Abonnieren
Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Archiv für die Kategorie Allgemeines

Rückblick: Auktion bei Christie’s – 06.03.1997

Vorgeschichte

Am 06.03.1997 wurden aus der Kleinwagensammlung „Bruce Weiner – Kanada“ ca. 40 Fahrzeuge versteigert. Bruce hat in den Jahren zuvor eine grosse Sammlung an Kleinwagen zusammengetragen.

Wenige Tage nach der Auktion hatte Er den Verkauf bereut und bereits wieder einige Kleinwagen gekauft. Heute steht in Madison die grösste Kleinwagensammlung der Welt.

Fahrzeuge

Lot
#150
#151
#152
#153
#154
#155
#156
#157
#158
#159
#160
#161
#162
#163
#164
#165
#166
#167
#168
#169
#170
#171
#172
#173
#174
#175
#176
#177
#178
#179
#180
#181
#182
#183
#184
#185
#186
#187
#188
#189
#190
#191
#192
  Typ
Heinkel 154
Berkeley T-60
Fiat 500 Topolino
Inter Berline
Mochet Velocar
Vespa 400
BMW 600
Paul Vallee Chantecler
Goggomobil TL400 – Transporter
Spatz
Fiat Multipla
Messerschmitt KR175
Baby Rolux
Reliant Regal Mk I
Solyto
Kleinschnittger F125
Messerschmitt Tiger
Glas Isar TS400
King S-7 (Fuldamobil)
Messerschmitt KR200 Sport
Mochet Commerciale
Bond Bug
Peel Trident
Bond Mk B
Fuldamobil N-1
King Midget
NSU Prinz
Messerschmitt KR201
BMW Isetta
Kleinschnittger F125
Rovin D4
Mikrus (Goggomobil)
Goggomobil T400
Fuldamobil S-1
Berkeley Sport
Messerschmitt KR200
Victoria Spatz
Messerschmitt Tiger
Zündapp Janus
Mochet
Messerschmitt KR200
Trojan
Brütsch Rollera
Baujahr
1957
1962
1938
1955
1951
1958
1959
1957
1959
1956
1957
1954
1949
1953
1959
1952
1960
1959
1959
1961
1953
1973
1964
1952
1951
1967
1960
1958
1957
1954
1951
1959
1959
1955
1959
1961
1957
1969
1958
1954
1959
1962
1958
  Zuschlagpreis
$ 7406
$ 3944
$ 2216
$ 12960
$ 3333
$ 889
$ 10189
$ 11009
$ 35120
$ 2851
$ 3518
$ 18515
$ 14812
$ 1388
$ 4814
$ 22218
$ 42585
$ 7406
$ 4444
$ 37030
$ 5555
$ 4629
$ 46288
$ 13886
$ 16664
$ 3148
$ 592
$ 37070
$ 33327
$ 22218
$ 7408
$ 1388
$ 27773
$ 3333
$ 7036
$ 38882
$ 15738
$ 48139
$ 14812
$ 12035
$ 29624
$ 29624
$ 31476

Schweizer Kleinwagen: Belcar

Firma A. Grünhut & Co – Wollerau (SZ), 1955

In der mit großen, ausländischen Wagen stets gut versorgten Schweiz war auch in den 40er und 50er Jahren, als in Frankreich oder in der Bundesrepublik Dutzende von mehr oder minder brauchbaren Kleinwagen auftauchten, kaum ein Bedarf an solchen Fahrmaschinen spürbar geworden. Trotzdem versuchte im Jahre 1955 die in Wollerau in Nähe von Zürich ansässige Firma A. Grünhut & Co. an dem in Europa allgemein herrschenden Minicarboom tellzuhaben.

Belcar 1

Um sich nicht die Kosten und Mühen einer Eigenkonstruktion auferlegen zu müssen, hielt man Ausschau nach einem brauchbaren, preiswert in Lizenz zu bauenden Vehikel und kam schließlich mit Egon Brütsch ins Geschäft. Der unermüdliche „Plastik-Eier“-Konstrukteur Brütsch hatte seine aktuellen Kreationen kurz zuvor in Genf ausgestellt. Bald war in Wollerau eine kleine Montagehalle eingerichtet, wo das Kunststoffauto Brütsch 200 dann unter dem wohlklingenden Namen „Belcar“ entstehen sollte. An der Karosserie, die aus je einer Unter- und Oberschale zusammengefügt wurde, hatte man nur die Anordnung der Scheinwerfer etwas korrigiert, ansonsten glich der Belcar dem Brütsch 200 buchstäblich wie ein Ei dem anderen.

Typenschein: Brütsch/Belcar

Der Boden des Mobils wurde von einem Gitterrahmen verstärkt, die Radaufhängungen hingegen waren an der Karosserie verankert. Für den Antrieb sorgte im Gegensatz zum originalen Brütsch-Mobil ein 200ccm-Einzylinder-Zweitakter von Sachs, wie er auch im Messerschmitt verwendet wurde. Eine 140 cm breite Sitzbank konnte drei (schlanke) Erwachsene aufnehmen, doch war dann einer zügigen Fortbewegung die Grundlage der Leichtgewichtigkeit entzogen.

Es entstanden indes aber nur einige Versuchswagen – man geht von 7 – 10 Fahrzeugen aus. Nachdem in Deutschland die schweren Konstruktionsmängel bei der Radaufhängung bekannt geworden waren (siehe „Spatz“), stellte die Firma Grünhut auch wegen zunehmender finanzieller Schwierigkeiten noch im selben Jahr ihre Aktivitäten auf dem Kleinwagensektor wieder ein.

Der einzig überlebende Belcar (Chassis-No. 1003) wurde bis Mitte der 60-iger Jahre regelmässig für Arbeit- und Freizeitfahrten eingesetzt. Ingesamt sind mit dem Wagen 130’000Km zurückgelegt worden – ganz so schlimm kann es mit der Qualität des Fahrzeuges demnach nicht gewesen sein.

Jahrestreffen 2007: Es rollert in Walenstadt

Es rollert in Walenstadt – die Organisatoren

Daniel Thüring und Markus Good haben sich an der GV verdankenswerterweise für die Organisation des Jahrestreffens zur Verfügung gestellt. Wie schon beim letzten Treffen in Walenstadt wurde das Treffen in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Walenstadt und grösser als im üblichen Rahmen organisiert, mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland.

