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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

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4-Räder und doch kein Tiger…

4-Räder und doch kein Tiger…

Die Geschichte soll sich folgendermassen zugetragen haben. Drei Motorrad-Enthusiasten aus Ost-Deutschland besuchten 1956 eine Motorradausstellung in Nürnberg. Im Dauerregen suchten die Drei Schutz unter einer Brücke. Während sie auf besseres Wetter warteten, fuhr von Zeit zu Zeit ein Messerschmitt vorbei – die Fahrer sassem im Trockenen !

Zurück im Osten versuchten sie einen Messerschmitt zu kaufen, leider vergeblich.

Was tut man in solcher Lage, klar man baut einen eigenen Karo…

So entstanden 1957 drei Fahrzeuge, die sich alle in Details unterschieden schliesslich mussten als Bauteile alles herhalten was zu finden war. Das abgebildete Fahrzeug hat 4-Räder (eine echte Weiterentwicklung des relativ primitiven orginals) und wird von einem Java 250ccm Motor angetrieben. Gestart wird via Handstarter am Fahrersitz. Das einzige original Messerschmitt-Teil scheint der Scheibenrahmen zu sein.

Der Wagen soll dieses Jahr den Weg zurück auf die Strasse finden – bin gespannt das Teil mal zu sehen.

KR200, es geht voran…

KR200, es geht voran…

Wer den Blog etwas verfolgt hat, weiss dass seit Ende letzten Jahres ein KR200 in meiner Garage steht.

War ich über die letzten Wochen vorallem mit der Demontage und Reinigung der Einzelteile beschäftigt, kommt nun langsam der „schöne“ Teil ins Rollen. Erste Einzelteile sind schon wieder montiert und die Schachtel vom Messerschmitt Club Deutschland (Danke Roland, dass Du den Ersatzteilhandel mit so viel Engagement betreibst – Respekt!) wird auch immer leichter.

Erstmal musste der Motor wieder gängig gemacht werden – hatte doch jemand vor 41-Jahren oder noch länger die Kerze rausgedreht. Ärgerlich da in der Zwischenzeit der Rost so richtig viel Zeit hatte sich in allen Ritzen festzusetzten. Gemäss Theorie braucht nur etwas Rostlöser und zwei, drei gezielte Schläge mit dem Schonhammer auf den Kolben. Hat man zuvor noch den Zylinder erhitzt und den Kolben mit Kältespray behandelt gehts schon fast von selbst…

In der Praxis waren ca. 2 Monate Rostlöser-Einsatz gefragt, danach habe ich wiederholt ein Holzstück gepresst und als sich endlich etwas bewegte waren nochmals zwei Stunden pressen nötig. Genug gejammert, jetzt ist der Kolben frei, alles konnte gereinigt werden und sieht schon wieder ganz passabel aus.

Parallel dazu habe ich Bug und Wanne bearbeitet. Leider hatte der Wagen vorne mal eine kleinen Rempler, die Spuren wollte ich beseitigen.

Der grösste Schaden war vorne rechts, genau an der Stelle wo Bodenblech und Bug zusammenfinden. Mit einem langen Holzstück konnte ich die Beule von innen herausdrücken. Es braucht schon etwas Mut, mit harten Schlägen das Blech zu bearbeiten – aber es klappte besser als erwartet und nun ist unter der Zierleiste kaum mehr was zu sehen.

Freude machte der Unterboden. Nach einer Reinigung und Owatrol-Konservierung sieht das Ganze wie „Neu“ aus. Erstaunlich, wie wenig Rost und überhaupt keine Löcher zu finden waren.

Schön, ein Problem weniger!

Nachdem unten wieder alles in Ordnung war, konnte ich mich mit dem Rest beschäftigen – was soviel heisst wie Reinigen, Polieren und Zierteile montieren. Das ging alles relativ leicht von der Hand, einige Gewinde mussten nachgeschnitten werden, sonst passte alles. Nur die vordere Stossstange brauchte mehr Zuneigung, war sie vom Rempler doch stark verformt worden. Als nächstes stehen die Kotflügel an, aber dazu muss ich noch etwas Motivation aufbauen.

