine wirklich tolle Tanzvorführung „Jazz & Joy“ und als Höhepunkt das Rangverlesen der Rollermobile Rallye.

w16

Die glücklichen Gewinner (Clemens, Phippu, Eckart) der 3 Rallye Etappen mit ihren Preisen

Die Heimfahrt- mit dem giegsenden Tiger

Nach dem Frühstück in unserem Hotel gehen wir wieder zur Mehrzweckhalle um den Tiger abzuholen. Da wir am Montag wieder arbeiten müssen entschliessen wir uns nicht an der Ausfahrt am Sonntag teilzunehmen, sondern direkt nach Hause zu fahren. Beim Herausschieben des Tigers aus der Halle treffe ich den kleinen Jungen wieder, der mit seinem Vater im Eingangsbereich der Halle steht. Er fragt mich ob der Tiger immer noch giegst…. leider kann ich ihm die Frage immer noch nicht beantworten,  ich weiss es nicht.

Der Tiger startet sofort, aber es komisch, er nimmt das Gas nicht so an wie gewohnt und beschleunigt auch nicht wie man es vom Tiger her kennt!?!? Also nachschauen woran es liegt. Beim Ortsausgang Walenstadt in Richtung Kerenzerberg halten wir auf dem Parkplatz an. Beim Öffnen des Heckdeckels ist mir klar woran es liegt. Von der rechten Zündspule ist das schwarze Kabel abgewackelt und hängt lose in der Luft. Auf einem Zylinder läuft der Tiger natürlich nicht wie gewohnt und giegst!!!

Die Fehlerursache ist auch leicht zu finden: Die Schrauben des rechten Zündspulenhalters im Lichtmaschinengehäuse sind zu lang, sodass der Halter wackelt. Nach 2 Minuten ist der Fehler behoben und die weitere Rückfahrt verläuft problemslos.

Fazit

Uns hat das Treffen sehr gut gefallen und wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei allen Organisatoren sowie weiteren Beteiligten bedanken, die das Treffen zu dem gemacht haben was es war: Hervorragend und unvergesslich!!!

Wir kommen gerne wieder einmal nach Walenstadt.

Franziska und Eckart

Kleinwagentreffen Wohlen – mehr Fotos

Hier einige Bilder der Ausfahrten…

Kleinwagentreffen in Wohlen – 2014

In schöner Regelmässigkeit findet alle 4 Jahre das Kleinwagentreffen im aargauischen Wohlen statt, dieses Jahr bereits zum 10. mal. Das Programm – den einen mag es bekannt vorgekommen sein – erstreckt sich über drei Tage.

  • Freitag: Anrollern und kleine Ausfahrt mit Museumsbesuch
  • Samstag: Grosse Ausfahrt mit „Postenlauf“ und Mittagessen
  • Sonntag: Teilnahme am GP Mutschellen

Organisationsteam und Location sind seit Jahren unverändert, so lief auch dieses Jahr wieder alles am „Schnürchen“ wie ein schweizer Uhrwerk! Leider war wie schon in den letzten Jahren der Regen ein treuer Begleiter, was besonders der „offen-Fraktion“ die Ausfahrt etwas erschwerte.

Was Wohlen so besonders macht, ist die grosse Vielfalt der Fahrzeuge. Klar waren Karos und Isettas in allen Farben und Typen zu bewundern aber das Teilnehmerfeld wurde von vielen teilweise etwas unbekannteren Fahrzeugen ergänzt wie:

Geissmann, Kroboth, Brütsch, Rovin, Kleinschnittger, etc.

Die Kleinwagen-Enthusiasten sind eine zahlenmässig überschaubare Gruppe, so bietet sich die Gelegenheit, langjährige Freundschaften zu pflegen und über die guten alten Zeiten zu plaudern. Wie bei allen Oldtimer-Treffen sind auch hier die noch etwas jüngeren Teilnehmer klar in der Minderheit. Die doch teilweise starke Preisanstieg in den letzten Jahren, macht den Einstieg in die Szene immer schwieriger.

