Mivalino – auf Pump kaufen…

Mivalino – auf Pump kaufen…

Was heute ganz normal erscheint und auch von vielen Leuten gemacht wird, war damals wohl eher die Ausnahme.

Ratenkauf für den Mivalino

Wie auf dem Schriftstück zu sehen ist, kann man den Mivalio auch in Raten à 50’000 lira abzahlen. Kostet etwas mehr, aber wer sieht schon ob der Wagen im Besitz des Fahrers oder der Bank ist, wenn man mit einem lächeln im Gesicht durch die Strassen braust.

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Für Freunde des guten Geschmack’s

Für Freunde des guten Geschmack’s

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten – deshalb will ich Euch den AWS Shopper Prototyp von 1974 der gerade auch eBay angeboten wird nicht vorenthalten. Hierbei handelt es sich um den allererster gebauten Shopper ! Der Zustand spricht für sich – da heisst es zugreifen…

Der Hingucker für jeden Anlass…

hier gehts zur eBay-Auktion

AWS Shopper

AWS Shopper

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AWS Shopper

Belcar – erste Bestandesaufnahme

Belcar – erste Bestandesaufnahme

Seit einigen Tagen steht der Belcar in meiner Garage. Nun hatte ich endlich Gelegenheit den Wagen im Detail anzuschauen.

Soviel vorne weg, es gibt viel zu tun!

Mir war schon, als ich im August erste Bilder des Wagens gesehen habe klar, dass der Rahmen von der Karosse getrennt werden muss um alles sinnvoll Bearbeiten zu können. Ausserdem handelt es sich bei einer Serienfertigung von weniger als 10 Fahrzeugen im Grunde um einen Prototyp und damit verbunden auch einige etwas abenteuerliche technische Lösungen. Konnte ich beim Austin 7 die vier Chassisschrauben lösen und dann die Karossiere abheben, ist es beim Belcar etwas schwieriger. Im Moment ist mir noch nicht ganz klar, was alles demontiert werden muss – aber ich glaube eine Menge…

Belcar_Motorraum

Ein Blick in den Motoraum zeigt die komplette Konstruktion von Motor, – Hinterradschwinge und Hilfsgestell für den Stossdämpfer. Änhnlich wie beim Messerschmitt Schwingengummi sind links und rechts zwei Gummis in grosse Rohre einvulkanisiert und sorgen für die nötige Federung. Grundsätzlich wurde einiges beim Karo abgeschaut. Der Tank könnte vom KR175 stammen, Motor und Blackbox entsprechen der Ausführung im KR200 und geschaltet wird mit demselben Schaltknauf mit Leerlaufhebel. Natürlich findet sich auch das Zündschloss mit Eindrückstellung um den Motor rückwärts laufen zu lassen wieder.

Glücklicherweise ist der Wagen bis auf die Uhr im Handschuhfach völlig komplett was gerade beim Belcar von unschätzbarem Wert ist. Dass auch früher schon ab und zu Hand angelegt wurde, zeigt das umfassende Bordwerkzeug, inklusive Wagenheber mit ca. 130cm langer Betätigungswelle, damit auch an entferntesten Stellen der Wagenheber angesetzt werden kann.

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Jahresteffen – 2015 in Walenstadt

Jahresteffen – 2015 in Walenstadt

Zweites Internationales Microcar und Kabinenrollertreffen in Walenstadt 2015

Anfang März bekomme ich von Daniel Thüring eine persönliche Einladung zum 3ten Internationalen Kabinenrollertreffen per Post zugesendet. Gute Erinnerungen an das schöne Treffen in 2007 kommen hoch, und so entscheiden wir uns am Treffen teilzunehmen sowie ein Hotelzimmer in Walenstadt zu buchen. Leider ist der BMW 600 nicht durch die letzte MfK gekommen und zur Zeit auch nicht angemeldet. Der Tiger ist angemeldet, aber nach der letzten Reparatur am Differential (Abriss einer Schweissnaht am rechten Kreuzgelenk) ist die Hinterachse noch neu einzustellen und ein Reifen platt  – was ja wohl in 3 Monaten zu erledigen sein sollte- so weit so gut.