Anfahrt
Am Samstagmorgen mussten wir schon früh aus den Federn, um Walenstadt rechtzeitig zu erreichen. Ich hatte mich für die Anfahrt mit Karl „Ka“ Birchler verabredet, der seine beiden Kinder mitnahm, die wir ihn unseren Fahrzeugen bestens unterbringen konnten. Mit Isetta und Messerschmitt fuhren wir via Kerenzerberg zum Treffpunkt, wo schon eine ansehnliche Anzahl Kleinwagen für die gemeinsame Ausfahrt bereits stand.

Walenseefähre !
Das OK hatte diesmal eine Ausfahrt von rund 95 km organisiert, die uns bis ins Fürstentum Lichtenstein führen sollte. Über Sargans und Buchs fuhren wir nach Werdenberg, wo es einen Verpflegungshalt gab. Anschliessend führte die Fahrt nach Schaanwald im Fürstentum Lichtenstein, wo wir das grösste Holzvergasermuseum der Welt besichtigen konnten. Unglaublich, was hier im Laufe vieler Jahre für Raritäten zusammengetragen wurden, Lastwagen, Personenwagen, Gespanne…. es hatte für alle etwas. Die meisten Exponate stammen aus der Zeit um den zweiten Weltkrieg, doch waren auch neuere Fahrzeuge zu bestaunen, die erst in den vergangenen Jahren in Finnland auf Holzvergaser umgebaut wurden. Auf dem Rückweg haben wir das ganze Fürstentum Lichtensein durchquert, was selbst mit einem Rollermobil keine allzu schwierige Aufgabe ist. Schliesslich ist der ganze Konvoi wieder zurück nach Walenstadt gefahren, von wo aus nun einige erlesene Fahrzeuge nach Unterterzen starten konnten. Dort wurden die Fahrzeuge, bei denen auf eine möglichst grosse Modellvielfalt geachtet wurde, auf ein Ledischiff verladen. Dieses Ledischiff sollte damit in die Geschichte eingehen, die erste Fähre auf dem Walensee zu sein. Ein schier unglaublicher, historischer Moment, der auf einen Aprilscherz des Schweizer Fernsehens aus den 80er Jahren basiert. Ja, damals hatte das Fernsehen halt noch originelleres zu bieten als unwichtige News über unsere Schweizer Cervelat-Prominenz. Wer nicht nach Unterterzen mitfahren konnte, wurde inzwischen auf einem Passgierschiff nach Unterterzen gefahren, wo auch die Rollermobilfahrer wieder zustiegen. Selbstverständlich liessen es sich Daniel Thüring und Thomas Good nicht nehmen, als blinde Passagiere an Bord dieser ersten Wahlenseefähre zu bleiben. Sie müssen den Coup schon von langer Hand geplant haben, wurde doch schnell allen klar, dass sie auf der Überfahrt weder an Hunger, noch an Durst zu leiden hatten. Im Gegenteil.

Der Empfang in Walenstadt
Die grosse Überraschung folgte im Hafen von Walenstadt. Hunderte von Schaulustigen hatten sich zur Ankunft der Fähre eingefunden. Unter grossen Applaus wurden die verschiedenen Fahrzeuge über eine Rampe von der Fähre gefahren. Ein tolles Erlebnis für all jene, die dabei sein dürften und für mich selbst der Höhepunkt des Treffens.

Abendunterhaltung
Anschliessend wurden alle Fahrzeuge in die Mehrzweckhalle zur Ausstellung gefahren. Der Kulturkreis Walenstatt hatte wiederum eine grosszügig dimensionierte Festbeiz eingerichtet, so dass Fahrer, Gäste und interessierte Besucher sich bald zu einer einzigen Festgesellschaft zusammenfanden. Für Unterhaltung sorgte die Dixieband FFLA ,“Fresh from the liver away“, die frisch von der Leber weg spielte. Mit einer interessanten Dokumentation wurde uns auch noch der neue Peraves Monotracer, der Nachfolger des bekannten Ecomobils, vorgestellt. So dauerte der Abend noch einige Zeit und für einige noch einige Zeit länger, bis es schliesslich Zeit wurde, etwas Schlaf zu suchen.

Grosser Dank
Netterweise stellte mit Daniel Thürig das Familiensofa als Ruhestätte zur Verfügung und am nächsten Morgen ging es nach einem zünftigen Morgenessen an die Sonntagsfahrt zum…Z’morge-Brunch in die Sagibeiz in Murg. Tja, als ich dort wieder raus kam, hatte ich mich definitiv vollgefressen. Es folgte eine Fahrt über den Kerenzerberg nach Weesen, wo wir in einem lauschigen Badibeizli direkt am See noch einmal zusammensitzen konnten. Bald löste sich die Gesellschaft auf, einer nach dem andern fuhr in Richtung Heimat. Es war ein tolles Wochenende, sehr gut organisiert und mit einigen Highlights, um das mal neudeutsch zu formulieren. Besten Dank an Daniel Thüring, Markus Good, den Kulturkreis Walenstadt und die zahlreichen Helferinnen und Helfern für die tadellose Organisation. Wer weiss, vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja eine dritte Auflage. Wir sind gespannt…

Wädi Kälin, Einsiedeln

Rollermobilclub Jahrestreffen – Zürich, 11-12.09.2004

Anrollern in Zürich

Bei bestem Wetter fanden sich am Samstag, 11. September gegen Mittag zahlreiche Rollermobilfreunde beim Strandbad Wollishofen ein, das von unserem Clubmitglied Rico Christen geführt wird. Rico hat sich dieses Jahr bereit erklärt, das Jahrestreffen zu organisieren und so harrten wir gespannt der Dinge, die da kommen würden….

Los geht’s!
Kurz nach Mittag fuhr der Rollermobil-Tross ab in Richtung Zürich. Erwartungsgemäss kamen wir nicht weit. Nicht etwa, dass wir Pannen zu beklagen hatten, nein viel schlimmer: Wir mussten an die Tankstelle. Es ist offenbar nicht möglich, dass sich alle mit betankten Fahrzeugen zum Jahrestreffen einfinden. Wie dem auch sei, wenige Minuten später konnten wir weiterfahren und fanden uns mitten in Zürich an den Gestaden der Limmat wieder, wo Rico kurzerhand rechts abbog und uns durch ein verkehrsfreies Gässchen mitten in die Fussgängerzone im Niederdorf führte (Verkehrsfrei war das Gässchen wohl wegen dem gross beschilderten Fahrverbot).

