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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

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So, nun ist der Motor wieder draussen…

So, nun ist der Motor wieder draussen…

Die erste Probefahrt mit dem Belcar hat Spass gemacht. Allerdings war bald klar, dass gewisse Dinge noch etwas Zuneigung benötigen.

Konkret: Motor und Hinterradachse

Der Motor lief gleich beim ersten Start und dies nach 50-Jahren Dornröschenschlaf! Aber die Freude währte nicht lange – weisse Wolken begleiteten mich beim Anfahren und bei zügiger Fahrt. War eigentlich klar, dass die Simmeringe die lange Trockenzeit nicht ohne Risse überstehen, aber nun weiss ich dass die Schaltung einwandfrei ist und der Motor keine unnötigen Geräusche von sich gibt.

Bei der Hinterachse hatte ich auch gewisse Bedenken, schliesslich war sie stark eingelaufen. Beim Bremsen zeigte sich nun, dass die Achse nicht rund läuft, dementsprechend pulsierte das Bremspedal beim Ausgleichen des unrunden Laufes der Bremstrommel.

Belcar Hinterachse

Die Demontage des Motors war schwieriger als dies normalerweise der Fall ist. Das Kettenritzel, das auf einem konischen Flansch der Hauptwelle sitzt liess sich einfach nicht abziehen. Der erste Abzieher kapitulierte schon bald und brach – mit einem professionellen gings auch nicht. Erst die „Holzhacker“ Lösung mit Trennscheibe, Ausglühen und anschliessendem Abzieher-Murks liess das Zahnrad zum Einsehen bewegen…

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War das Ritzel mal ab, ging die restliche Demontage ohne Probleme, nun ist die Kurbelwelle in Revision und kriegt ein neues Pleuel mit Nadellager, dabei setze ich auch gleich die speziellen Kurbelwellensimmeringe von Frank ein, die sich von aussen montieren lassen. Sollte also irgendwann in der Zukunft wieder ein Simmering das zeitliche segnen, kann der Ersatz ohne Demontage des Motors erfolgen. Ein neues Ritzel muss dann natürlich auch her, ich hoffe das vom Sachs 175 passt. Mit den 16 Zähnen wäre gleich auch das Übersetzungsproblem gelöst und der Wagen sollte gemäss Getrieberechner ca. 80 Km/h laufen. Erstaunlicherweise hat der Motor genau dieselbe Übersetzung wie der KR200, bei anderen Fahrzeugen die mit dem Sachs 200 ausgerüstet wurden, wie bsp. das Fuldamobil trug man dem höheren Fahrzeuggewicht Rechnung und passte den 3-Gang an.

Getriebe

 

Mopetta – historische Bilder

Mopetta – historische Bilder

Schöne Bilder !

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Herausforderung gesucht…

Herausforderung gesucht…

Ganz wichtig bei Restaurationsobjekten – das Fahrzeug muss komplett sein. Ja, in diesem Fall ist das Fahrzeug soweit zu erkennen komplett. Da steht einer erfolgreichen Restauration ja nichts im Weg!

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Fahrbericht !

Fahrbericht !

Erstmals seit knapp 50 Jahren fuhr der Belcar wieder auf schweizer Strassen!

Nach den ersten Kilometern kann ich dem Wagen einen gewissen Fahrkomfort nicht absprechen.

Es sitzt sich gemütlich auf einer durchgehenden, wenn auch nicht exzessiv gepolsterten Sitzbank, die für drei Personen genügend Platz bietet.  Das Lenkrad liegt gut in der Hand, das Handling ist einwandfrei und sehr leichtgängig – steht einer heutigen Servolenkung um nichts nach! Die Bremsen verzögern den Wagen ausreichend. Die Handbremse funktioniert, ist allerdings etwas ungünstig angeordnet.

Das Komfort-Highlight ist allerdings die Federung – man schwingt wie in einem amerikanischen Strassenkreuzer über die Strassen. Wie sich die sehr weiche Federung bei Höchstgeschwindigkeit bewährt wird sich noch zeigen.

Geschaltet wird wie beim Messerschmitt – allerdings sitzt der Schalthebel links. Einzig die Bedieung des Benzinhahns ist etwas umständlich da nur bei geöffneter Motorhaube zugänglich. Da habe ich mir die Freiheit genommen, ein elektrisches Ventil in den Schlauch einzubauen das bei Betätigung der Zündung öffnet.