Böse Zungen behaupten: „Dein Tiger kommt nicht pannenfrei zum 3ten Internationalen Kabinenroller und Kleinwagentreffen nach Walenstadt“

Nun gilt es dies zu wiederlegen, möchten wir doch auf eigener Achse pannenfrei zum Treffen und wieder heile zurück nach Hause – insgesamt 356 km. Trotz allen guten Vorsätzen am Fahrzeug zu arbeiten wird in den letzten 2 Wochen vor dem Treffen die Zeit plötzlich knapp, und es geht auch  nicht so recht vorwärts.

Messerschmitt Tiger

Ist die Katze gesund freut sich der Besitzer – wenn nicht hat er noch ein bisschen Arbeit

Die Reifen müssen noch abgezogen werden und neue Schläuche eingezogen werden. Die Firma, welche die Reifen nach der Restaurierung 2011 aufgezogen hatte, hatte die Ventillöcher zwar vergrössert, aber nicht entgratet. – Konsequenz: Ein platter Hinterradreifen und das Vertrauen in die restlichen Räder und zum regionalen Reifenhändler gleich Null. Neue Schläuche hatte ich, und die Felgen samt Reifen lagen seit 2 Wochen bei einem Kollegen. – Dort blieben sie auch erst einmal liegen, da er sehr viel zu tun hatte – also betteln und hoffen, dass es doch noch rechzeitig klappt.    

Es sieht nicht gut aus – und die Wettervorhersage verspricht nichts Gutes!

So verging die vorletzte Woche vor dem Treffen und ich war noch nicht wirklich vorwärts gekommen. Also alle Schrauben nachziehen, Öl und Bremsflüssigkeit kontrollieren. Das Aufziehen der Faltenbälge bringt mich fast zum Wahnsinn, da die Spurstangenöffnungen viel länger als beim Karo sind, und zudem die Faltenbälge über die umgebördelte Kannte des Spurstangenausschnitts gezogen werden müssen.

Unmöglich, ich bekomme das Gummi nicht über die obere Kante ohne das es unten wieder runterrutscht. Also Plan B: ohne aufgezogene Faltenbälge fahren! Nicht die beste Idee bei einer  Wettervorhersage, die am Samstag und Sonntag starke Gewitter und Regenfälle vorhersagt. Alternativ das Treffen für den Tiger absagen und mit dem Alltagsauto nach Walenstadt fahren-  Franziska motiviert mich weiterzumachen und sagt, dass ihr Wetterbericht für Samstag und Sonntag gutes Wetter prognostiziert- ich bin noch nicht ganz überzeugt, da meine Webseite etwas anderes vorhersagt. Franziska sollte Recht behalten: Das Wetter war der Hammer – von Freitag bis Sonntag Abend super bis wir wieder zu Hause waren.

Gekochte Faltenbälge 🙂

Endlich kommt mir die rettende Idee…, wie war das noch mit dem Aufziehen der Radreifen am  Kindertraktor??? Richtig, die Radreifengummis mussten in kochendes Wasser gelegt werden! Schnell den Wasserkocher von zu Hause geholt, Wasser zu Kochen gebracht und ab mit den Faltenbalg ins kochende Wasser- Jetzt geht er prima über die Kante- der Regen kann kommen, unser Tiger ist dicht!!!

Ohne Reifen lassen sich Sturz und Spur der Hinterachse nicht kontrollieren und einstellen…

Am Dienstag bekomme ich dann auch endlich die Reifen zurück- aber es kommt wie es kommen muss. Die letzten Arbeiten finden am letzten Tag vor der Abfahrt statt, und die geplanten Probefahrten fallen aus. Am Donnerstag Nachmittag um 17:30h ist dann endlich alles fertig: Reifendruck, Sturz und Spur vorne kontrolliert und die Hinterachse komplett neu eingestellt, Sonnensegel für die Plexiglashaube ausgeliehen und montiert. Es ist der erste Hochsommertag und unter der Plexiglashaube schön warm.

Erste Fahrt nach Hause- alles super- bis auf die Ladekontrollleuchte! Eine rot brennende Lampe verheisst nichts Gutes, wollen wir doch nicht mit leerer Batterie auf der Strecke liegenbleiben!!! Die Lichtmaschine hatte ich doch vor einem Jahr überholt- sie war auch beim Boschhändler auf dem Prüfstand gewesen – und hatte dort einwandfrei funktioniert, aber?!?!

