Retromobile 2014 – Auktionen

Traditionell finden rund um die Retromobile Oldtimermesse in Paris verschiedene Auktionen der grossen Auktionshäuser statt. Dieses Jahr waren einige Kleinwagen im Angebot. Vorallem der Reyonnah aus der Besitzerfamilie hat im Vorfeld für Aufsehen gesorgt. Die gebotenen € 125’000 lagen dementsprechend auch in „Bruce Weiner“ Regionen. Die klassischen Kleinwagen erzielten Verkaufspreise die als „normal“ eingestuft werden können.

RM Auctions hatte nur einen Kleinwagen im Angebot – ein Multipla aus Schweden für € 33’000.-

Bonhams hatte ein interessantes Fahrzeug im Angebot. Ein Attica, die griechische Lizenzproduktion des Fuldamobils. Auch bei Bonhams lagen die Preise auf vernünftigem Niveau.

Zusammenfassend kann man sagen, dass gute und seltene Fahrzeuge auch hohe Preise erzielen, aber die astronomischen und auch schwer nachvollziebaren Preise aus der Bruce Weiner Auktion wurden nicht erreicht.

Treffen der Kleinschnittger-Freunde in Le Locle (28-29.06.2014)

Treffen der Kleinschnittger-Freunde vom 28. bis 29. Juni 2014 in Le Locle, Schweiz, Kanton Neuenburg

Samstag, 28.06.14: Empfang der Teilnehmenden ab 8.30 beim Schwimmbad (piscine municipale, GPS Long.06°45 ‘ 23’’ Lat. 47°03’53’’). Ausfahrt von ca. 70 km, Abfahrt um 10 Uhr. Rückkehr gegen 17 Uhr.

Die offizielle Sprache an diesem Treffen ist deutsch.

Das Nenngeld ist CHF 30 pro Person und CHF 15 für Kinder bis 15 Jahre
Inbegriffen sind: road book, Schiffahrt, Apéro in les Brenets und ein Souvenir.
Individuelle Kosten: Getränke, Mittagessen und Unterkunft (für Tipps siehe Beiblatt).
Auf Wunsch kann am Samstagabend beim Raclette-Essen teilgenommen werden (Bitte CHF 20 pro Person und CHF 10 für Kinder bis 15 Jahre gleich mit einzahlen).

Sonntag, 29.06.14 : Abfahrt um 10 Uhr für eine Stadtrundfahrt durch Le Locle, ca. 5 km. Ausstellung der Fahrzeuge und Empfang Beim Rathaus (Hôtel de ville) ab 12 Uhr. Danach individuelle Abreise.

Anmelde-Flyer: KleinschnittgerTreffen2014

Er läuft!

Nach ziemlich genau 30 Jahren ist heute der Motor wieder zum Leben erwacht!

Gleich beim ersten Versuch – sprang er an…

Klar, ich hatte neue Kohlen, eine frische Kerze und einen neuen Kondensator eingebaut, aber dass der Wagen gleich beim ersten Startversuch anspringt hätte ich wirklich nicht gedacht.

Nun habe ich die erste Runde gedreht – macht schon Spass, so ein Messerschmitt. Die Schaltung funktioniert noch nicht wie gewünscht und die Plexihaube muss noch montiert werden, aber das Projekt geht langsam aber sicher dem Ende zu.

Mivalino zu verkaufen!

Vielen ist es bekannt, vom KR175 wurde in Italien beim Motorrad Hersteller MI-VAL eine Lizenzproduktion unter dem Namen Mivalino vom Band gelassen. Der Hauptunterschied zum KR175 liegt bei Motor und Instrumenten. Die Produktionenzahlen waren klein und so wundert es auch niemanden, dass nur noch wenige Mivalinos existieren.