Die Übersetzung nicht optimal. Ich kann mir nicht vorstellen, das dies so ab Werk verbaut war, ausser der Wagen ist für den Einsatz in einer Bergregion modifiziert worden. Da muss ich wohl noch etwas Rechnen und ein passenderes Zahnrad anfertigen…

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Sieht doch schon wie ein richtiges Auto aus…

Sieht doch schon wie ein richtiges Auto aus…

Nach langen Monaten des Demontieren, Reinigen, Reparieren, Recherchieren, etc. nimmt der Zusammenbau des Fahrzeuges langsam Gestalt an. War aber auch Zeit, schliesslich muss das „Motivationskonto“ auch wieder aufgefüllt werden.

Ein Blick auf ein fast fertig zusammengebautes Fahrzeug macht einfach viel mehr Spass !

Belcar - Heckansicht

Die Elektronik machte bisher wenig Sorgen, bis auf die Hupe und den Reservegeber im Tank sind alle Komponenten noch heil – sogar die Glühbirnen leuchten noch. Wie bereits erwähnt, habe ich eine neue Verkablung durch die alten Bougierohre gezogen was natürlich nicht immer ganz einfach war, aber wer will es schon einfach haben. Jedenfalls ist alles Verkabelt und sieht so aus, wie es damals vom Werk kam.

Jetzt stehen noch die Abschlussarbeiten und eine sorgfältige Reinigung der Karosse und Zierleisten an. Ich freue mich schon auf die erste Proberunde und bin gespannt wie sich der Wagen fährt. Die Stossdämpfer vorne und hinten sind sehr weich, ob dies nur dem Alter geschuldet ist oder zur konfortablen Abstimmung des Fahrwerkes gehört werden wir sehen…

Belcar - Innen

Belcar - Motor & Tank

Belcar Motor

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Belcar – Motor eingebaut…

Belcar – Motor eingebaut…

Es war ein weiter Weg zurück…

Nachdem das rohe Chassis mit der Karossiere verschraubt war, ist die erste Euphorie schnell entschwunden. Kaum ein Teil der Vorder- und Hinterrad-Aufhängung liess sich ohne „Fluchen“ montieren. Wieder ein Indiz auf die fehlende Erfahrung einer Serienproduktion, die Firma Grünhaut hatte damals versucht möglichst einfach ein lauffähiges Fahrzeug auf die Strasse zu bringen – Dinge wie Reparaturfreundlichkeit standen definitiv nicht im Pflichtenheft.

Beim Motor spielte sich dasselbe Leid ab, zusätzlich kam noch das Gewicht des Motors mit montiertem Kettenkasten hinzu. Nun genug gejammert, das Ganze soll ja die nächsten Jahre am Stück bleiben und weitere Demontagen / Montagen sind nicht vorgesehen 🙂

Belcar - Motor

Belcar - Motor

Belcar - Motor

Als nächstes steht die ganze Verkablung an. Für den neuen Kabelbaum werde ich mich am Messerschmitt Schema orientieren und zusätzlich eine Masse-Leitung verlegen. Ein weiterer Unterschied zum Messerschmitt Schema ist der Tankgeber für die Reserve-Anzeige.

Es scheint so, als sei vor Jahren ein Schwimmer im Röhrchen beheimatet gewesen, ist aber in der Zwischenzeit alles weggerostet. Am einfachsten wäre natürlich ein neues Ersatzteil, bisher habe ich aber noch nicht herausgefunden, wo dieser Tankgeber sonst noch verwendet wurde. Bin da um jeden Tipp dankbar.

Belcar - Tankgeber, Reserveschalter

Belcar – Chassis und Karosserie wieder zusammen

Belcar – Chassis und Karosserie wieder zusammen

Der Funktionstest des kompletten „rolling chassis“ hat wie gewünscht funktioniert. Jetzt können Chassis und Karosserie wiedervereinigt werden. Dazu ist es leider notwendig fast alle Anbauteile wie Vorderradaufhängung, Motor mit Schwinge, etc. zu demontieren sonst lässt sich das Chassis nicht mit der Karosserie verbinden. Ist mal alles am Platz können die Anbauteile wieder montiert werden.