Franziska ist auch schon zu Hause angekommen und so fahren wir gemeinsam mit den Tiger zu Phippu und Claudia- vielleicht hat Phippu ja eine Idee.

Erste Frage: Hast du die Lichtmaschine umpolarisiert? – Nein, habe ich nicht. Also schnell das Heckteil abgenommen und die Lichtmaschine umpolarisiert- keine Änderung! Da die Lichtmaschine ja beim Bosch Händler geladen hatte- tippe ich auf einen kaputten Regler. Kein Problem, einen neuen Regler hatte ich noch- also schnell in die Garage gefahren,  Regler geholt und eingebaut.

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Der Regler wird getauscht

Freitag Morgen wollen wir mit Claudia, Phippu, Res, Grische, Pesche und Sigi nach Walenstadt fahren- also noch eine Nachtschicht einlegen? Der neue Regler verspricht Besserung, die Ladekontrollleuchte geht zeitweise aus. Zufrieden parken wir den Tiger in Phippus Garage und geniessen mit Claudia und Phippu einen schönen Abend.

Werkzeug packe ich trotzdem ein!

Um Gewicht einzusparen hat Phippu kein Werkzeug dabei- schliesslich muss sein BMW 600 einen Wohnwagen über den Kerenzerberg ziehen. Dies ist mir dann doch etwas zu gewagt und so packen wir zwei Werkzeugwickel mit Schraubenschlüssel, Schraubendreher, Zangen usw. ein, man weiss ja nie.  Das wir das falsche Werkzeug eingepackt hatten, wussten wir ja nicht … doch dazu später mehr.

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Übernachtung in guter Gesellschaft

Die grosse Fahrt nach Walenstadt

Vor uns lagen 170km Landstrasse durch das schweizer Mittelland über Oftringen, Safenwil an Lenzburg vorbei nach Cham, Zug, und von dort über Schindeleggi und den Kerenzerberg nach Walenstadt. Mit von der Partie waren zwei BMW 600 mit Wohnwagen, eine Bianchina Transformabile ein KR 200 Kabriolet und wir mit dem Tiger. Wir starten rechtzeitig um 9:30h vom vereinbarten Treffpunkt in Oberönz und ich war erstaunt wie gut die beiden BMW 600 mit 2 Personen und einer Anhängelast von 250kg im Verkehr eine Geschwindigkeit von 70-80km/h erreichen. Gegen Mittag erreichten wir problemlos Zug, wo wir eine  Mittagspause einlegten.

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Mittagspause in Zug

Ab jetzt wird es etwas bergiger  – es geht trotzdem gut voran. Trotz Sonnensegels wird es im Tiger etwas wärmer, aber es ist auszuhalten, da vorne und hinten die Schiebefenster offen sind. An den roten Ampeln wird schnell ein bisschen gelüftet. Das Wetter am Freitag ist wie prognostiziert sehr schön mit hochsommerlichen Temperaturen und es regnet nicht.

Die Panne am Kerenzerberg

Die beiden BMW 600 mit den Wohnwagen fahren voraus, gefolgt vom Karo und der Bianchina, wir machen den Schluss. Alles geht gut bis zur Abfahrt vom Kerenzerberg. Schon bei der Auffahrt in den Spitzkehren hatte ich das Gefühl, dass der Karo vor mir ein blechernes Geräusch macht, aber der Karo fährt gut den Berg hinauf. Bei der Abfahrt vom Berg wurde dann das Geräusch noch lauter und an einem Parkplatz fährt Res rechts raus und hält an. Grische mit der Bianchina und wir halten auch. Nach dem Öffenen des Karo Heckteils ist alles klar. Die Auspuffmutter hatte sich vom Zylinder gelöst und der Auspuffkrümmer hängt in der Luft.

Obwohl ich viel Werkzeug eingepackt hatte, einen Hakenschlüssel für den Karo habe ich natürlich nicht dabei. Ein Anruf bei Daniel Thüring hilft, er hat zwei Schlüssel und bringt sie vorbei. Nach behobener Panne konnte Res auf eigener Achse die letzten Kilometer nach Walenstadt fahren. Wir sind zufrieden- 170 km ohne Panne sind zurückgelegt.