Dort gab es einen ersten Zwischenhalt, den uns Rico mit „Chlepfmoscht“ versüsste. Da es Samstagmittag war und wir mitten in der Fussgängerzone parkiert hatten, wurden unsere für moderne Zeitgenossen durchaus seltsam anmutenden Karossen schon bald von zahlreichen Schaulustigen belagert. Eine Dame fühlte sich von den Fahrzeugen sogar derart angetan, dass sie sich kurzerhand entschloss, bei Walti Leemann mitzufahren. Gerüchte, wonach es sich um eine Entführung gehandelt haben soll, konnten nicht bestätigt werden.

Weiter in die Rebberge
Nachdem wir inzwischen schon einen gehörigen Rückstand auf unseren Terminplan hatten, ging die Fahrt wieder weiter, dank der tollen Signalisation in Zürich mit einer Ehrenrunde die Limmat auf und ab. Am Stadtrand warteten wir auf einem Parkplatz, bis sich alle durch den Grossstadtdschungel gekämpft hatten, und fuhren weiter in die Weinberge oberhalb der Goldküste. Die Grösse der Rebflächen ist eigentlich überraschend, man kennt den einheimischen Wein halt doch zu wenig. Auch ich muss zugeben, dass ich einen guten Tropfen aus der Toscana einem Wein aus der Deutschschweiz bisher gerne vorgezogen habe, doch zeigt sich, dass hier offenbar Potential vorhanden ist. Nach einem kurzen Zwischenhalt ging die beschwerliche Fahrt weiter, Beschwerlich deshalb, weil wir uns auf Nebenstrassen konzentrierten, die zum Teil mit einer ordentlichen Steigung aufwarten konnten.

Es kreucht und fleucht
Schon kurz nach der Abfahrt wurde mir eine derartige Steigung fast zum Verhängnis. Meine Isetta keuchte nur noch mühsam den Berg hinauf, und das, obwohl es sich um die äusserst drehmomentstarke 300-Kubik-Version handelt, welche volle 13 Pferdestärken auf den Asphalt bringt. Es kam mir vor, als würde ich mit angezogener Handbremse fahren und ich dachte schon ernsthaft darüber nach, den Motor revidieren zu lassen, bis ein Blick in die richtige Richtung meine Vermutung bestätigte. Nach dem ich die Handbremse gelöst hatte, fand ich es nicht mehr notwendig, den Motor zu revidieren. Peinlich.

Zwischenhalt
Unter kundiger Führung von Rico erreichten wir schliesslich das Restaurant Hochwacht auf dem Pfannenstiel. Als fremder Fötzel erwartete ich natürlich keine Bekannten von mir dort, schliesslich ist das Restaurant weit von Einsiedeln, dem Zentrum der Welt, abgelegen. Doch kaum dort, erkannte ich schon eine Serviertochter. Sie war früher mal Wirtin in meiner früheren Stammkneipe in Einsiedeln. Die Welt ist klein, die Isetta auch. Inzwischen war unser Zeitplan ziemlich durcheinander geraten. Da die meisten Piloten und deren Passagiere ausgehungert waren, musste der Koch noch ein Brikett nachschieben, bis alle satt waren. Nach dem Essen bestiegen wir noch den Aussichtsturm, der früher auf dem Bachtel gestanden hatte, und konnten die prächtige Rundumsicht auf den Zürichsee und das Zürcher Oberland geniessen.

Zu spät 1 und zu spät 2
Viel später als erwartet traten wir die Weiterfahrt an. Rico hatte einen Besuch in einem Rebbau-Museum organisiert. Da wir viel zu spät dran waren, telefonierte Rico sicherheitshalber mit dem zuständigen Führer. Dieser zeigte sich überhaupt nicht glücklich über unsere Verspätung, so dass wir auf den Museums-Besuch verzichten mussten. So fuhren wir direkt nach Meilen, wo wir mit der Fähre nach Horgen übersetzten. Von dort ging es zurück zum Strandbad Wollishofen. Auf dieser Strecke kamen uns immer wieder alte Vespas entgegen, welche im Strandbad Wollishofen einen Halt eingelegt hatten. Eigentlich war vorgesehen, die Vespas dort zu treffen. Da wir aber etwas spät dort ankamen, war bei unserer Ankunft nur noch eine Handvoll Vespas dort.

Der Gourmettempel
Zurück im Strandbad Wollishofen konnten wir einige der besten Weine degustieren, die in der Region Zürich produziert werden. Am Abend zauberte die Küchenbrigade ein tolles Abendessen, dem schon bald interessante Gespräche mit und ohne Benzin folgten. Je später der Abend wurde, desto lustiger wurden die Gäste. Schliesslich tranken wir uns noch durch Ricos Grappa-Sortiment, bis gegen zwei Uhr morgens Bettruhe verordnet wurde. Da in unmittelbarer Nähe keine Schlafmöglichkeiten vorhanden waren, verzettelte sich unsere Gruppe etwas. Einige fuhren nach hause, einige übernachteten zuhause und kamen am morgen wieder, andere bezogen Zimmer in einer Jugendherberge und einige wenige übernachteten im Standbad Wollishofen, im Zelt oder Nebenräumen.

Feuchter Sonntag
In der Nacht vollzog sich ein abrupter Wetterwechsel. Konnten wir am Samstag noch wunderbares Wetter geniessen, war es am Sonntag genau umgekehrt: Petrus gönnte den Blumen etwas zu trinken. Doch noch immer behauptete sich eine Gruppe unerschütterlicher Rollermobilianer, um den Sonntag gemeinsam zu gestalten. Die ursprünglichen Pläne mit einer kleinern Wanderung wurden fallengelassen. Da der Regen am späten Vormittag wieder aufgehört hatte, beschlossen wir zum Tierpark Langenberg bei Adliswil zu fahren. Auf der Fahrt machten wir noch einen Zwischenhalt bei der Garage von Ralph Bollag, was für alle sehr interessant war. Überhaupt: Warum machen wir nicht mal ein Treffen in einer unserer Schrauber-Garagen? Ist doch viel interessanter als so eine saftige, grüne Blumenwiese oder eine Fahrt durch einen romantischen Wald…oder? Als wir uns endlich von Ralph’s Schätzen losreissen konnten, fuhren wir weiter zum Tierpark Langenberg, wo wir einiges an einheimischem und nicht mehr einheimischem weil ausgerottetem Getier bestaunen konnte. Ich muss zugeben, dass ich Rehe und auch ein Wildschwein gerne nicht nur aus der Nähe, sondern noch lieber in der Pfanne gesehen hätte. Nach der Besichtigung des Tierparks verabschiedeten wir uns. Die Strassen waren inzwischen wieder trocken, wir alle um einige Erfahrungen reicher und ich selbst glücklich, dass ich den Motor jetzt doch nicht revidieren muss.