Einer der Höhepunkte des Treffens ist jeweils die Teilnahme am GP Mutschellen. Zwischen Bugattis, Formel Fahrzeugen und Rally-Sportlern fallen unsere Kleinwagen immer besonders auf und lösen beim Publikum grosse Begeisterung aus.

Das Gefühl, von tausenden von Zuschauern angefeuert und beklatscht zu werden ist nicht alltäglich und rührt einen.

Wohlen 2010 – Rückschau

Letzte Woche hat mir unser Clubkollege Willi ein CD mit vielen Kleinwagen-Bildern der letzten Jahre in die Hand gedrückt. Hier, die erste Serie der Bilder vom Kleinwagentreffen in Wohlen 2010…

Ja, das ist schon wieder so lange her!

Jahrestreffen 2013: Zürcher Oberland

Dieses Jahr trafen wir uns im Zürcher Oberland rund um den Anlass „Wald rollt“.

Jahrestreffen 2012: Rund um den Hallwylersee

Jahrestreffen vom 23./24. Juni 2012

Nachdem an unserer Generalversammlung einmal mehr ein verzweifelter Kampf entbrannte, wer nun unser Jahrestreffen durchführen darf, konnte ich mich nach internen Intrigen und einigen Schmiergeldzahlungen durchsetzen….

…nein, ganz so war es natürlich nicht. Aufhänger unseres Jahrestreffens war die Einladung von Bernhard Täschler zur Teilnahme an den Jubiläumsfeierlichkeiten der 100jährigen Geschichte von „Wisa Gloria“ in Muri. Warum also nicht gleich das Jahrestreffen mit dieser Einladung verbinden? Gerne stellte ich mich zur Verfügung, die Koordination für das Jahrestreffen zu übernehmen und machte mich an die Arbeit. Erster Punkt bei der Organisation eines Treffens ist für mich immer die Suche nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit. Diese konnte ich im Arbeitserstrandbad in Tennwil am Hallwilersee finden. Unterdessen machten sich auch Bernhard Täschler und Willi Guggenheim Gedanken darüber, was man denn noch alles so unternehmen könnte. Bernhard war an diesem Wochenende nämlich enorm eingespannt, was uns im Endeffekt aber zugutekam. Schliesslich konnten wir zusammenfügen, was jeder organisiert hatte und fertig war das Jahrestreffen.

Am Samstagmorgen trafen wir uns in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg, wo wir das Sommerweinfest besuchten, Bernhard Täschler, seines Zeichens Verwalter der JVA Lenzburg, hatte uns zum Sommerweinfest der JVA Lenzburg mit Weindegustation und Ausstellung von Erzeugnissen aus den Gewerbebetrieben der JVA Lenzburg eingeladen. Tja, da ist wohl nichts mehr mit angeketteten Knackis uns so, Wein wird angebaut. Zudem restauriert die JVA Lenzburg „Wisa Gloria“ Spielzeuge…aha, was da nicht was mit 100 Jahre Wisa Gloria? Nachdem wir uns verpflegt und alle Weine der JVA Lenzburg verköstigt hatten, ging auf eine ausgedehnte Ausfahrt in der näheren Umgebung. Da es ja immer mal wieder etwas zu reparieren oder einzustellen gab, kam gar keine grosse Hetze auf. Schliesslich trafen wir rechtzeitig zum Nachtessen im Arbeiterstrandbad Tennwil am Hallwilersee ein, wo wir den Abend gemeinsam bei Essen, Trinken, Benzingesprächen und Wassersport verbrachten. Leider war uns nicht bekannt, dass der Kiosk schon gegen 22.00 Uhr schliesst, doch konnten wir noch eine Harasse Bier auftreiben, so dass wir nicht allzu trocken ins Bett mussten. Schade war eigentlich nur, dass ausgerechnet an diesem Treffen, das in einer so kinderfreundlichen Umgebung stattfand, keiner mit seinen Kindern angereist ist.