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Phippu bei der Arbeit am Karo

 

Das Treffen

Wie schon in 2007 fand das Treffen in der Nähe der Mehrzweckhalle sehr schön gelegen direkt am Walensee statt. Da das Treffen erst am Samstag begann, waren noch nicht viele Teilnehmer eingetroffen und so konnten die Wohnwagen im abgesperrten Bereich für das Treffen plaziert werden.

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Chillen nach getaner Arbeit...

Chillen nach getaner Arbeit…

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Das Wasserflugzeugtreffen

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Neben dem Kleinwagen und Kabinenroller Treffen fand auch das Wasserflugzeug Treffen statt.

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Die Rallye

Nachdem wir gut im Gasthof Löwen in Walenstadt geschlafen und Frühstück gegessen hatten, machten wir uns am Samstag Morgen auf den Weg zu Daniel Thürings Haus um den Tiger abzuholen. Der Tiger durfte in Daniels Garage übernachten, da es beim Hotel keine Garage gab und ich ihn nicht unbeaufsichtigt am See stehen lassen wollte. Pünktlich zum Start der Rallye waren wir wieder am See.

Start Rallye Rollermobile durchs Sarganserland-Werdenberg mit publikumsattraktivem Abschlussposten am See. 3 Schlaufen unterschiedlicher Länge werden abgefahren- so stand es im Programm.

Dies war eine spannende Programmänderung gegenüber dem 2.ten Treffen. Fuhren wir dieses Mal doch nicht im Konvoi, sondern einzeln verschiedene Ziele auf der Route an, wobei unterschiedliche Aufgaben gelöst werden. Am ersten Kontrollpunkt mussten 10 Flumser Masken den richtigen Namen zugeordnet werden- mit Raten erreichten wir 8 von 10 möglichen Punkten- ein sehr guter Wert.

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Weiter gings zum nächsten Kontrollpunkt, der Garage Hartmann in Sargans. Neben der Besichtigung einer tollen Oldtimersammlung stand hier Armbrustschiessen auf dem Programm. Nach dem zweiten Schuss hatte ich den Bogen raus und traf den inneren Kreis, gezählt wurden die zwei besten Ergebnisse von drei Schüssen.

Weiter gehts in Richtung Mels und dann auf den Berg zur Bergkäserei Mädris. In der Spitzkehre muss ich in den ersten Gang schalten- ganz schön steil – ich möchte nicht wissen wie die Isetta mit dem Wohnwagen hier hinaufgekommen ist. Bei der Bergkäserei angekommen erwartet die Ralleyteilnehmer ein Stand mit Produkten der Käserei und wieder 10 Fragen in Bezug auf die Käse und die Käserei. Mit raten und einem guten Allgemeinwissen konnte man diese gut beantworten. Klar liegt die Stadt in der der Tilsiter erfunden wurde nicht in der Schweiz, sondern an der Ostsee in Russland.

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Weiter gehts auf einer schmalen Strasse den Berg hinauf in Richtung 4ter Kontrollstation, immer wieder mit einem grandiosen Ausblick auf die Kurfirsten und das Tal. Aber so einfach geht es dann doch nicht- nach einem kleinen Patzer beim Kartenlesen fahren wir nicht mehr weiter den Berg hinauf, wie es geplant war, sondern bergab und landen auf einem Bauernhof, wo auch die Strasse endet. Sehr zur Freude des Hofhundes, der uns freundlich bellend begrüsst und an der Kette zerrt. Gott sei Dank ist er angebunden und kann uns nicht näher inspezieren. Durch das Bellen sind auch die Bäuerin und ihre Tochter erschienen. So ein Auto haben sie noch nie gesehen, freundich erklären sie uns, wie wir zum nächsten Kontrollpunkt kommen. Nicht so schlimm, nach 10 Minuten sind wir wieder auf der richtigen Strasse unterwegs in Richtung 4ter Kontrollstation.