Ausserdem konnte ich die Pedalerie, alle Kabel und die Lenkung wieder einbauen. Nun mit neuen Buchsen und frischem Fett bewegt sich alles wie gewünscht.

Jetzt stehen arbeiten am Heck an. Der Motorträger ist schon wieder montiert, auch die Schwinge ist am Platz. Sieht doch schon bald wieder wie ein richtiger Messerschmitt aus.

Mehr dazu…

Nach 41-Jahren – wieder Tageslicht…

KR200 – die Reinigung beginnt…

Le retour du futur – Automobilsalon Genf 2018

Le retour du futur – Automobilsalon Genf 2018

Im Rahmen der Sonderausstellung „Retour du futur“ werden am diesjährigen Automobilsalon Konzept-Car, Prototypen und visionäre Schweizer Fahrzeuge ausgestellt. Unter all den prominenten Schöpfungen die viele von uns in Kindertagen bei Quartett-Spiel kennengelernt haben, finden sich auch zwei Schweizer Kleinwagen.

Damals am Genfer Salon 1956 standen die Messeneuheiten Soletta und Belcar gleich nebeneinander. Heute, 62 Jahre später sind die beiden Fahrzeuge wieder nach Genf gereist und begeistern das Publikum. 

Nachfolgend einige weiterführende Links:

 

  

Le jeux sont faits – Ausgebucht, nichts geht mehr

Le jeux sont faits – Ausgebucht, nichts geht mehr

In schöner Regelmässigkeit trifft sich die weltweite Kleinwagen-Schar alle vier Jahre in Wohlen. Das Programm mit ausgedehnter Samstags-Ausfahrt und sonntäglicher Teilnahme am GP Mutschellen Bergrennen hat sich bewährt und wir auch dieses Jahr so durchgeführt.

Fast genauso hartnäckig hat sich in den letzten Jahren das schlechte Wetter gehalten – aber das wird dieses Jahr anders ! 

Neben den „Standard-Kleinwagen“ wie BWM Isetta oder Messerschmitt KR200 sind unter den 150 gemeldeten Fahrzeugen dieses Jahr einige Premieren zu sehen. So dürfen wir uns auf einen Fuldamobil Transporter freuen oder sehen erstmals zwei Felber Autoroller am selben Ort und erwarten zwei Kroboth. Aus Schweizer Sicht steht neben Belcar, Diavolio und Geissmann erstmals der vielen aus dem Verkehrsmuseum Luzern bekannte Rapid am Start. Hoffen wir, dass der Wagen läuft, gehört hat ja bestimmt noch niemand einen Rapid… Besonders freut mich, dass die Anzahl KR175 bald die Anzahl TG500 erreicht – war ich doch damals zu meinen KR175-Zeiten in der Regel der einzige Pilot der auf SUV Schnick-Schnack wie z.B. eine Hinterrad-Federung verzichtet hat.

Für die Auszeichnung für die längste Anfahrt auf Achse tippe ich auf Sasha aus Israel – sollte er heute oder morgen losfahren, wird es mit der Mopetta (einen 30km/h Schnitt sollte möglich sein) auf Achse nach Wohlen bis am 27.04 zeitlich gut klappen 🙂

Generell sind dieses Jahr einige Team’s aus dem nahen oder etwas ferneren Ausland vertreten – ich freue mich auf regen Austausch.

Hier findet Ihr die Teilnehmer-Liste.

Tempo Wiking Kleinlastwagen im O-Lack

Tempo Wiking Kleinlastwagen im O-Lack

Um das aktuell gehypte Thema O-Lack etwas zu strapazieren, hier das Objekt der Woche…

Seltener Tempo Lastwagen – teilweise noch O-Lack 🙂

Der Wagen wurde auf eBay für € 900.- angeboten. Da das Angebot vorzeitig beendet wurde, kann man annehmen das der Wagen einen Käufer gefunden hat. Ob eine Restauration angestrebt wird oder eher ein nettes Dekoteil gesucht wurde – dazu soll sich jeder seine eigene Meinung bilden.