Nun wird ein Fahrzeug angeboten, bei dem leider einige typische Komponenten nicht stimmen (Kotflügel, Plexihaube, etc.). Für € 27’500 ist das glänzende Stück zu haben. Scheint mit persönlich etwas optimistisch aber mal kann es ja mal versuchen…

Inserat: http://www.subito.it/auto/mi-val-mivalino-roma-82686968.htm

KR200 – Zündschlüssel

Als ich meinen KR200 gekauft habe, wurde mir versichert dass, irgendwo im Nachlass neben den anderen 100 bis 200 Schlüssel sicher auch der Messerschmitt-Schlüssel zu finden ist. Nun, drei Monate später liegt der original Schlüssel wohl immer noch dort.

Glücklicherweise liefert Heiko Zimmermann passende Schlüssel – sogar die richtigen Rohlinge werden verwendet.

€ 20.- für zwei Schlüssel, da kann man wirklich nicht meckern!

Hier kann man die Schlüssel bestellen: http://www.messerschmitt-club-deutschland.de/dateien/data/ersatzteillistekr200-08-2012.pdf

Herausforderung gesucht…

Unter den Restauratoren sind immer wieder wahre Blechkünstler zu finden. Betrachtet man „Vorher-Nachher“ Bilder ist es oft unglaublich, was mit Geschick und der nötigen Geduld alles möglich ist. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist die KR200-Restauration von Tapio aus Finnland: http://www.rollermobilclub.ch/die-ultimative-kr200-restauration/

Nun steht auf eBay ein weiteres Projekt, dass auf seinen Meister wartet. Auch hier handelt es sich um einen KR200 – was ja nicht auf allen Fotos sofort ersichtlich ist 🙂

Ich könnte mir vorstellen, dass ein solches Objekt auf einem Sockel in einen grossen Garage sehr dekorativ wirkt.

Update: 27.01.2014 – Verkaufspreis: £ 1’020.-

Scotsdale 2014 – Auktionsergebnisse

Letztes Wochenende fanden in Scotsdate Arizona mehrere hochklassige Auktionen statt. Bonhams, RM Auctions, Gooding und Barret-Jackson boten hunderte von Fahrzeugen an. Natürlich wurden für verschiedene Fahrzeuge neue Preisrekorde erziehlt – neben all den „Verlierern“ der Wirtschaftskrise der letzten Jahre gibt es doch eine betrachtliche Anzahl „Sammler“ für die Geld keine Rolle spielt.

Einige Kleinwagen waren im Angebot. Die Preise lagen höher als dies an einer europäischen Auktion zu erwarten wäre, aber Preisrekorde wurden definitiv keine erziehlt.

Erstaunlich ist die Preisentwicklung, die bei den Fiat Jolly Exemplaren zu beobachten ist. 110’000.- für einen kleinen Fiat ist doch sehr viel Geld. Klein Wunder, dass bei diesen Beträgen inzwischen der Grossteil der Jolly’s bis vor kurzem noch ein geruhsames Leben als stinknormale, verrostete 500-er Limousine gefristet hat…

Zwei frühe KR200 für 37K bzw. 55K

Isetta für 30K

Ein Schritt vor und zwei zurück…

Nein, mein KR200 ist noch nicht fertig –  auch nicht in den nächsten Tagen!

Glaubt man allgemeinen Grundsätzen der Lernmethodik, muss man Dinge wiederholen, bis sie bleiben. Also, getreu nach dem Motto „Übung macht dem Meister“ habe ich nun sogar den kompletten Einstieg mit dem Haubenrahmen demontiert, wäre doch schade wenn ich nicht wüsste wie sowas geht…

Aber blenden wir etwas zurück. Vor einer Woche setzte ich erstmals das frisch lackierte Heckteil auf den Wagen. Beim schliessen des Einstiegs viel es mir sofort auf. Sowas nennt man im Fachchargon „Spaltmasse“. Nur war in meiner Fall eher eine Lücke denn ein Spaltmass das etwas zu gross geraten ist.