Am Sonntag machten wir uns nach dem Morgenessen auf den Weg nach Muri, wo wir unsere Fahrzeuge im Klosterhof abstellen konnten. Da Bernhard ja auch noch viele Kleinwageneigentümer kennt, die nicht im Rollermobilclub sind, gesellten sich auch noch zahlreiche weitere Kleinwagen zu uns.

Das Programm war sehr ansprechend: Wir konnten unter der kompetenten Leitung von Bernhard Täschler eine Führung durch die Ausstellung „100 Jahre Wisa-Gloria“ geniessen und den Flohmarkt durchstöbern, dessen Hauptgewicht auf altem Spielzeug lag.  Nach dem Mittagessen folgte eine Ausfahrt im Reusstal und gegen die Vesperzeit kehrten wir zum Abschiedsapéro nach Muri zurück, wo wir uns dann verabschiedeten.

Beide Tage konnten wir bestes Wetter geniessen und es war angenehm warm. Ich danke an dieser Stelle allen Helfern herzlich für Ihren Einsatz, insbesondere aber Bernhard Täschler, dank dessen Engagement wir ein Jahrestreffen mit wirklich ausnehmend vielen Höhepunkten erleben durften. Wir freuen uns schon auf die Ausstellung zum 125jährigen Jubiläum von Wisa Gloria! Ich bin dann 71 und frühpensioniert….

Walter Kälin, Präsident RMC

Jahrestreffen 2007: Es rollert in Walenstadt

Es rollert in Walenstadt – die Organisatoren

Daniel Thüring und Markus Good haben sich an der GV verdankenswerterweise für die Organisation des Jahrestreffens zur Verfügung gestellt. Wie schon beim letzten Treffen in Walenstadt wurde das Treffen in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Walenstadt und grösser als im üblichen Rahmen organisiert, mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland.

Anfahrt
Am Samstagmorgen mussten wir schon früh aus den Federn, um Walenstadt rechtzeitig zu erreichen. Ich hatte mich für die Anfahrt mit Karl „Ka“ Birchler verabredet, der seine beiden Kinder mitnahm, die wir ihn unseren Fahrzeugen bestens unterbringen konnten. Mit Isetta und Messerschmitt fuhren wir via Kerenzerberg zum Treffpunkt, wo schon eine ansehnliche Anzahl Kleinwagen für die gemeinsame Ausfahrt bereits stand.

Walenseefähre !
Das OK hatte diesmal eine Ausfahrt von rund 95 km organisiert, die uns bis ins Fürstentum Lichtenstein führen sollte. Über Sargans und Buchs fuhren wir nach Werdenberg, wo es einen Verpflegungshalt gab. Anschliessend führte die Fahrt nach Schaanwald im Fürstentum Lichtenstein, wo wir das grösste Holzvergasermuseum der Welt besichtigen konnten. Unglaublich, was hier im Laufe vieler Jahre für Raritäten zusammengetragen wurden, Lastwagen, Personenwagen, Gespanne…. es hatte für alle etwas. Die meisten Exponate stammen aus der Zeit um den zweiten Weltkrieg, doch waren auch neuere Fahrzeuge zu bestaunen, die erst in den vergangenen Jahren in Finnland auf Holzvergaser umgebaut wurden. Auf dem Rückweg haben wir das ganze Fürstentum Lichtensein durchquert, was selbst mit einem Rollermobil keine allzu schwierige Aufgabe ist. Schliesslich ist der ganze Konvoi wieder zurück nach Walenstadt gefahren, von wo aus nun einige erlesene Fahrzeuge nach Unterterzen starten konnten. Dort wurden die Fahrzeuge, bei denen auf eine möglichst grosse Modellvielfalt geachtet wurde, auf ein Ledischiff verladen. Dieses Ledischiff sollte damit in die Geschichte eingehen, die erste Fähre auf dem Walensee zu sein. Ein schier unglaublicher, historischer Moment, der auf einen Aprilscherz des Schweizer Fernsehens aus den 80er Jahren basiert. Ja, damals hatte das Fernsehen halt noch originelleres zu bieten als unwichtige News über unsere Schweizer Cervelat-Prominenz. Wer nicht nach Unterterzen mitfahren konnte, wurde inzwischen auf einem Passgierschiff nach Unterterzen gefahren, wo auch die Rollermobilfahrer wieder zustiegen. Selbstverständlich liessen es sich Daniel Thüring und Thomas Good nicht nehmen, als blinde Passagiere an Bord dieser ersten Wahlenseefähre zu bleiben. Sie müssen den Coup schon von langer Hand geplant haben, wurde doch schnell allen klar, dass sie auf der Überfahrt weder an Hunger, noch an Durst zu leiden hatten. Im Gegenteil.