Jetzt wird es schwierig! Wie heissen die Kurfirsten und die angrenzenden Berge? Ehrlich gesagt keine Ahnung – aber dank modernster Goggo Technik, nein: Google Suchmaschine auf dem Smartphone, schaffen wir auch diese Klippe …und machen, da wir alleine am Kontrollpunkt sind, noch eine nette Fotosession mit dem Team.

Nun geht es wirklich bergab – über Flums zurück nach Walenstadt treffen wir am 5ten und letzten Kontrollpunkt am Walensee ein, wo wir freundlich von Marcello mit den Worten begrüsst werden: Ihr habt wohl beschissen, ihr seid die Ersten. Tja -superschnell fahren konnte man auf den schmalen Bergstrassen eigentlich nicht, was den Vorteil des Tigers gegenüber den anderen Kleinwagen zu nichte macht. Da wir aber am Sonntag noch 170 km Rückfahrt vor uns hatten, hatten wir nur die fakultative Rundfahrt gewählt und die beiden Ergänzungsstrecken ausfallen lassen- das war die Erklärung.

Am letzten Kontrollpunkt geht es darum 10m mit verbundenen Augen zu fahren- natürlich ohne Beifahrer-  der vorsagen könnte. Ich schaffe 7m und damit beenden wir die Ralley. Da noch nichts auf dem Parkplatz los ist, und wir auch ein bisschen hungrig sind, beschliessen wir nach Sargans zum Essen zu fahren. Nach Besichtigung des Schlosses machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Walenstadt.

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Der „giegsende“ Tiger

Nach 16 Jahren in der Schweiz dachte ich eigentlich, dass mein Wortschatz komplett ist und ich keine neuen Worte mehr lernen würde – weit gefehlt! Auf der Rückfahrt von Sargans nach Walenstadt läuft der Tiger einwandfrei. Der Parkplatz am Walensee ist mittlerweile gut mit Kleinwagen gefüllt und so suchen wir uns auch einen Stellplatz bei den anderen Kleinwagen. Nachdem wir nochmals den 5ten Kontrollpunkt durchfahren haben, dieses Mal ohne verbundene Augen, müssen wir kurz hinter einer Schaar von Besuchern anhalten bevor wir einparken können. Nun will der Tiger kein Gas annehmen und macht ein saugendes Geräusch – Ein kleiner Junge kommt zu mir und fragt warum der Tiger denn  „giegst“.  Ich bin etwas ratlos- kenne ich doch das Wort „Giegsen“ nicht, und das Geräusch auch noch nicht. Bis zum Parkplatz lief er ja einwandfrei…. nun  schiebe ich den letzten Meter. Meine Vermutung: wahrscheinlich ist er etwas warm geworden….aber es war etwas Anderes.

Nach der Präsentation dürfen alle Fahrzeuge in die Festhalle, der Tiger absolviert die paar Meter zur Halle ohne Probleme.

 

Festwirtschaft in der Mehrzweckhalle mit Ausstellung der Rollermobile

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Am Abend geniessen wir Dixielandmusik, eine wirklich tolle Tanzvorführung „Jazz & Joy“ und als Höhepunkt das Rangverlesen der Rollermobile Rallye.

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Die glücklichen Gewinner (Clemens, Phippu, Eckart) der 3 Rallye Etappen mit ihren Preisen

Die Heimfahrt- mit dem giegsenden Tiger

Nach dem Frühstück in unserem Hotel gehen wir wieder zur Mehrzweckhalle um den Tiger abzuholen. Da wir am Montag wieder arbeiten müssen entschliessen wir uns nicht an der Ausfahrt am Sonntag teilzunehmen, sondern direkt nach Hause zu fahren. Beim Herausschieben des Tigers aus der Halle treffe ich den kleinen Jungen wieder, der mit seinem Vater im Eingangsbereich der Halle steht. Er fragt mich ob der Tiger immer noch giegst…. leider kann ich ihm die Frage immer noch nicht beantworten,  ich weiss es nicht.

Der Tiger startet sofort, aber es komisch, er nimmt das Gas nicht so an wie gewohnt und beschleunigt auch nicht wie man es vom Tiger her kennt!?!? Also nachschauen woran es liegt. Beim Ortsausgang Walenstadt in Richtung Kerenzerberg halten wir auf dem Parkplatz an. Beim Öffnen des Heckdeckels ist mir klar woran es liegt. Von der rechten Zündspule ist das schwarze Kabel abgewackelt und hängt lose in der Luft. Auf einem Zylinder läuft der Tiger natürlich nicht wie gewohnt und giegst!!!