Ein herzlicher Dank geht an alle, die zum Erfolg des Jahrestreffens beigetragen haben, insbesondere an Rico und Fioretta Christen, aber auch an alle, die gekommen sind. Hoffen wir, dass sich auch für das Jahrestreffen 2005 ein motivierter Organisator findet.

Walter Kälin, Einsiedeln

Kleinwagentreffen in Wohlen – 2006

Die Tage davor…

Die Tage und Wochen vor dem Kleinwagentreffen schienen wie im Fluge vorbeizuziehen, es war aber auch viel zu erledigen, schliesslich wollten alle Familienmitglieder zuverlässig in und um Wohlen herumkurven. Meine Frau im KR175, unsere Tochter in der Mopettina und ich in der Mopetta. Als wäre dies nicht genug, hatte ich mir noch in den Kopf gesetzt das Valmobile, das erste mal mit Seitenwagen (an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Charly für den super Transport-Service) in Wohlen zu präsentieren.

Angekommen
Mit vereinten Kräften, ich selbst noch etwas angeschlagen denn die Grippe hatte mich kurz vor dem Wochenende noch heimgesucht, schafften wir es am Samstagnachmittag nach Wohlen.

Rally
Viele Teilnehmer waren zu dieser Zeit bereits von der Rally zurückgekehrt, hatten fleissig Fragen beantwortet, die richtige Stecke befahren und viele Punkte für die Rangliste gesammelt. Gewonnen wurde das Rally schliesslich vom französischen Mochet – Team. Die Kombination von bärenstarkem 125ccm Motor und hervorragender Ortskenntnis war einfach nicht zu schlagen.

Dejà vu
Mich freute es die vielen bekannten Gesichter aus In- und Ausland zu treffen, gemeinsame Errinnerungen aufzufrischen und über zukünftige Projekte zu fantasieren. Überhaupt schien mir die Mischung der Teilnehmer am Treffen toll, alle wollten in erster Linie Fahren und Freundschaften pflegen, lästige Diskussionen über die Originalität von Rückspiegeln, Zierleisten und Fahrkombinationen fehlten fast vollständig was sicher auch mit dem Verzicht auf die an Oldtimer-Treffen schon fast obligate Pokalorgie zu tun hat.
Hatten bereits am Nachmittag die Leute in Wohlen und Umgebung beim Anblick all der Kabinenroller das Gefühl, die Zeit sei stehengeblieben, kam mir dieser Gedanke während des Abendprogrammes. Raum, Deko, Tombola, Bar und Grill, alles schien seit dem letzten Treffen unverändert. Einzig bei Elvis hatte ich das Gefühl einige graue Stränchen zu entdecken.

Bergrennen !
Sonntag, der Höhepunkt des Treffens, die Teilnahme am GP Mutschellen den ich bereits im Vorjahr als begeisterter Zuschauer miterleben durfte stand auf dem Programm. Die versammelten Kabinenroller auf dem Dorfplatz von Rudolfstetten gaben den interessierten Besuchern die Möglichkeit die verschiedenen Fahrzeuge und ihre teilweise kuriosen Konstruktionsdetails aus der Nähe zu betrachten.
Die anschliessende Fahrt im Corso, über die von Zuschauern gesäumte Rennstrecke auf den Mutschellen hinauf wird für alle ein unvergessenes Erlebnis bleiben. Unsere kleine Tochter wollte gar nicht mehr mit Winken aufhören. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen wie viel Sympathie unseren kleinen Wägelchen von den Leuten entgegengebracht wird.

Rückblickend
Der einzige Wehrmutstropfen an diesem wundervollen Wochenende war, dass die französchischen Teilnehmen nicht richtig über den Ablauf des Tages informiert wurden und den Start zum Corso verpassten. Wirklich schade, ich hoffe dass die ausländischen Teilnehmer in Zukunft besser integriert werden.

Herzlichen Dank an das komplette Helferteam, die dieses tolle Erlebnis möglich gemacht haben.

Oliver Meier, Zürich

Rollermobilclub Frühlingsausfahrt nach Rapperswil – 2005

Idee

Schon vor einiger Zeit haben wir die Anfrage erhalten, ob unser Club sich als Attraktion am Fest zum 125jährigen Bestehen der Stadtmusik Rapperswil vom 3. Juni 2005 präsentieren will. Wir haben zugesagt und dies gleich mit unserer Frühlingsausfahrt verbunden. Charly Müller, unser Mann vor Ort, hat sich bereit erklärt, die Ausfahrt zu organisieren und so sind wir alle Charly’s Ruf gefolgt.

Abfahrt
Ka und Sibylle Birchler und ihre Kinder Lukas und Myriam trafen sich mit mir vor meiner Garage. Sibylle strahlte wie ein Glühwürmchen: Es war die erste Ausfahrt, die Sie mit ihrem frisch restaurierten Trojan absolvieren konnte. Endlich hatte die Familie wieder in angemessenen Fahrzeugen Platz Doch schon bildeten sich dunkle Wolken am Horizont: Nach Jahren unermüdlichen Restaurationsaufwandes wollte sich der Trojan nicht mehr starten lassen. Anschieben ging aber. Sicherheitshalber packten wir noch meinen elektrischen Energiespender namens „Powerstation“ ein, falls die Batterie unterwegs den Geist aufgeben sollte.