Der Empfang in Walenstadt
Die grosse Überraschung folgte im Hafen von Walenstadt. Hunderte von Schaulustigen hatten sich zur Ankunft der Fähre eingefunden. Unter grossen Applaus wurden die verschiedenen Fahrzeuge über eine Rampe von der Fähre gefahren. Ein tolles Erlebnis für all jene, die dabei sein dürften und für mich selbst der Höhepunkt des Treffens.

Abendunterhaltung
Anschliessend wurden alle Fahrzeuge in die Mehrzweckhalle zur Ausstellung gefahren. Der Kulturkreis Walenstatt hatte wiederum eine grosszügig dimensionierte Festbeiz eingerichtet, so dass Fahrer, Gäste und interessierte Besucher sich bald zu einer einzigen Festgesellschaft zusammenfanden. Für Unterhaltung sorgte die Dixieband FFLA ,“Fresh from the liver away“, die frisch von der Leber weg spielte. Mit einer interessanten Dokumentation wurde uns auch noch der neue Peraves Monotracer, der Nachfolger des bekannten Ecomobils, vorgestellt. So dauerte der Abend noch einige Zeit und für einige noch einige Zeit länger, bis es schliesslich Zeit wurde, etwas Schlaf zu suchen.

Grosser Dank
Netterweise stellte mit Daniel Thürig das Familiensofa als Ruhestätte zur Verfügung und am nächsten Morgen ging es nach einem zünftigen Morgenessen an die Sonntagsfahrt zum…Z’morge-Brunch in die Sagibeiz in Murg. Tja, als ich dort wieder raus kam, hatte ich mich definitiv vollgefressen. Es folgte eine Fahrt über den Kerenzerberg nach Weesen, wo wir in einem lauschigen Badibeizli direkt am See noch einmal zusammensitzen konnten. Bald löste sich die Gesellschaft auf, einer nach dem andern fuhr in Richtung Heimat. Es war ein tolles Wochenende, sehr gut organisiert und mit einigen Highlights, um das mal neudeutsch zu formulieren. Besten Dank an Daniel Thüring, Markus Good, den Kulturkreis Walenstadt und die zahlreichen Helferinnen und Helfern für die tadellose Organisation. Wer weiss, vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja eine dritte Auflage. Wir sind gespannt…

Wädi Kälin, Einsiedeln

Rollermobilclub Jahrestreffen – Zürich, 11-12.09.2004

Anrollern in Zürich

Bei bestem Wetter fanden sich am Samstag, 11. September gegen Mittag zahlreiche Rollermobilfreunde beim Strandbad Wollishofen ein, das von unserem Clubmitglied Rico Christen geführt wird. Rico hat sich dieses Jahr bereit erklärt, das Jahrestreffen zu organisieren und so harrten wir gespannt der Dinge, die da kommen würden….

Los geht’s!
Kurz nach Mittag fuhr der Rollermobil-Tross ab in Richtung Zürich. Erwartungsgemäss kamen wir nicht weit. Nicht etwa, dass wir Pannen zu beklagen hatten, nein viel schlimmer: Wir mussten an die Tankstelle. Es ist offenbar nicht möglich, dass sich alle mit betankten Fahrzeugen zum Jahrestreffen einfinden. Wie dem auch sei, wenige Minuten später konnten wir weiterfahren und fanden uns mitten in Zürich an den Gestaden der Limmat wieder, wo Rico kurzerhand rechts abbog und uns durch ein verkehrsfreies Gässchen mitten in die Fussgängerzone im Niederdorf führte (Verkehrsfrei war das Gässchen wohl wegen dem gross beschilderten Fahrverbot).