Die Fehlerursache ist auch leicht zu finden: Die Schrauben des rechten Zündspulenhalters im Lichtmaschinengehäuse sind zu lang, sodass der Halter wackelt. Nach 2 Minuten ist der Fehler behoben und die weitere Rückfahrt verläuft problemslos.

Fazit

Uns hat das Treffen sehr gut gefallen und wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei allen Organisatoren sowie weiteren Beteiligten bedanken, die das Treffen zu dem gemacht haben was es war: Hervorragend und unvergesslich!!!

Wir kommen gerne wieder einmal nach Walenstadt.

Franziska und Eckart

Egon Brütsch – EBS Jugendrennwagen zu verkaufen…

Egon Brütsch – EBS Jugendrennwagen zu verkaufen…

Allzuviele Gelegenheiten ein Fahrzeug von Brütsch zu erwerben bieten sich nicht. Nun steht der vielleicht letzte überlebende EBS Jugendrennwagen zum Verkauf. Der Aufrufpreis liegt bei € 5’000.-.

Hier gehts zum Angebot.

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Brütsch EBS Jugendrennwagen Startnummer „13“
Konstrukteur: Egon Brütsch, ehemaliger Motorrad-Rennfahrer, Stuttgart, BJ 1950, Kleinserie ca. 12 Fahrzeuge, mit Victoria Einbaumotor FM 38, 2-Takter 1:25, Bohrung 35 mm, Hub 40 mm, Hubraum ca. 38 ccm, Leistung bei 5000 upm über 1 PS, 2-Gang-Getriebe ohne Kupplung, über Schalthebel links schaltbar, rechtes Hinterrad über Kette angetrieben, starten durch Anschieben im großen Gang, Seilzugbremse, vorne Trommelbremse, Antriebsachse mit Bandbemse auf Trommel, als Fuß- und Handbremse, Gitterrohrrahmen, Chassis mit Blechverkleidung, abnehmbare Motorraumabdeckung hinten, 200x85x60 cm, Radstand 130 cm, Gewicht ca. 70 kg, Reifengröße 12 1/2×2 1/4 „Drahtreifen“, Egon Brütsch konstruierte im Jahre 1950 ein Modell seines EBS-Maserati im Maßstab 2:1 als Jugendrennwagen mit Motor. Dieses „Technische Kulturgut“ kann seine Lebensgeschichte erzählen und wird im Frühjahr 2015 breits 65 Jahre alt. Aus einer Kleinserie von ca. 12 Jugendrennwagen vermutlich nur noch dieses Exemplar existent. Es befindet sich im unrestaurieren Originalzustand BJ 1950. Spuren seiner Renneinsätze und des Alters sind vorhanden. E. Brütsch entwickelte hiernach einige Kleinwagen-Prototypen z.B. Brütsch-200 Spatz oder Brütsch-Mopetta. Historie zum EBS-Jugendrennwagen „Möner“: Dieser Jugendrennwagen wurde auf der Exportmesse in Hannover im Mai 1950 gekauft. Seinen ersten Renneinsatz hatte er am 11. Juni 1950 bei dem „Solitude-Rennen der Jugend“, auf einem abgesperrten Autobahnteilstück der Autobahn Leonberg-Stuttgart. Die Fahrerin, ein kleines Fräulein von 7 Jahren. Den „Startanschieber“ machte der Ex-Rennfahrer Egon Brütsch persönlich. Es folgten noch einige „Einsätze“ im Norddeutschen Raum, Z.B: Goslar, Lt. ADAC-Autowelt, Aber, zu schnell war die Fahrerin gewachsen, so dasss sie nihct mehr hinter das abnehmbare Lenkrad im Cockpit passte. Dem jüngeren Bruder, für den der Rennwagen bestimmt war, hatte aber wegen des „Lärms“ vom Motor keine große Meinung dazu und bald passte auch er nicht mehr in den Wagen. So schlummerte der „Möner“ immer in Familienbesitz, an verschiedenen Plätzen, bis in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein „unerschrockener“ Junior den Rennwagen seines Vaters entdeckte, drängelte und dann einen Neustart wagte. Auf einigen privaten Plätzen und Strecken wurden dann etliche Runden gedreht, sehr zum Spaß des „JungRennfahrers“ und des Vaters. Aber auch hhier kam dann nach einiger Zeit das „STOP“ wegen der Körpergröße. Rennwagen wieder weggestellt, mehrfach umgeparkt, Enkelkinder kein Interesse dran. Im Herbst 2014 den Rennwagen nochmal herbeigeholt, aufgebockt, eine „Starttrommel mit Seilzug“gebaut und hinten rechts an Stelle des Rades montiert. Motor usw. geprüft/Gereinigt und Kraftstoff eingefüllt, Startseil mehrmals gezogen…..und…. Motor läuft! Quellenangaben zu EBS-Jugendrennwagen: „Lexikon der vergessenen Autotypen“, Leonberger Kreiszeitung Nr. 133 vom 12. Juni 1950 (beiliegend), ADAV-Autowelt Nr. 7 vom 15. Juli 1950 (beiliegend), Gebrauchsanweisung FM 38 Victoria Werke, Nürnberg (beiliegend), Programmheft „Solitude Rennen“ (beiliegend), 2 Ausweiskarten für Angehörige der EBS-Rennwagenteilnehmer (beiliegend), verschiedene Renn- und Familienfotos beiliegend.