Wo ist der Treffpunkt ?
Treffpunkt war ein Restaurant an der Bahnhofstrasse in Wetzikon. Simpel gestrickte Innerschweizer denken natürlich, dass eine Bahnhofstrasse dem Bahnhof entlang führt. So haben wir den Bahnhof umrundet und keine Bahnhofstrasse gefunden. Hä? Nach einigen weiteren Versuchen und einer Pinkelpause haben wir die Bahnhofstrasse dann gefunden und mussten noch eine ziemliche Strecke zurücklegen bis wir schliesslich am Treffpunkt waren. Offenbar waren wir aber nicht die einzigen, die etwas Mühe mit dem Auffinden des Treffpunkts hatten.

Storchenkollonie
Nach einem grossen Schluck und einem kleinen Bissen ging die Ausfahrt los. Schon schnell zeigte sich, dass Sibylle’s Trojan einige Mühe mit dem Laden der Batterie hatte, so dass das Powerpack schon bald zum Einsatz kam. Auch die Kinder vertrauten dem Trojan nicht so richtig und wollen überall mitfahren, nur nicht bei Mami. Von Wetzikon ging es über das Zürcher Oberland Richtung Rüti, Dann wechselten wir in den Kanton St. Gallen und erreichten schliesslich Uznach, wo wir die Storchenkolonie besuchten und interessantes über die Störche und die Geschichte der Storchenkolonie erfahren könnten. Zum Abschluss unseres Besuches wurden wir noch mit einem Apéro verwöhnt, so dass wir die Schlussetappe nach Rapperswil frisch gestärkt in Angriff nehmen konnten.

Wo ist der Rest der Truppe ?
Auf der Fahrt nach Rapperswil haben wir einige Leute verloren. Leider verunmöglichen es Ampelanlagen, dass ein grösseres Kontingent an Fahrzeugen die Ampel zur gleichen Zeit passieren kann, so dass unser Tross auseinander gerissen wurde. Schliesslich schafften wir es aber, alle wieder auf einem Parkplatz zu sammeln (Natel sei Dank…), so dass wir geschlossen beim Festplatz an der Seepromenade in Rapperswil einfahren konnten.

Stadtfest in Rapperswil
Die Freude der Festbesucher über unsere heutzutage durchaus etwas seltsam anmutenden Fahrzeuge war riesig. Schon bald wurde die Attraktion über Lautsprecher bekannt gemacht und so mancher musste Red’ und Antwort zu seinem Fahrzeug stehen. Für uns hatte die ganze Sache den positiven Nebeneffekt, dass wir das Jubiläumsfest besuchen konnten und die einzigen waren, die auf dem Festplatz parkieren durften. So kam es, dass auch unsere Clubmitglieder sich schon bald ins Getümmel stürzten und fleissig mitfeierten. Im Laufe des Abends lichteten sich die Reihen. Ein Rollermobil nach dem anderen trat die Heimfahrt an. Als ich mich kurz nach Mitternacht und kurz vor 0,5 Promille ebenfalls auf den Weg machte, fand ich nur noch eine einzige Isetta an, welche ganz allein auf dem Platz auf mich wartete. Mein treue Isetta hat mich wie immer schnell und sicher nach hause gefahren. Es war eine schöne Frühlingsausfahrt. Einmal etwas anders als gewohnt, aber ich glaube, mit der Ausstellung unserer Fahrzeuge konnten wir auch zahlreichen Festbesuchern eine Freude bereiten. Mein Dank geht an Charly Müller und Martina Birchler für die Organisation der Ausfahrt. Hoffen wir, dass für 2006 bereits jemand eine tolle Idee hat.

Und Sibylle? Sie hat es dank dem Powerpack noch nach hause geschafft und Ka hat wieder was zu tun.

Walter Kälin, Einsiedeln

7. Roller + Rollermobil Treffen in Heinrichswil

Anrollern in Heinrichswil

Zu Besuch beim 7. Roller + Rollermobil Treffen des Lambretta – Club „Choubefrässer“, Heinrichswil. Treffpunkt war bei Andreas und Margrit Winistörfer in Winistorf ab 11.00 Uhr. So langsam trudeln die Besucher ein. Und es wurden immer mehr. Wir finden Fahrzeuge wie Lambretta, Vespa, Fiat Topolino, Henkel, Isetta, Messerschmitt, Innocenti, Goggomobil usw.. .

Essen und Trinken
Die Festwirtschaft wurde von fleissigen Helfern super organisiert und geführt. Sogar mit Bedienung. Auf der Speisekarte findet Frau und Mann Schweinssteak vom Grill, Bratwurst, Kartoffelsalat, verschiedene Salate und zum Nachtessen auch ein sehr feines Risotto, Kuchen, usw…. Am Nachmittag fand eine Ausfahrt statt. Wir fuhren an staunenden Kühen vorbei und in einer Waldlichtung gab es einen feinen Apero. Gleichzeitig galt es 11 Wettbewerbsfragen zu lösen, denn bei Res zu Hause wartete ein reich gedeckter Gabentisch. 30 : ½ + 10 = ?, Benzin – Oel Gemisch musste errechnet werden, Pfeile werfen, Fragen zur Tour de Suisse wurden gestellt usw. Gemütlich machten wir uns auf die Weiterfahrt, diesmal fuhren wir sogar an einer Schweinezucht vorbei (Freiland versteht sich). Wir hatten super Wetter und eine schöne Aussicht, so fuhren wir weiter, vorbei an Felder, Wiesen und wunderschönen Blumengärten.

Grappa-Bar !
Auch dieser Ausflug war wieder super organisiert, bei Kreuzungen und Kreisel wurden die anderen Verkehrsteilnehmer angehalten und wir hatten immer freie Fahrt. Hiermit einen Herzlich Dank an die Verkehrslotsen. Bei Res auf dem Hof stieg uns schon bald der Grillduft in die Nase. Und wieder wurden wir mit feinem Essen verwöhnt. Inzwischen wurde noch eine Grappa-Bar aufgestellt, wo man aus 30 verschiedenen Sorten auswählen konnte. Den Abend verbrachten wir bei gemütlichen zusammen sein und Benzingesprächen, mit Speisen und Getränken welche uns serviert wurden. Die Wettbewerbsauflösung wurde aufgehängt, somit konnte jeder seine Antworten überprüfen. Eine tolle Idee fand ich, die Geschenke welche als Startgeld mitgebracht wurden, als Lose zu verkaufen.

Schlafen
Übernachtungsgelegenheiten boten sich auf dem Hof im Stall auf dem Stroh, auf der Wiese im Zelt oder unter freiem Himmel an. Weitere Schlafmöglichkeiten gab es in einem Love-Mobile mit Massenlager oder in einem nahe gelegenen Hotel.