Eigentlich sollte zwischen dem Einstieg und der Heckklappe gerade soviel Platz sein, dass der Gummikeder passt. So habe ich die Position der Heckklappenbefestigung immer weiter nach oben korrigiert bis zum Anschlag. Naja, das reichte noch nicht, wie man auf dem Bild gut sehen kann. Klar, meine Heckklappe stammt von einem anderen Fahrzeug aber die Differenz war nun wirklich zu gross.

Nach intensiven Bildstudium von anderen KR200 kam ich zum Schluss, dass der komplette Einstieg mehr nach vorne und gleichzeitig nach unten gerückt werden muss. Na dann – Einstieg demontieren, alles Begutachten und entsprechende Korrekturen vornehmen. Nun habe ich den Einsteig um knapp 2 cm nach vorne gerückt alles neu verbohrt und siehe da es scheint langsam zu passen.

Jetzt liegt alles bereit zur Montage. Danach hoffe ich wieder etwas Land zu sehen und langsam aber sicher die ersten Zwei-Tack Töne aus dem Motor zu entlocken.

 

 

Rayonnah wird versteigert

Seit der Bruce Weiner Auktion ist der Rayonnah auch breiteren Kreisen ein Begriff – brachte der damals versteigerte Wagen doch fast $200’000. Die Ästheten unter uns mögen beim Anblick eines Rayonnah die Nase rümpfen aber man muss dem Wagen doch seinen Respekt zollen. Schliesslich wurde bereits 1951 ein grosses Mass an Innovation auf die Strasse gebracht, auch ist die Verwandtschaft zum Messerschmitt, der ja erst 2 Jahre später vom Band rollte nicht zu verleugnen.

Nun steht das Exemplar der Hersteller-Familie Hannoyer zum Verkauf – na dann los 50’000 – 80’000 Euro soll das Exemplar bringen. Ist ja ein Klacks sieht man das Madison-Ergebnis vor Augen.

Hier gehts zur Auktion: http://www.artcurial.com/fr/asp/fullcatalogue.asp?salelot=2400+++++364+&refno=10468896&image=23

 

KR200 – Haubenrahmen montieren, ein Erlebnisbericht

KR200 – Haubenrahmen montieren, ein Erlebnisbericht

Heute habe ich mich in die tiefen der Messerschmitt-Restauration begeben – die Montage des Haubenrahmens mit Seitenscheiben und Frontscheibe stand an. Will man all den Berichten auf den einschlägigen Foren glauben, gibt es kaum was schlimmeres, die Montage muss der allergrösste Horror sein. Einige Leute verbrachten bis zu einer Woche in der Garage bis die verflixte Haube endlich an Ort und Stelle war.

Also habe ich alle Infos die im englischen Messerschmitt Forum verfügbar waren genau gelesen und mich entsprechend vorbereitet. Zuerst, das wichtigste!

Die Montageanleitung im KaroTip bezieht sich auf neue Seitenscheibenrahmen – nicht auf gebrauchte!

Somit ist auch klar, das die Anleitung für den normalen Restaurateur nicht der richtige Weg ist. Folgende Punkte sind wichtig damit es klappt.

  • Seitenscheibenrahmen aufbördeln (sollte mindestens parallel sein)
  • Haubengummi schneiden, so dass ein L-Profil entsteht
  • Zusammengepresste Stellen mit Kabelbinder sichern

So gelang es mir ohne fremde Hilfe beide Seitenscheibenrahmen und die Haube in 3 Stunden zu montieren. Aber beginnen wir ganz von Vorne…

1.) Seitenscheibenrahmen aufbördeln

Bei gebrauchten Rahmen muss die Aufnahme aufgebördelt werden. Idealerweise bis der Ausschnitt parallel ist. Es gibt Leute, die machen das ganz professionell mit Maschine aber für Alle die nicht täglich Seitenscheibenrahmen montieren tut es auch die Hand-Variante mit selbergemachtem Werkzeug.