So sieht es der Verkäufer:

Sehr seltener 1953er TEMPO WIKING- Vierradlieferwagen (Spitzname: „Fischmaul“)

Der 3/4 Tonner (bis 850 kg. Nutzlast) ist mit einem 452 ccm – Zweitaktmotor von HEINKEL mit 17 PS ausgestattet.
Der Vierradtransporter hat Frontantrieb, die Fahrgestellnummer ist vorhanden und gut im Rahmen sichtbar. (siehe Fotos!)
Bei dem Waldfund sind viele Teile erhalten: Motor inkl. Anbauteile, Getriebe, Hauptrahmen, Achsen, Cockpit, Tachometer, Wischermotor, Innenspiegel, Rillenwinker, Tank, u.s.w.
 

Inter – nach der Auktion ist vor der Auktion…

Inter – nach der Auktion ist vor der Auktion…

Von den 38 überlebenden Inter ist immer mal wieder einer im Angebot. Sei es auf Auktionen oder von Privat. Ein Schelm wer da denkt die Wagen seien so schlecht dass diese immer wieder die Hand wechseln.

Im Retromobile-Angebot von Bonhams stand No. 1041 zum Verkauf. Der Wagen wurde kürzlich restauriert und war schon vor einigen Monaten in einer anderen französischen Auktion erfolglos angeboten worden. Nun konnte der Wagen für aus Sicht des Verkäufers bescheidenen € 49’450.- (inkl. premium) abgesetzt werden. Im Kleingedruckten ist noch vermerkt, dass der Wagen einen Zündungsdefekt (Gyrostarter sei Dank!) hat und dies noch auf Kosten des Besitzers in Ordnung gebracht wird. 

Als nächstes steht Nummber 1207 zu Verkauf. Der Wagen wird von RM in Amelia Island angeboten.

This example, offered from the noted Bruce Weiner Microcar Collection, is the subject of a three-year, concours-quality restoration recently completed. Finished in a vibrant turquoise green, the interior is upholstered in an equally vivacious red vinyl with white piping. Upon close examination, one will understand why it is described as „none better,“ as the restoration was completed with correct and original parts to the highest of standards.

Vielleicht funktioniert bei diesem, dem „besten Inter überhaupt“ der Gyrostarter…

Fiat 600 Multipla furgoncino OM – im O-Lack!

Fiat 600 Multipla furgoncino OM – im O-Lack!

Ein wirklich rarer Multipla – oder was davon übrig blieb steht zum Verkauf.

Keine Frage ein schicker Kleinbus macht sich immer gut und in der Not lässt sich auch der eine oder andere Grosseinkauf im Baumarkt elegant mit dem Multipla transportieren.

In diesem Fall sollte man allerdings bereits einen Wagen besitzen, der in der Lage ist Transporte durchzuführen, denn ob dieser Multipla jemals wieder den Weg auf die Strasse zurück findet ist doch zumindest zweifelhaft.

Man fragt sich beim Betrachten der Fotos was dem Kleinen in der Vergangenheit für Leid angetan wurde – irgendwo zwischen schwerer Körperverletzung und Totschlag – so mein Urteil…

Aktuell wird das Fahrzeug zum Schnäppchenpreis for 5’900 Euro angeboten.

Eagle EG6330K – ein weiterer Elekrokleinwagen

Eagle EG6330K – ein weiterer Elekrokleinwagen

Nachdem der Microlino (aktuell sollen bereits 4’500 Bestellungen vorliegen) für einige Furore gesorgt hat, steht nun ein weiteres Elekrofahrzeug im Kleinwagen-Kleid in den Startlöchern. Die Chinesische Firma Eagle, bekannt für den Bau sogenannter LSEV (low speed electric vehicules) beispielsweise für den Einsatz auf dem Golfplatz baut unter dem klangvollen Namen EG6330K eine BMW 600 Neuauflage.