Zmorge
Mehr oder weniger ausgeschlafen trafen wir uns ab 9 Uhr am Sonntagmorgen zu einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Aufschnitt, Salami, Käse, diverse Jogurt und verschiedene Brotsorten liessen einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Margrit „brätelte“ eine super Bernerrösti, Res war für die Spiegeleier zuständig. Kaffe wurde wieder serviert. An diesen beiden Tagen wurden wir sehr verwöhnt. Hiermit auch einen Herzlichen Dank an die Küchenbrigade und das Service Personal.

Preisverleihung
Einige Teilnehmer verabschiedeten sich nach dem Frühstück und traten die Heimreise an. Um 13.30 Uhr fand die Preisverleihung des Wettbewerbs statt. Jeder der über 50 Teilnehmer erhielt einen wirklich grosszügigen Preis. Vom Benzinkanister, Schlüsselanhänger, Autoapotheke, Mehl, Teigwaren, Schirme, Kühltaschen, Rucksäcke, Autopflegeartikel und einiges mehr war alles vorhanden. Es hatte für alle etwas dabei. Super!

Nochmals Herzlichen Dank an alle Helfer sowie die Organisatoren, es war ein super Anlass, welcher das Team forderte und ihm sehr viel Arbeit bescherte. Dies wurde aber bestens gemeistert. Wir kommen das nächste Mal gerne wieder.

Stefanie + Paul, Suhr

Jahrestreffen 2005: Eine feucht fröhliche Fahrt in die Innerschweiz

Das Wetter in der Innerschweiz

Na ja, schönes Wetter haben wir uns für unser Jahrestreffen 2005 beileibe nicht ausgesucht. Aber was soll’s. „Was nun 50 Jahre gefahren ist, wird wohl auch noch dieses Wetter überstehen“, dachte ich mir auf dem Weg von Einsiedeln zu unserem Treffpunkt in Sins/AG. Nachdem ich zuhause noch Hoffnung auf eine einigermassen trockene Fahrt hatte, wurde ich in Zug derart verschifft, dass man hätte denken können, dass die nächste Sintflut naht. Es war so prekär, dass die Polizei sogar den Verkehr umleiten musste. Aber das war ja kein Problem. Meine wie immer zuverlässige Isetta chauffierte mich fast trocken ins Restaurant Zollhaus, wo den schon einige Rollermobile auf dem Parkplatz warteten.

Drive-In Flohmarkt
Während des Mittagessens trafen noch einige weitere Fahrzeuge und Besatzungen ein, so dass wir gegen 14.00 Uhr zur Ausfahrt starten konnten. Das Wetter hatte sich inzwischen beruhigt, so dass wir Hoffnung schöpften, doch noch die Faltdächer öffnen zu können. Mit Rücksicht auf die geringe Leistungsfähigkeit einiger Fahrzeuge (betrifft meine Isetta nicht, da diese ja schliesslich 13 PS hat) versuchten wir, allzu steile Pässe zu umgehen. So führte uns die Fahrt über Risch, Immensee und Arth zu unserem ersten Zwischenhalt beim Restaurant Schornen in Sattel, wo sich die die Gedenkkapelle zur Schlacht am Morgarten befindet. An dieser geschichtsträchtigen Stelle konnten wir uns stärken und schon bald hatte einige im Nachbarhaus einen Flohmarkt entdeckt, aus dem Sie kaum mehr herauszubekommen waren. Gekauft wurde selbstverständlich nichts.
Geizhälse….

Skisprungschanze
Die Fahrt ging weiter über Ägeri nach Menzingen, vorbei am Hotel Bostadel (wo Zimmer gleich über mehrere Jahre belegt werden) nach Hütten, wo man auf der Panoramastrasse nach Schindellegi einen herrlichen Ausblick auf den Zürichsee geniessen kann. Weiter ging es auf der Hauptstrasse nach Biberbrugg, wo wir rechts nach Bennau abbogen und auf dem Schnabelsberg die Aussicht auf Einsiedeln geniessen konnten. Am Fusse des Schnabelsbergs folgte der nächste Zwischenhalt bei den neuen Einsiedler Skisprungschanzen. Es handelt sich dabei um eine Skisprung-Trainingsanlage mit insgesamt vier Schanzen (25m / 45 m / 70m / 105m), wobei auf der grössten Schanze Sprünge bis zu ca. 120m möglich sind. Wir konnten die Gelegenheit nutzen und die Schanzen, die erst eine Woche vor unserer Ausfahrt eingeweiht worden waren, ausgiebig besichtigen. Von einem Praxis-Test haben wir abgesehen. Manchem wird es nicht mehr so wohl gewesen sein, als er vom Startpunkt der Skispringer aus in die Tiefe geschaut hat, und es wird einem schnell klar, dass es doch einigen Mut braucht, einen Sprung über eine solche Schanze zu wagen. Nach der Besichtigung konnten wir einen Apéro zu uns nehmen, der von Sibylle organisiert worden war.

Nachtlager
Das Wetter meinte es noch immer gut mit uns. Petrus hielt die Schleusen noch immer geschlossen. So beschlossen wir, noch etwas Fahrtwind in die Haare zu bekommen und starteten unsere Motoren. Vorbei am Kloster Einsiedeln ging es weiter zum Sihlsee, den wir via Willerzell fast umrundeten. Dann weiter nach Unteriberg und schliesslich nach Oberiberg, wo wird ein gemütlichen Chalet gemietet hatten. Von Chalet aus hätte man eine tolle Aussicht auf die Umgebung gehabt, wenn nicht alles mit Wolken verhangen gewesen wäre. Da alle hungrig waren, machte ich mich auf, meinen Rollermobilkollegen zu zeigen, was ich doch für ein toller Grilleur bin. Schliesslich war ich ja in der Pfadi und dann kann man das. Mit Kohle, sicherlich völlig ungiftiger Brennpaste und einem ausgedienten Haarföhn hatte ich schon nach wenigen Minuten eine Grillglut herbeigezaubert, wie man es besser nicht hätte machen können. Schon Bald brutzelten Steaks und Würste auf dem Grill, Mineral und Bier wurde gereicht, Salate aufgefahren…. schlicht alles, was man nach so einem anstrengenden Tag halt so braucht. Es wurde ein toller Abend mit guten Gesprächen und so manchem Bierchen und auch einigen Kaffee Zwetschgen. Gegen drei Uhr morgens konnte ich mich als letzter ins warme Bettchen begeben. Geschlafen habe ich wie ein Engel, wobei ich aber nicht sicher bin, ob auch Engel schnarchen.