Glasritzen für Experten

Glasritzen für Experten

Damals, als ich noch ein kleiner Junge war, stand Glasritzen hoch im Kurs. Zahllose Weihnachtsgeschenke wurden geritzt und verstaubten wohl Jahre im Schrank der glücklichen Empfänger…

Für etwas ambitioniertere Glasritzer sind die Seiten- und Heckscheiben einer Isetta das richtige Spielfeld !

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Das gute Stück kann auf eBay ersteigert werden…

 

Elektro-Isetta, die Nächste…

Elektro-Isetta, die Nächste…

So eine Elektro-Isetta hat schon was – anders kann man nicht erklären, dass in schöner Regelmässigkeit E-Isetta Projekte vorgestellt werden. Diesmal ist ein Projekt von Wim Ouboter in den Medien. Ouboter vielen Eltern als Erfinder der omnipräsenten Micro-Scooter ein Begriff hat sich bei Seiner Elektromobil-Studie stark von der Isetta beeinflussen lassen, sogar die typische 2-Farben Lackierung wurde übernommen.

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Auszug aus der Medienmitteilung:

Aufs Minimale reduziert

Das neue Elektro-Rollermobil hat Ouboter zusammen mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelt. Das Fahrzeug namens Microlino soll etwa 10 Prozent grösser als der Original BMW Isetta werden, ansonsten ist auch das Elektroauto auf das Minimale reduziert: Zwei Sitze, Fronteinstieg, Schiebefenster und ein Schiebedach als Notausstieg. Der Microlino soll so klein sein, dass er nur ein Drittel eines normalen Parkplatzes beansprucht. Die Batterie wird etwa für 80 Kilometer reichen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h.

Einen Prototyp gibt es noch nicht. Der erste Microlino soll frühestens im Februar nächsten Jahres zu Testzwecken auf Schweizer Strassen zu sehen sein. Effektiv auf den Markt bringen will Firmenchef Ouboter den Microlino erst im Jahr 2017 – aber nicht in der Schweiz, sondern in China. Das Fahrzeug soll für die breite Bevölkerung erschwinglich sein: Während Elektromobile für den Normalverbraucher oft zu teuer sind, wird der Preis für den Microlino bei 7000 bis 10’000 Franken festgesetzt

Kasimir kommt…

Kasimir kommt…

Diese Woche hatte ich einen sehr netten Kontakt mit der Frau auf dem Foto.

Kasimir - 1959

Alles stimmt: Mein junges Konterfei,sportlich-wie es sich für dieses „Wunderauto“gehört-
die selbstgebastelte Spinne auf dem Armaturenbrett….

Sie freut sich sehr, nach über 50-ig Jahren bald wieder Ihren „Kasimir“ – ja damals gab man dem Wagen einen Namen – zu sehen.