Dort gab es einen ersten Zwischenhalt, den uns Rico mit „Chlepfmoscht“ versüsste. Da es Samstagmittag war und wir mitten in der Fussgängerzone parkiert hatten, wurden unsere für moderne Zeitgenossen durchaus seltsam anmutenden Karossen schon bald von zahlreichen Schaulustigen belagert. Eine Dame fühlte sich von den Fahrzeugen sogar derart angetan, dass sie sich kurzerhand entschloss, bei Walti Leemann mitzufahren. Gerüchte, wonach es sich um eine Entführung gehandelt haben soll, konnten nicht bestätigt werden.

Weiter in die Rebberge
Nachdem wir inzwischen schon einen gehörigen Rückstand auf unseren Terminplan hatten, ging die Fahrt wieder weiter, dank der tollen Signalisation in Zürich mit einer Ehrenrunde die Limmat auf und ab. Am Stadtrand warteten wir auf einem Parkplatz, bis sich alle durch den Grossstadtdschungel gekämpft hatten, und fuhren weiter in die Weinberge oberhalb der Goldküste. Die Grösse der Rebflächen ist eigentlich überraschend, man kennt den einheimischen Wein halt doch zu wenig. Auch ich muss zugeben, dass ich einen guten Tropfen aus der Toscana einem Wein aus der Deutschschweiz bisher gerne vorgezogen habe, doch zeigt sich, dass hier offenbar Potential vorhanden ist. Nach einem kurzen Zwischenhalt ging die beschwerliche Fahrt weiter, Beschwerlich deshalb, weil wir uns auf Nebenstrassen konzentrierten, die zum Teil mit einer ordentlichen Steigung aufwarten konnten.

Es kreucht und fleucht
Schon kurz nach der Abfahrt wurde mir eine derartige Steigung fast zum Verhängnis. Meine Isetta keuchte nur noch mühsam den Berg hinauf, und das, obwohl es sich um die äusserst drehmomentstarke 300-Kubik-Version handelt, welche volle 13 Pferdestärken auf den Asphalt bringt. Es kam mir vor, als würde ich mit angezogener Handbremse fahren und ich dachte schon ernsthaft darüber nach, den Motor revidieren zu lassen, bis ein Blick in die richtige Richtung meine Vermutung bestätigte. Nach dem ich die Handbremse gelöst hatte, fand ich es nicht mehr notwendig, den Motor zu revidieren. Peinlich.

Zwischenhalt
Unter kundiger Führung von Rico erreichten wir schliesslich das Restaurant Hochwacht auf dem Pfannenstiel. Als fremder Fötzel erwartete ich natürlich keine Bekannten von mir dort, schliesslich ist das Restaurant weit von Einsiedeln, dem Zentrum der Welt, abgelegen. Doch kaum dort, erkannte ich schon eine Serviertochter. Sie war früher mal Wirtin in meiner früheren Stammkneipe in Einsiedeln. Die Welt ist klein, die Isetta auch. Inzwischen war unser Zeitplan ziemlich durcheinander geraten. Da die meisten Piloten und deren Passagiere ausgehungert waren, musste der Koch noch ein Brikett nachschieben, bis alle satt waren. Nach dem Essen bestiegen wir noch den Aussichtsturm, der früher auf dem Bachtel gestanden hatte, und konnten die prächtige Rundumsicht auf den Zürichsee und das Zürcher Oberland geniessen.