Das Werkzeug wird in die Aufnahme eingeführt und der Rahmen aufgebördelt. Die Aufnahme sollte soweit aufgebördelt werden damit die Seiten parallel sind. An den Stellen wo mehrere Dinge zusammenkommen z.B. vorne beim Steg kann der Rahmen etwas weiter geöffnet werden.

 2.) Haubengummi zuschneiden

Der Haubengummi hat ein U-Profil, in das der Rahmen eingeführt werden soll. Es mag Leute geben, die das auch hingekriegt haben, aber in der Regel faltet sich das U-Profil beim Einführen das Rahmen und Seitenscheibenrahmen und Haubenrahmen können nicht genügend weit zusammengestossen werden. Desshalb kann der Gummi so zugeschnitten werden dass ein L-Profil entsteht – nun stört nichts mehr beim Zusammenbau!

Links das originale Gummi – Rechts das auf L-Profil zugeschnittene Gummi

3.) Gummi vormontieren

Um das Gummi etwas geschmeidiger und rutschiger zu machen kann man Seife nehmen oder Fett. Ich habe den Gummi auf der innenseite des L-Profils eingefettet und dann ich den Seitenscheibenrahmen eingelegt. Damit der Gummi nicht gleich rausfällt habe ich alles mit etwas Klebstreifen fixiert.

4.) Scheibenrahmen einführen

Ich habe jeweils hinten die untere Leiste zuerst eingeführt, danach habe ich oben den Rahmen eingeführt und mit Kabelbinder fixiert, das alles zusammenbleibt. Ist der Rahmen mal so eingepasst, kann der Rahmen mit viel Schmackes ganz nach hinten bis zum Anschlag eingeführt werden. Ein Gummihammer hilft, falls man in der Jugend nicht genügend Spinat gegessen hat 🙂

Dann gehts weiter, in Richtung Alusteg. Da müssen nun Haubenrahmen, Scheibenrahmen, Gummi und Steg zusammenkommen. Ist mit etwas fummlerei Verbunden, aber wenn man zuvor den Scheibenrahmen an dieser Stelle etwas weiter öffnet klappt es ganz gut.

Nun, 90 Minuten später ist der erste Scheibenrahmen montiert!

Ich war sehr erstaunt, wie „einfach“ die Montage des Seitenrahmens war – ohne die Tips und Erfahrungen aus dem englischen Messerschmitt-Forum hätte das kaum so gut geklappt. An dieser Stelle danke ich allen die Ihr Wissen bereitwillig zur Verfügung gestellt haben.

5.) Frontscheibe montieren

Zuerst wird der Gummi auf Rahmen und Karrossererie aufgesteckt, dann wir die Scheibe oben in den Gummi eingeführt und nach oben gedrückt. Jetzt kommt Spezialwerkzeug zum Einsatz.

Oben: Füller-Einziehwerkzeug, Unten: Gummihacken

Mit dem Scheibengummihacken wird der Gummi aufgezogen und die Scheibe rutscht in die Gumminut ein. Nun muss der Füller eingezogen und zugeschnitten werden. Man beginnt oben, mit Hilfe des Füller-Werkzeugs kann der Füller einfach eingezogen werden – wichtig, auf beiden Seiten etwas überstehen lassen und danach in Gehrung schneiden. Nun wird noch der restliche Füller eingezogen und angepasst.

Fertig!

Mit dem montierten Haubenrahmen sieht mein Messerschmitt erstmals wie ein „richtiger“ Messerschmitt aus. Ich bin glücklich , dass ich dieses wichtige Restaurationskapitel nun abgeschlossen habe. Es gibt natürlich immer noch einiges zu tun, aber ein Meilenstein ist nun erreicht.

Als nächstes muss ich die Plexihaube einpassen. Die ist nicht zuletzt wergen der hohen Materialkosten (aktuell kostet eine Haube € 920.-) eine weitere Horrorarbeit. Nachdem mit nun alle geraten haben anhand einer alten zugeschnittenen Haube die Masse auf die neue zu übertragen schaue ich jetzt erstmal wo ich eine Musterhaube bekomme.