Verkehrshaus
Und es kam wie es kommen musste: Es wurde Morgen und damit Zeit um aufzustehen. Nach einem ausgiebigen Brunch räumten wir das Chalet und putzen noch schnell das nötigste, so dass wir uns gegen 10.30 Uhr in Richtung Ybergeregg in Bewegung setzen konnten. Leider regnete es schon vom Start weg und es sollte den ganzen Tag nicht mehr aufhören (ja, es war das Wochenende, als alles überschwemmt wurde….). Wir fuhren via Schwyz, Brunnen, Gersau und Küssnacht nach Luzern, wobei wir kurz vor Luzern zufälligerweise noch ein paar unverfrorene Rollermobilfreunde aufgegabelt haben, die trotz des schlechten Wetters den Weg vom Walensee nach Luzern unter die Räder genommen haben. Ziel war das Verkehrshaus, das im Sommer 2005 mit der Sonderausstellung A.U.T.O. die Besucher lockte. Wie mit den Verantwortlichen des Verkehrshauses abgesprochen, besammelten wir uns beim Lieferanteneingang und wurden eingelassen. Wir hatten die Möglichkeit, unsere Fahrzeuge im Innenhof des Verkehrshauses, gleich bei der legendären Swissair-Caravelle, zu parkieren und konnten von einem vergünstigten Eintritt profitieren. Nun teilten wir uns in Gruppen aus, um das Verkehrshaus zu erkunden, etwas zu essen, Kleider zu trocknen und was sonst so alles nötig war. Kurz nach drei Uhr trafen wir uns noch zu einem Gruppenfoto, anschliessend wurde die Heimreise individuell unter die Räder genommen.

Heimfahrt
Gegen vier Uhr beschlossen auch Sibylle, Ka und ich und gemeinsam auf den Heimweg zu machen. Ka packte die beiden Kleinen in den Messerschmitt, während Sibylle bei mir Platz nahm (Man erinnere sich an den Bericht über die Frühlingsausfahrt. Sibylles Trojan machte damals schlapp und war bis zum Jahrestreffen noch nicht geflickt. Inzwischen ist aber wieder alles paletti). So ging alles gut, bis mir kurz vor Oberarth auffiel, dass Ka’s Messerschmitt nicht mehr hinter mir war. Lag es an der überlegenen Leistung meiner Isetta? Es blieb und nichts anderes als zu wenden und tatsächlich: Ka kam zu Fuss und schob das Schmittchen vor sich her. Musste denn das sein? Ausgerechnet jetzt, da es aus Kübeln goss? Kurzzeitig brachte man den Motor wieder zum Laufen, aber schon nach wenigen Metern starb er wieder ab. Ka versicherte uns zwar, dass er genug Benzin hat, sicherheitshalber gingen wir aber trotzdem an die Tanke. Es zeigte sich, dass Ka recht hatte. Trotzdem wurde aufgefüllt und es gelang Ka wieder, den Motor zu starten. Seltsamer weise lief er nun, keiner wusste warum. Aber so ist es eben mit Wundern: nicht hinterfragen, einfach akzeptieren und weiterfahren. So kamen wir gut zuhause an. Die tropfnasse Isetta wurde in der Garage gleich um die komplette Innenausstattung erleichtert, damit alles gut und ohne zu rosten austrocknen konnte.

Danke
So haben wir alle das Jahrestreffen 2005 gut hinter uns gebracht. Ich danke an dieser Stelle Sibylle und Ka, welche für das Anmeldewesen und das gesamte kulinarische Angebot des Jahrestreffens verantwortlich waren. Gerne hoffe ich, dass es allen gefallen hat, so dass wir für 2006 wieder auf einen grossen Aufmarsch am Jahrestreffen hoffen können.

Nach dem Jahrestreffen bin ich in die Ferien gefahren und wollte nach meiner Heimkehr eine Ausfahrt mit der Isetta machen. Nix geht mehr. Alle Kabel sind eingerostet. Das feuchte Wetter war wohl doch zuviel des Guten.

Walter Kälin, Einsiedeln

Jahrestreffen 2006: Pässefahrt nach Turbach

Anfahrt in die Berge

Samstag den 16. September trafen sich 10 Clubmitglieder und 1 Begleitperson um 10 Uhr in Steffisburg. Aber wie das so ist im Rollermobilclub, mit einer kleiner Verspätung von 30 Min. wurde endlich losgefahren. 7 Rollermobile aus 6 Kantonen: AG, BE, SG, SO, SZ und ZH fuhren los. Jaunpass wir kommen! Walter L. durfte wegen seines Turbomotors schon früher losfahren und konnte trotzdem nicht als erster auf der Passhöhe den Platz reservieren!

So genossen wir inmitten einer wunderschönen Panoramawelt eine feine hausgemachte Glace aus der Alpkäserei. Umgeben von saftigen Wiesen und riesigen Bergen fuhren wir weiter nach Gruyere. Wir hatten wirklich einen Prachtstag erwischt! In Gruyere dirigierte uns ein Platzanweiser zum Parkfeld. War er wegen uns da? Aber nein, beim und ums Schloss von Gruyere fand eine Veloveranstaltung statt. Natürlich lockten unsere „Boliden“ viele Schaulustige an, doch Autogramme wurden noch keine verteilt. Zu Fuss liefen wir Richtung Schloss. Da hatte es viele Souvenirläden und Restaurants. In einer schönen Gartenwirtschaft nahmen wir das Mittagessen ein. Da hatte es natürlich auch andere Touristen, und Japaner probierten ihr erstes Raclette und Fondue. Unser Tisch hatte auch immer Besuch von frechen Spatzen.
Die Fütterung der „Raubtiere“ übernahm Hans. Als wir wieder beim Parkplatz ankamen, wollte eine Dame noch vor der Wegfahrt in einem Rollermobil Probesitzen. Es gefiel ihr sehr gut, aber da es 4 Damen waren, konnten wir sie aus Platzgründen nicht mitnehmen.