Zu spät 1 und zu spät 2
Viel später als erwartet traten wir die Weiterfahrt an. Rico hatte einen Besuch in einem Rebbau-Museum organisiert. Da wir viel zu spät dran waren, telefonierte Rico sicherheitshalber mit dem zuständigen Führer. Dieser zeigte sich überhaupt nicht glücklich über unsere Verspätung, so dass wir auf den Museums-Besuch verzichten mussten. So fuhren wir direkt nach Meilen, wo wir mit der Fähre nach Horgen übersetzten. Von dort ging es zurück zum Strandbad Wollishofen. Auf dieser Strecke kamen uns immer wieder alte Vespas entgegen, welche im Strandbad Wollishofen einen Halt eingelegt hatten. Eigentlich war vorgesehen, die Vespas dort zu treffen. Da wir aber etwas spät dort ankamen, war bei unserer Ankunft nur noch eine Handvoll Vespas dort.

Der Gourmettempel
Zurück im Strandbad Wollishofen konnten wir einige der besten Weine degustieren, die in der Region Zürich produziert werden. Am Abend zauberte die Küchenbrigade ein tolles Abendessen, dem schon bald interessante Gespräche mit und ohne Benzin folgten. Je später der Abend wurde, desto lustiger wurden die Gäste. Schliesslich tranken wir uns noch durch Ricos Grappa-Sortiment, bis gegen zwei Uhr morgens Bettruhe verordnet wurde. Da in unmittelbarer Nähe keine Schlafmöglichkeiten vorhanden waren, verzettelte sich unsere Gruppe etwas. Einige fuhren nach hause, einige übernachteten zuhause und kamen am morgen wieder, andere bezogen Zimmer in einer Jugendherberge und einige wenige übernachteten im Standbad Wollishofen, im Zelt oder Nebenräumen.

Feuchter Sonntag
In der Nacht vollzog sich ein abrupter Wetterwechsel. Konnten wir am Samstag noch wunderbares Wetter geniessen, war es am Sonntag genau umgekehrt: Petrus gönnte den Blumen etwas zu trinken. Doch noch immer behauptete sich eine Gruppe unerschütterlicher Rollermobilianer, um den Sonntag gemeinsam zu gestalten. Die ursprünglichen Pläne mit einer kleinern Wanderung wurden fallengelassen. Da der Regen am späten Vormittag wieder aufgehört hatte, beschlossen wir zum Tierpark Langenberg bei Adliswil zu fahren. Auf der Fahrt machten wir noch einen Zwischenhalt bei der Garage von Ralph Bollag, was für alle sehr interessant war. Überhaupt: Warum machen wir nicht mal ein Treffen in einer unserer Schrauber-Garagen? Ist doch viel interessanter als so eine saftige, grüne Blumenwiese oder eine Fahrt durch einen romantischen Wald…oder? Als wir uns endlich von Ralph’s Schätzen losreissen konnten, fuhren wir weiter zum Tierpark Langenberg, wo wir einiges an einheimischem und nicht mehr einheimischem weil ausgerottetem Getier bestaunen konnte. Ich muss zugeben, dass ich Rehe und auch ein Wildschwein gerne nicht nur aus der Nähe, sondern noch lieber in der Pfanne gesehen hätte. Nach der Besichtigung des Tierparks verabschiedeten wir uns. Die Strassen waren inzwischen wieder trocken, wir alle um einige Erfahrungen reicher und ich selbst glücklich, dass ich den Motor jetzt doch nicht revidieren muss.

Ein herzlicher Dank geht an alle, die zum Erfolg des Jahrestreffens beigetragen haben, insbesondere an Rico und Fioretta Christen, aber auch an alle, die gekommen sind. Hoffen wir, dass sich auch für das Jahrestreffen 2005 ein motivierter Organisator findet.

Walter Kälin, Einsiedeln

Seite 1 von 3123

Neueste Artikel

Gallery

b4_1_b.jpg pumpkincar1.jpg mivalino02.jpg OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA img_0790.jpg img_0966.jpg img_1173.jpg

Kontakt

Rollermobilclub Schweiz
Bahnhofstrasse 15
CH-5614 Sarmenstorf
 
Website: http://www.rollermobilclub.ch
Email: webmaster@rollermobilclub.ch