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man sieht, dem Belcar die Vorfreude auf baldige Ausfahren ins Gesicht geschrieben 🙂

BelcarFront

Belcar – erste Probefahrt

Belcar – erste Probefahrt

Mal schnell die Räder montiert, das Chassis aus der Garage gestossen und los gehts! Man glaubt es kaum, aber der Motor ist tatsächlich beim ersten Versuch angelaufen – etwas laut, da die Aufpuffdichtung noch nicht montiert ist aber der typische Sachs 2-Takt Sound…

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Nun, da der Motor läuft und die Bremsen funktionieren werde ich das Chassis wieder soweit demontieren damit die Karosserie aufgesetzt werden kann. Als nächstes steht dann die Verkablung an – ähnlich dem Motto „alter Wein in neuen Schläuchen“ werde ich neue Kabel in die alten PVC Hüllen verlegen. Obwohl der Kabelbaum eigentlich gut und unverbastelt aussieht ist mir das Risiko, die alte Verkablung zu verwenden zu gross.

Klappt alles wie geplant, sieht der Belcar schon bald wieder wie ein richtiges Auto aus…

 

Belcar – Motor dreht und Zündung funktioniert…

Belcar – Motor dreht und Zündung funktioniert…

Nachdem nun alle Komponenten zusammengebaut sind, habe ich Motor, Batterie und Zündschloss verbunden um mal einen ersten Testlauf zu starten. Da es sich beim Sachs-Motor ja um einen klassischen Motorrad-Motor handelt und deshalb auch kein Rückwärtsgang vorhanden ist, lässt sich der Motor durch Umkehren der Anlasserpolarität auch rückwärts laufen.

Da sich der Motor um 1970 das letzte mal aus eigener Kraft bewegt hat – war ich gespannt ob alles klappt.

Alles Bestens, Motor dreht in Beide Richtungen, alle Kontrolllampen leuchten im richtigen Moment und der Zündfunke sieht auch gut aus.

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Sobald ich die Räder mit den neuen Reifen zurückbekomme, schiebe ich das Chassis aus der Garage lass den Motor dann richtig laufen…

Belcar – Motor eingebaut !

Belcar – Motor eingebaut !

Da die Belcar-Technik doch einige Überraschungen auf Lager hat, habe ich mich entschieden das Chassis komplett mit Motor und Verkablung aufzubauen und natürlich auch zu testen bevor die Karosserie montiert wird. Nachdem die Bremsen und Vorderradaufhängung an Ihrem Platz sind, habe ich mich mit dem Motor beschäftigt. Gemäss Aussage des Vorbesitzers ist der ca. 1970 noch bestens gelaufen und ein erster Blick auf Zündung, Kolben und Glockenanker lassen daran nicht Zweifeln. So ging es darum, alles zu Reinigen, eine neue Primärkette einzubauen, die Kupplungsbeläge zu wechseln und der Lichtmaschine neue Kohlen zu spendieren.

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Ich muss schon sagen, der Wechsel der Primärkette war eine echte Herausforderung. Zuerst musste ich einen Halter für die verzahnte Hülse herstellen um die Schraube zu lösen – dann habe ich versucht die Hülse abzuziehen – zuerst erfolglos. Später nach kurzer Rückfrage im Messerschmitt-Forum nahm ich den Glockenanker-Abzieher aus der Schublade, der bietet auf der einen Seite ein Gewinde dass sich in die Hülse eindrehen lässt. So konnte ich die Hülse abziehen, das nächste Hindernis war der Kupplungskorb – mit dem Universalabzieher und etwas „schmakes“ löste sich der Korb. Ist mal alles weg, wechselt sich die Kette fast von alleine. Beim Zusammenbau wurden gleich noch neue Kupplungsbeläge, Simmeringe und eine neue Dichtung eingebaut.

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Danach stand die andere Seite im Fokus des Geschehens. Die Platte mit dem Tachosaiten-Antieb wurde eingebaut.

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Die Hinterradachse provisorisch montiert, damit das Kettenspiel eingestellt werden kann. Ist alles eingestellt, können die Bremsankerplatte verschraubt und die Bremsbeläge und Trommel eingebaut werden. Der Kettenkasten ist ein ziemlich rudimentäres Stück Ingenieurskunst, ich kann mir nicht vorstellen, wie da früher das Oel drin bleiben sollte – ich werde auf jedenfall Fliessfett verwenden.

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So, nun ist die Einheit mit Motor und Schwinge im Fahrgestell.

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Das geübte Auge erkennt die typische Blackbox von Siba, wie sich auch im frühen KR200 verwendet wurde. Der Luftfilter unterscheidet sich bei der Befestigung vom Karo-Typ.

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Um dem Vergaser was gutes zu tun, habe ich die dicke Dichtung und das Abschirmblech verbaut. Interessanterweise hat der Motor kein Typenschild sondern eine eingestanzte Motornummer – die so auch im Fahrzeugausweis vermerkt ist.

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