Standesgemäss durch Gstaad !
Frisch gestärkt fuhren wir weiter nach Gstaad. Der Empfang eingangs Dorf war wie es sich gehört: Der Apotheker stand mit seiner Crew vor dem Laden, um unseren Wagentross zu bestaunen! Fast vergassen sie ihren Laden zu schliessen, so abgelenkt waren sie. Schön gemütlich machten wir einen Spaziergang durch diesen bekannten Ort, wo die Kleider im Schaufenster keine Preise haben, die Ovomaltine im Restaurant 6.- Fr. kostet und wo Walter L. bei den Antiquitäten einen Regler zu finden hofft. An einem Hotel sind sogar auf einer goldenen Tafel die Stammgäste mit Namen eingraviert. Meinen habe ich nicht gefunden. Tja.

Weiter in Richtung Etappenziel
Um 17.30 fahren wir weiter nach Turbach. Es ist gar nicht mehr weit. Und inmitten einer Wiese in einer Kurve steht unser Gastgeber Peter und filmt die Neuankömmlinge. Wie wir später erfahren, stand sein Sohn schon lange dort um ja den Vater zu informieren, dass wir kommen. Mit einem grossen Hallo und voller Freude werden wir von Peter, Silvia und deren Sohn Philip begrüsst. Die Autos müssen noch für ein Foto mit Restaurant umparkiert werden. Das Gruppenfoto mit Selbstauslöser bringt zwei Amateurfotografen ins schwitzen und sorgt für allgemeines Gelächter, und Peter streckt seinen Kopf in sein ehemaliges Auto um eine Nase voll zu riechen, ob es noch so ist wie es damals war.

Zu Gast bei ehemaligen Club-Kollegen
Aber der Höhepunkt steht uns noch bevor: zum Apero gibt es Brötchen, nein nicht Brötchen, es sind bestrichene Rollermobile aus Toastbrot ! Richtige Autos mit Rädern, auch das Blätterteiggebäck haben wir in Form eines Rollermobils in den Mund geschoben!!! Das gibt es bestimmt nicht in Gstaad, das ist Liebe am Detail und Service im Rest. Sunne-Stübli in Turbach ! Also die Leute die nicht am Jahrestreffen teilgenommen haben sind selber schuld, denn es gab noch mehr „Details“: die Fenster vom Restaurant haben Vorfenster und zwischen den 2 Fenstern waren liebevoll Modellautos ausgestellt wie in einer Vitrine, an den Vorhängen hingen Rollermobile aus rotem Papier und sogar im Rosenstöcklein auf jedem Tisch durfte der Sticker mit Auto nicht fehlen! Es sah einfach genial aus. Auf dem Tisch lag ein Fotoalbum von früheren Ausfahrten, und schon bald hiess es: weisch no, kännsch de, lueg da… Es wurden Geschichten von früher erzählt und schon bald war es Zeit zum Nachtessen. Es gab Trockenfleisch oder Tomme Käse (für die daheimgebliebenen: nicht Tomme aus der Migros sondern Saaner Tomme) und als Dessert Glace. Ich habe das „Herbstprogramm“ ausgesucht: Zimt-, Hagebutten-, und Quittenglace. Ein Traum. So guet ! Viel zu schnell verlief der Abend, es wurde erzählt, um Mitternacht Philip Sch. zum Geburi gesungen und leider war um 0.30 Polizeistunde. Müde fielen wir ins Bett und am Sonntagmorgen wurden wir wie immer am Jahresausflug: mit Regen begrüsst. Noch müde, oder traurig wegen dem Wetter sassen wir am Frühstückstisch umgeben von verschiedenen Leckerbissen und es regnete Bindfäden! Wir wollten doch noch mehrere Pässe abfahren! Aber wir entschieden uns auf direktem Weg den Heimweg anzutreten, schliesslich hatten wir gestern auch den Gurnigel weggelassen. So fuhren wir recht zügig durchs Berner Oberland, vorbei an schönen Chalets, aber mir war, dass heute die Geranien nicht so schön leuchteten wie gestern. Beim Kaffeehalt hatten wir es trotzdem lustig, so erzählte Walter L.: mein Scheibenwischer funktioniert nicht, jetzt tropft es mir auf den Fuss. Hä? Will er während dem fahren die Scheibe mit den Füssen wischen?

Heimfahrt
Kurz vor Steffisburg trennen wir uns: the green Cars: Charly und unser Präsi Walter fahren über den Brünig nach Hause, der Rest trifft sich in Herzogenbuchsee zum essen. Auf dem Heimweg hören wir im Radio von Ueberschwemmungen in der Schweiz. Wie letztes Jahr als wir im Verkehrhaus waren. Es waren 2 schöne Tage, es zeigte wieder einmal, wie schön doch unsere Schweiz ist und wie wir viele Zuschauer am Strassenrand erfreuen können: In Gstaad blieb sogar ein Bentley mitten im Kreisel stehen um unsere Fahrzeuge vorbei zu lassen und zu bestaunen!

Ich möchte mich hiermit bei Ralph für die Organisation des Treffen bedanken und bei Familie von Grünigen für die Gastfreundschaft und den herzlichen Empfang.

Stefanie Häfeli, Suhr

Zu Verkaufen: Buch „Deutsche Kleinwagen“ von Hanns-Peter Rosellen

Der Almanch

Es gibt ja inzwischen viele Kleinwagen-Bücher, aber nur „Deutsche Kleinwagen“ hat den Anspruch, das Standard-Werk zu sein. Alle gebauten Fahrzeuge sind mit Details zur Geschichte und technischen Informationen beschrieben.

Natürlich schon seit Jahren vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich.

Die Beiden Bücher unterscheiden sich nur durch den Umschlag. Inhaltlich sind sie identisch.
Je CHF: 30.- + Versand / Kontakt: webmaster „at“ rollermobilclub.ch

 

Seite 30 von 58« Erste...1020...2829303132...4050...Letzte »

Neueste Artikel

Gallery

vespalnr.jpg OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA img_0818.jpg img_0974.jpg img_1125.jpg OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Kontakt

Rollermobilclub Schweiz
Erlenbachstrasse 3
CH-8840 Einsiedeln
 
Website: http://www.rollermobilclub.ch
Email: webmaster@rollermobilclub.ch