Technische Daten:

The EG6330K will hit the market soon. Price is yet unknown but a good guesstimate would be somewhere around $4000. Power comes from an electric motor with 5.3 horses, mated to a 72 kWh lead-acid battery. Top speed is 60 kilometers per hour and range is 120 kilometers.

It seats four. Size: 3300/1470/1470, wheelbase is 1940 and curb weight is 750 kilo.

Im Gegensatz zum original aus den 50-iger Jahren bietet die Neuauflage 4-Türen und einen kleinen Kofferraum im Heck. Das Interieur mutet etwas langweilig bzw. neumodisch an.

Äusserlich hat man sich sehr stark am original orientiert.

 

KR200 – die Reinigung beginnt…

KR200 – die Reinigung beginnt…

Anfangs Dezember konnte ich meine Neuerwerbung nach Hause bringen. Seither habe ich einige Stunden mit dem Fahrzeug verbracht und mit der Demontage und Reinigung begonnen.

Sieht so aus, als muss man den Karo fast komplett zerlegen um die Reinigung richtig gut durchführen zu können…

Begonnen habe ich mit dem Heck, da es sich einfach demontieren lässt und rasch Erfolgserlebnisse versprach. Diese konnten übrigens auch gehalten werden, aber dazu später. Mein Plan mit dem Fahrzeug sieht folgendermassen aus:

  • Demontieren
  • Mit Wasser und Seife putzen, was sich nicht lösen lässt bekommt einen Spritzer Kaltreiniger (Bremsenspray oder Motor-Reiniger)
  • Danach reinige ich die Oberfläche mit Lackreiniger (habe ein Produkt von Rot-Weiss)
  • Anschliessend wird aufpoliert (3M Produkte; Fast-Cut (ist hierfür zu agressiv), Fein, und Maschine Polish)
  • Chrom und Alu behandle ich auch mit den 3M Produkten.
  • Dann wird wieder montiert

Eigentlich gehört Owatrol auch noch auf die Liste – aber da am Heck kein Rost vorhanden war, kommt das erst später zum Einsatz.

Beim Heck muss demnach der Tank raus (sah innen perfekt aus – keine Ahnung wie der sich so gut gehalten hat), dann die Lampen und schlussendlich noch die Zierleisten. Ist schon viel Arbeit, aber sobald die ersten glänzenden Stellen sichtbar sind, macht es sogar Spass !

 

So sieht das nackte Heck nach der Reinigungs- und Politurarbeit aus. Ich bin mir noch nicht im Klaren, ob ich die Stellen an denen die Farbe abgeplatzt ist ausbessern soll oder so belasse. Werde ich wohl am Schluss wenn das Ganze Fahrzeug sauber ist entscheiden.

Bei einem originalen unverbastelten Fahrzeug sieht man schön, wie früher gearbeitet wurde. Schweissnähte, Farbverlauf, etc. alles ist klar ersichtlich.

Innen wurde das Heck Schwarz-Seidenglanz lackiert.

Die Spuren der Zeit sind ersichtlich – aber das passt so, schliesslich ist der Wagen in Würde gealtert.

Weihnachtszeit – Geschenkzeit, warum mal nicht in einen Transporter investieren

Weihnachtszeit – Geschenkzeit, warum mal nicht in einen Transporter investieren

Zu den Kleinwagen-Legenden gehört zweifelsfrei auch der Goggo Transporter.

Quadratisch, praktisch und gut !

Auch fahren macht Spass wie ich vor Jahren in einem australischen Exemplar erleben durfte.

Aktuell wird auf mobile.de ein ganz tolles Exemplar in unrestauriertem Originalzustand angeboten. So wie der Wagen aussieht, waren schwere Transportfahrten wohl nicht an der Tagesordnung. Ob noch weitere Transporter in solch perfekten Orginalzustand existieren darf bezweifelt werden. So gesehen erstaunt auch der geforderte Preis von € 100’000.- nicht wirklich.

Aber seht selbst…

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